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16.01.2009 15:49 Alter: 8 Jahre

Ringvorlesung "Zukunftsperspektiven der Kultur?: Kunstmusik - Steckenpferd für Senioren?

In der Hochschule für Musik und Theater Hamburg diskutieren Simone Young und Daniel Kühnel.

 

Kultur und Kunst scheinen die Zauberworte zu sein für eine ideale Gesellschaft, in der Gewalt, Diskriminierung und Mobbing ausgeschlossen scheinen. Kultur soll in sozialen Brennpunkten Konflikte entschärfen, eine anspruchsvolle Freizeitgestaltung bieten und einer Stadt Standort-Attraktivität verleihen. Kann Kultur das wirklich alles leisten was man sich von ihr wünscht oder liegt die eigentliche Aufgabe von Kunst und Kultur nicht ganz woanders?

 

Wir laden herzlich ein zur sechsten Ringveranstaltung

 

Kunstmusik - Steckenpferd für Senioren?

am Donnerstag, den 29. Januar 2009, 18:00 bis 19:30 Uhr, in der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, Budge-Palais 12 (ehem. Bibliothek).

 

Eine Kooperation des Instituts für kulturelle Innovationsforschung (IkI) und des Instituts für Kultur- und Medienmanagement (KMM).

 

Das Durchschnittsalter der Besucher von Klassik-Konzerten liegt zwischen 65 und 75 Jahren, Tendenz steigend. Während die Popkultur die Jugendlichen anzieht, frequentieren die Senioren bevorzugt Opernhäuser und Konzerte mit klassischer Musik. Was hat das für Konsequenzen für die musikalische Gegenwartskunst? Ist die Musealisierung der Kunstmusik eine Folge unserer demographischen Entwicklung?

 

Es diskutieren: Prof. Simone Young (Intendantin und Generalmusikdirektorin Hamburgische Staatsoper) und Daniel Kühnel (Intendant Hamburger Symphoniker)

 

Moderation: Prof. Dr. Reinhard Flender (Direktor Institut für kulturelle Innovationsforschung an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg)

 

 

Prof. Simone Young

Im August 2005 trat Simone Young ihr Amt als Intendantin der Staatsoper Hamburg und Hamburgische Generalmusikdirektorin der Philharmoniker Hamburg an. Seither dirigierte sie an der Staatsoper zahlreiche Premieren und Repertoirevorstellungen und feierte einen großen Erfolg mit ihrer 2008 begonnenen Neuproduktion von "Der Ring des Nibelungen".

Simone Young wurde in Sydney/Australien geboren und studierte Klavier und Komposition. Weitere Stationen ihrer Karriere waren unter anderem die Kölner Oper, die Wiener Staatsoper, Covent Garden und die MET in New York. Von 1999 bis 2002 leitete Simone Young als Chefdirigentin das Bergen Philharmonic Orchestra, und seit Sommer 2007 ist sie ?Erste Gastdirigentin? des Lissabonner Gulbenkian Orchesters.

 

Daniel Kühnel

wurde 1973 in Jerusalem geboren. Er studierte Musik- und Rechtswissenschaft an der FU Berlin und schloss seine Studien mit der zweiten juristischen Staatsprüfung in Berlin ab. Zunächst war er Referent beim kommissarischen Intendanten und geschäftsführenden Direktor der Deutschen Oper Berlin, Herrn André Schmitz, und ist seit November 2004 Intendant der Hamburger Symphoniker.

 

Prof. Dr. Reinhard David Flender (geb. 1953) studierte Klavier, Komposition und Musikwissenschaften in Hamburg, Münster und Jerusalem. Wichtige kompositorische Anregungen erhielt er in Israel, wo er ein vierjähriges Forschungsprojekt über die synagogale Musik der orientalischen Juden durchführte. Außerdem arbeitete er bei Josef Tal im elektronischen Studio der Hebräischen Universität Jerusalem. Seit 1983 lehrt Flender an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg und ist Geschäftsführer des Musikverlages Peermusic Classical GmbH.