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04.12.2013 15:24 Alter: 3 Jahre

Sinfoniekonzert mit dem Orchester der Hochschule für Musik und Theater Hamburg

Bruckners 7.Sinfonie und Berg Violinkonzert "Dem Andenken eines Engels" mit dem Sinfonieorchester der Musikhochschule - 07.12.2013 │ 19:30 │Forum der Hochschule -

Prof. Ulrich Windfuhr

Wir laden Sie herzlich ein zu dem

 

Sinfoniekonzert

des Orchesters der Hochschule für Musik und Theater

am Samstag, 07.12.2013  19:30   Forum der Hochschule.

Es spielt das Orchester der Hochschule für Musik und Theater
Violine: Thomas Reif (Klasse Prof. Tanja Becker-Bender)
Leitung: Prof. Ulrich Windfuhr

 

Eintritt: € 8,-- , Schüler und Studierende: € 5,--

 

 

Auf dem Programm stehen:

● Alban Berg (1885 – 1935)
Violinkonzert "Dem Andenken eines Engels"
Andante – Allegretto
Allegro, ma sempre rubato, frei wie eine Kadenz – Adagio

● Anton Bruckner (1824 – 1896)
Sinfonie Nr.7 in E-Dur (WAB 107)
Allegro moderato
Adagio „Sehr feierlich und sehr langsam“
Scherzo „Sehr schnell“
Finale „Bewegt, doch nicht schnell“

 

Ulrich Windfuhr zur Programmgestaltung: „Das Adagio der 7. Sinfonie von Bruckner ist als Requiem für Richard Wagner zu sehen, mit der Widmung des Violinkonzerts von Berg „Dem Andenken eines Engels“ ist Alma Mahlers Tochter Manon Gropius gemeint, die im Alter von 18 gestorben ist. Beides sind Werke, die sich mit Transzendenz auseinandersetzen. Bruckners Musik besitzt noch die harmonischen Gesetzmäßigkeiten als Grundpfeiler zur Sicherheit. Die Musik von Berg findet diese Sicherheit nur noch im Bachchoral, sie macht den Zerfall der alten Ordnung hörbar und führt mit ihrer Strenge und Sehnsucht zu Bach zurück.“

 

 

Zu den Werken

 

Berg: Violinkonzert „Im Andenken an einen Engel“

Berg erhielt Ende April die ihn zutiefst erschütternde Nachricht vom Tod der 18-jährigen, an Kinderlähmung erkrankten Manon Gropius erhielt, der Tochter Alma Mahler-Werfels aus der Ehe mit dem Architekten Walter Gropius. Berg setzte ihr mit dem Violinkonzert ein musikalisches Denkmal, komponiert mit dem Vorsatz, „Wesenszüge des jungen Mädchens in musikalische Charaktere umzusetzen“.
Das Werk ist zweisätzig, dabei jeweils durch verschiedene Tempi noch einmal unterteilt und so der thematischen Absicht eines Requiems folgend.
Der 1. Satz (Andante – Allegretto) soll Manons kurzes Leben nachzeichnen, eine eingebaute schlichte Kärntner Volksweise verweist auf die Kindheit, als Berg Manon in Kärnten das erste Mal begegnete. Berg zeichnete mit dem 1. Satz ein "musikalisches Portrait" Manons. Die Musik ist von liebreizend-sanfter Natur, im Allegretto stellt Berg die nervös-heiteren, sanguinischen Wesenszüge des Mädchens dar, wobei er zudem Zitate aus dem Wiener Walzer verwendet.
Der 2. Satz (Allegro, ma sempre rubato, frei wie eine Kadenz – Adagio) ist eine Musik des Sterbens und der Verklärung. Diese Wirkung wird durch das abschließende Zitat des Bach-Chorals „Es ist genug“ aus der Kantate O Ewigkeit, du Donnerwort, BWV 60, verstärkt. Zuvor flicht Berg ein Kreuzmotiv in Form des B-a-c-h-Motivs ein.

Die Uraufführung fand am 19. April 1936 mit Louis Krasner unter der Leitung von Hermann Scherchen auf dem Musikfest im Palau de la Música Catalana in Barcelona statt.

 

Bruckner: Sinfonie Nr. 7 E-Dur

Anton Bruckner hat seine 7. Sinfonie (WAB 107) in den Jahren 1881 bis 1883 geschrieben. Uraufgeführt wurde das Ludwig II. von Bayern gewidmete Werk am 30. Dezember 1884 im Leipziger Stadttheater vom Gewandhausorchester Leipzig unter Arthur Nikisch.

Der Komponist Bruckner musste 60 Jahre alt werden, um einen ersten durchschlagenden Erfolg - später einen Welterfolg - mit dieser neuen Komposition zu erzielen. Schon bald kündigte sich nach der Uraufführung dieser Sinfonie der Siegeszug des Werkes an, und zwar durch Aufführungen in anderen musikalischen Zentren Europas. Etwas später fand die Sinfonie sogar ihren Weg nach Übersee.
Große Teile dieser in späteren Zeiten bis heute beim Publikum sehr beliebten Sinfonie wurden in St. Florian komponiert, dort, wo Bruckner begraben ist. Bruckners Siebente liegt in nur einer Fassung des Komponisten vor. Sie erfuhr durch des Komponisten oder von fremder Hand keinerlei Kürzungen oder Erweiterungen.

 

Prof. Ulrich Windfuhr
Zum Wintersemester 2013/14 übernahm Ulrich Windfuhr die Professur für Dirigieren an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit ist neben der Ausbildung von jungen Dirigentinnen und Dirigenten die Leitung des Hochschulorchesters.
Ulrich Windfuhr wurde 1960 in Heidelberg geboren. Er studierte von 1978 bis 1984 in Köln Klavier, Dirigieren und Kammermusik. Er setzte seine Studien anschließend bei Franco Ferrara in Siena, Florenz und Rom fort. Als DAAD-Stipendiat in Wien lernte er bei Otmar Suitner und Karl Österreicher, Dirigierkurse besuchte er bei Gennadi Roshdestvensky, Carlo Maria Giulini und Leonard Bernstein. 1985 war Ulrich Windfuhr Preisträger beim Internationalen Dirigierwettbewerb Vittorio Gui und 1986 beim Internationalen Dirigierwettbewerb Janos Ferencsic in Budapest.
Nach Kapellmeisterpositionen in Dortmund, Augsburg, Nürnberg bei Christian Thielemann und Hannover zuerst kommissarischer Generalmusikdirektor in Karlsruhe, dann GMD in Kiel. Von 2006 bis 2012 ständiger Gastdirigent an der Deutschen Oper Berlin. Seit 2007 Professor für Dirigieren an der HMT Leipzig. Juror beim deutschen Dirigierwettbewerb, Juror und Kursleiter beim deutschen Dirigentenforum.

 

 

Weitere Aufführung:

Montag, 9. Dezember 2013, 20 Uhr 
Friedrich-Ebert-Halle Harburg

 

Es spielt das Orchester der Hochschule für Musik und Theater
Violine: Thomas Reif (Klasse Prof. Tanja Becker-Bender)
Die Leitung haben Studierende der Dirigierklasse von Prof. Ulrich Windfuhr.

 

(Berg):Hyun Jin Yun)
(Bruckner):

1. Satz: Nikolas Nägele
2. Satz: Jiri Rozen
3. Satz: Johannes Zahn
4. Satz: Annalena Hösel

 

Ulrich Windfuhr kann stolz auf seine Studierenden sein. Zwei der mitwirkenden Dirigierstudierenden  haben in den letzten Wochen renommierte Dirigierwettbewerbe gewonnen:
Hyun Jin Yun – Südkorea - wurde Finalist im Internationalen Dirigierwettbewerb Besancon im September 2013
Jiri Rozen - Tschechien -  wurde Preisträger und Konzertfinalist im Internationalen Dirigierkurs Antwerpen Königliches Symphonieorchester mit Edo de Waart im Oktober 2013.