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10.04.2012 05:16 Alter: 3 Jahre

Sisis Hochzeit und das Elisabeth-Fest-Album

Anlässlich der Hochzeit des Kaiserpaars Elisabeth und Franz Joseph I. von Österreich 1854 komponierten acht zeitgenössische Klaviervirtuosen, u.a. Franz Liszt, romantische Klavierwerke, die zu einen Notenalbum zusammengefasst wurden. Der Musikwissenschaftler Dr. Michael Budde hat es kommentiert und stellt es vor. Die Veranstaltung findet statt am Dienstag, dem 17. April 2012 18.00 Uhr (s.t.) im Mendelssohnsaal der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.   Für den musikalische Rahmen sorgt Nino Kotrikadze, Studentin aus der Klasse von Anna Vinnitskaya an der HfMT Hamburg Moderation: Prof. Dr. Beatrix Borchard, HfMT Hamburg. Der Eintritt ist frei.

  • Klavierkompositionen als Hochzeitsgeschenk

    Die Vermählung des österreichischen Kaisers Franz Joseph I. mit der als Sisi bekannten Prinzessin Elisabeth im Jahr 1854 in Wien war das glanzvollste royale Hochzeitsereignis des 19. Jahrhunderts. Es wird an diesem Konzert- und Vortragsabend durch Zeitzeugnisse wieder erlebbar werden. Über eine Woche erstreckten sich „Österreichs Jubeltage“ zur Hochzeit. Um die eigentliche kirchliche Feier in der Augustinerkirche zu Wien rankten sich prachtvolle Veranstaltungen: Empfänge, Bälle, Theateraufführungen und Volksfeste.

    Korrespondierend zu den Hochzeitsfeierlichkeiten wird das Elisabeth-Fest-Album vorgestellt. Es handelt sich dabei um ein Album spätromantischer Klaviermusik, das bedeutende Pianovirtuosen der Zeit - darunter Franz Liszt - dem Kaiserpaar in Wien zur Hochzeit schenkten. Weitere beteiligte Komponisten waren Alexander Dreyschock, Adolph von Henselt, Wilhelm Kuhe, Theodor Kullak, Julius Schulhoff, Charles Voss und Rudolf Heinrich Willmers, die es heute wieder zu entdecken gilt.

    An der Hochschule für Musik und Theater Hamburg findet erstmals nach der kürzlich erfolgten Ersteinspielung der „erzählenden“ Salonstücke auf einer Audio-CD die Präsentation des Elisabeth-Fest-Albums in einem öffentlichen Konzert durch die Steinway-Preisträgerin Nino Kotrikadze statt.

    Michael Budde studierte Kunstgeschichte, Katholische Theologie und Volkskunde an den Universitäten in Eichstätt, Wien und Münster.

    Promoviert wurde er 1997 mit einer Arbeit über die Tragaltäre des Mittelalters, deren Forschungsschwerpunkt Untersuchungen zu Goldschmiede-, Email- und Elfenbeinarbeiten des 10.-12. Jahrhunderts im Schnittfeld zwischen Liturgie- und Kunstgeschichte bilden.

    In Folge seiner Berufstätigkeit für die Staatlichen Museen zu Berlin (Kunstgewerbemuseum, Gemäldegalerie, Kupferstichkabinett und Neue Nationalgalerie) gelangte auch eine Ausstellung zur Holländischen Landschaftsmalerei des 17. Jahrhunderts an das Norddeutsche Landesmuseum Hamburg Altona. Zum Thema der sogenannten „Kleinen Eiszeit“ verbanden sich hier kunsthistorische und naturwissenschaftliche Forschungen, die in Zusammenarbeit mit dem GeoForschungsZentrum Potsdam erarbeitet wurden.

    Seit 2004 lebt Dr. Budde in Lübeck. Das Interesse an der kirchliche Denkmalpflege und seine pädagogische Tätigkeit prägen gegenwärtig seine Hauptwirkungsbereiche. Er publiziert vornehmlich zur Schatzkunst des Mittelalters sowie zu kunst- und kulturgeschichtlichen Themen des 19. Jahrhunderts.

    Nach einer umfangreichen Studie über die historischen Stadtansichten von Lübeck und Travemünde (2009) erschien zuletzt, gemeinsam mit der Pianistin Nino Kotrikadze, das Buch mit Audio-CD „Sisis Hochzeit und das Elisabeth-Fest-Album“ (2012).

    Nino Kotrikadze ist in Tiflis, Georgien, geboren, wo sie schon früh ihre musikalische Ausbildung begann. 2003-07 studierte sie Klavier am Konservatorium in Tiflis. Mit einem Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes setzt sie ihr Studium zurzeit an den Musikhochschulen in Lübeck bei Prof. Konrad Elser und in Hamburg bei Prof. Anna Vinnitskaja fort.

    Nino Kotrikadze ist Preisträgerin verschiedener Wettbewerbe und Festivals, darunter des “MTENY” Musik Festivals, des Gurevich Award sowie des Elisabeth Leonskaja Fund Award. 2010 erhielt sie den Steinway Förderpreis für besonders begabte Studierende des Fachs Klavier.

    Sie besuchte Meisterkurse bei Alexander Bandurjanski, Natalia Troull, Richard Raymond und Eteri Andjaparidze sowie die Europäische Akademie für Musik und Darstellende Kunst Montepulciano in Italien bei Prof. Peter Lang. Im August 2009 nahm sie an einem Meisterkurs von Prof. Karl-Heinz Kämmerling im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festivals teil und wurde als einzige Studentin der Musikhochschule Lübeck ausgewählt, um beim Abschlusskonzert aufzut