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05.05.2008 17:56 Alter: 9 Jahre

Ringvorlesung zu Johannes Brahms

- Johannes Brahms und das Herzogshaus Sachsen-Meiningen -

Die Hochschule für Musik und Theater Hamburg und die Hamburger Brahmsgesellschaft ehren gemeinsam Hamburgs großen Sohn zum 175. Geburtstag

Vortragende sind international renommierte Brahms-Forscher und -Forscherinnen sowie Musiker, die sich besonders mit Johannes Brahms auseinandergesetzt haben. Die Vorträge sind thematisch mit einem Konzertteil verknüpft, der von Lehrenden und Studierenden der Hochschule gestaltet wird. Die Reihe wurde von Prof. Dr. Beatrix Borchard konzeptionell entwickelt und geplant.

 

Wir laden Sie herzlich ein zu der Veranstaltung am

Donnerstag, den 8. Mai 2008, 18 - 19.30 Uhr

im Mendelssohn-Saal der Hochschule

Renate und Kurt Hofmann (Lübeck):

Johannes Brahms und das Herzogshaus Sachsen-Meiningen

 

Musik:

Sonate für Klarinette und Klavier Es-Dur op.120, 2

Lieder aus: 49 deutsche Volkslieder WoO 33

Studierende der Hochschule für Musik und Theater Hamburg

Weitere Termine: 22.5., 5.6., 19.6., 3.7. 2008.

Eintritt frei.

 

Die Bedeutung Meiningens und des Herzogshauses Sachsen-Meiningen innerhalb der Biographie von Johannes Brahms wird noch häufig unterschätzt. Nachdem Brahms Ende 1881 auf Einladung Hans von Bülows erstmals in das Herzogtum gekommen war und Herzog Georg II. und dessen Gemahlin, die Freifrau Helene von Heldburg kennen gelernt hatte, führte ihn bis Ende 1895 sein Weg regelmäßig nach Meiningen, wo er mit der Herzoglichen Hofkapelle seine sinfonischen Werke ungestört proben und aufführen konnte. Mit dem Herzogspaar verbanden ihn sehr persönliche Beziehungen, er wurde in ihr privates Leben mit einbezogen und war Gast in ihren Sommerresidenzen in der Villa Carlotta am Comer See und auf Schloss Altenstein bei Bad Liebenstein. Nicht zuletzt erhielt er durch den Meininger Klarinettisten Richard Mühlfeld die Anregung zu seinen Klarinet-tenwerken, die Brahms mit Mühlfeld den herzoglichen Herrschaften privat vorspielte. Nach Brahms? Tod erhielt Meiningen das erste Brahms-Denkmal überhaupt und Herzog Georg II. wurde Protektor der Deutschen Brahms-Gesellschaft.

 

Kurt und Renate Hofmann beschäftigen sich seit Jahrzehnten mit dem Leben und Schaffen von Johannes Brahms. Kurt Hofmanns Privatsammlung zu Johannes Brahms und seinem Umkreis bildet seit 1990 den Grundstock der Bestände des Brahms-Instituts an der Musikhochschule Lübeck, das er seit dessen Gründung bis Ende September 1999 zusammen mit seiner Frau Renate Hofmann leitete.

Kurt Hofmann publizierte zur Biographie von Johannes Brahms, u. a. die Erstdruck-Verzeichnisse der Werke von Brahms und Schumann, Renate Hofmann zu Johannes Brahms, Clara Schumann, Julius Stockhausen und Theodor Kirchner.

Neben anderen Auszeichnungen erhielten beide 1996 den Brahmspreis der Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein, wurden 1998 zu Professoren ernannt und sind seit 1999 Ehrenmitglieder der American Brahms Society.