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Ringvorlesung „OFFENE RÄUME – OFFENE STADT“ an der Hochschule für Musik und Theater und der HafenCity Universität Hamburg
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10.11.2011 17:49 Alter: 5 Jahre

Ringvorlesung „OFFENE RÄUME – OFFENE STADT“ an der Hochschule für Musik und Theater und der HafenCity Universität Hamburg

Offenheit und Kreativität in der Stadt der Zukunft - Christoph Twickel zu Gast in der Hochschule für Musik und Theater

Wir laden Sie herzlich ein zur vierten Veranstaltung der siebenteiligen Ringvorlesung der Hochschule für Musik und Theater (HfMT) und der HafenCity Universität Hamburg (HCU):

 

Thema der 4. Ringvorlesung:

Offenheit und Kreativität in der Stadt der Zukunft

17. November 2011, 18.00 – 19.30 Uhr

Raum 12, Budge-Palais, Hochschule für Musik und Theater

Harvestehuder Weg 12, 20148 Hamburg.

 

Eintritt frei.

 

Die Ringvorlesung wird von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius gefördert, für die Konzeption und Organisation zeichnet das  Institut für kulturelle Innovationsforschung an der Hochschule  unter der Leitung von Prof. Dr. Reinhard Flender verantwortlich.

 

Der amerikanische Wirtschaftswissenschaftler und Soziologe Richard Florida veröffentlichte 2002 das Buch: „The Rise of the Creative Class“, in dem er die ökonomische Bedeutung von Kreativität für die Volkswirtschaft analysierte. In der Tat erwirtschaftet die Kulturindustrie in den Branchen Wissenschaft, Kunst und Medien allein in Deutschland 60 Mrd € pro Jahr. Kreativität ist der wichtigste „Rohstoff“ in den hochindustriellen Staaten geworden. Wichtigster Motor der Kreativwirtschaft sind Städte mit offenen Räumen, in denen sich Kreativität frei entfalten kann. Hamburg hat sich auch zum Ziel gesetzt, Kreativschaffende anzuziehen und die Entscheidung, das Gängeviertel zu einem offenen „Kreativbiotop“ in der Hamburger Innenstadt zu machen, geht auf die Bürgerbewegung „Recht auf Stadt“ zurück, an der der Journalist Christoph Twickel beteiligt ist.

 

Er veröffentlichte 2010 die Schrift  Gentrifidingsbums oder eine Stadt für alle, in der er sich dafür einsetzt, das kurzfristig auf Profit ausgerichtete Denken der Immobilienbranche zu durchbrechen, um der Verödung der Innenstädte entgegen zu wirken. Kreativität braucht einen Humusboden in Form von interkultureller Vielfalt. Nachweislich siedeln sich Musiker, Maler, Filmemacher, Grafiker und Designer gerne in solchen Städten an, die über eine Vielfalt von offenen Kreativräumen verfügen.

 

Zu diesem Thema wird Christoph Zwickel ein Impulsreferat halten und dann mit Reinhard Flender in der Musikhochschule diskutieren.

 

Christoph Twickel, Jahrgang 1966, Journalist und Buchautor, hat die Hamburger »Recht auf Stadt«-Bewegung als Journalist begleitet und ist als Mitinitiator und Sprecher von »Not In Our Name, Marke Hamburg« zu einem ihrer Protagonisten geworden. Er bereist Lateinamerika seit 1988. Seine Tätigkeit als freier Korrespondent hat ihn nach Mexiko, Panama, Kuba und Venezuela geführt. Arbeitet als freier Autor unter anderem für die tageszeitung, die Frankfurter Rundschau, die Frankfurter Sonntagszeitung, Brand Eins oder das Greenpeace Magazin

 

Die Veranstaltung kann auch als Livestream unter www.webcast.hfmt-hamburg.de  im Internet verfolgt werden.