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Sonntag │ 25. Mai 15 Uhr │ Lichtwark-Saal - Zum 250. Todestag Johann Matthesons: Musikschriftstellerei und -journalismus in Hamburg
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15.05.2014 10:41 Alter: 3 Jahre

Sonntag │ 25. Mai 15 Uhr │ Lichtwark-Saal - Zum 250. Todestag Johann Matthesons: Musikschriftstellerei und -journalismus in Hamburg

Im Mittelpunkt der Ringvorlesung steht das vielfältige Schaffen Johann Matthesons (1681–1764), der in Hamburg als Musiktheoretiker, Komponist, Diplomat, Sänger, Organist, Schriftsteller, Biograph, Journalist, Kritiker, Übersetzer und Mäzen wirkte.

Zu der nächsten Veranstaltung der neuen Ringvorlesung in Zusammenarbeit mit dem KomponistenQuartier Hamburg e.V. laden wir Sie herzlich ein für

Sonntag, den 25. Mai 2014, 15:00   

im Lichtwark-Saal (Neanderstraße 22, 20459 Hamburg)

 

Musikkritik am Ende des 19. Jahrhunderts am Beispiel Ferdinand Pfohls und seines Verhältnisses zu Gustav Mahler

Vortrag von Helmut Brenner (Meerbusch bei Düsseldorf)

 

Ferdinand Pfohl: Strandbilder op. 8
Xiaoqiong Huang, Klavier

 

Eintritt: frei

 

Konzept und Organisation:
Hochschule für Musik und Theater Hamburg: Prof. Dr. Wolfgang Hochstein, Simon Kannenberg
KomponistenQuartier Hamburg e.V.: Olaf Kirsch, Rita Strate
Mit freundlicher Unterstützung der Carl-Toepfer-Stiftung Hamburg.

 

Zum Vortragsthema

Ferdinand Pfohl, 1862 im böhmischen Elbogen (Loket/CZ) geboren, war einer der bedeutendsten deutschen Musikschriftsteller des ausgehenden 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Pfohl studierte zunächst in Prag Jura, bevor er sich in Leipzig der Musik zuwandte und an der dortigen Universität Musik und Philosophie studierte. Seinen Lebensunterhalt bestritt er als Musikkritiker für diverse Leipziger Tageszeitungen. In dieser Zeit entstanden auch erste Kompositionen, die, wie nahezu sein gesamtes Œuvre, der Romantik verpflichtet waren. 1892 ereilte ihn auf Empfehlung Hans von Bülows der Ruf nach Hamburg, wo er in den nächsten Jahrzehnten als angesehener Musikkritiker für die Hamburger Nachrichten tätig war. Neben etwa 10.000 Kritiken war Pfohl auch Verfasser von viel beachteten Monographien über Beethoven, Wagner und Arthur Nikisch. Persönliche Bekanntschaften unterhielt er u.a. mit Gustav Mahler, Edvard Grieg und Ferruccio Busoni. Für seine Verdienste um die musikalische Publizistik wurde Pfohl 1914 durch Friedrich von Anhalt der Titel Herzoglich Anhaltinischer Professor verliehen, dem 1923 durch die Universität Rostock die Ernennung zum Doctor philosophiae honoris causa folgte. Ferdinand Pfohl starb hochbetagt 1949 in Hamburg. Die Presse würdigte den Nestor der deutschen Musikkritik als einen „vielseitig gebildeten Musiker, glänzenden Stilisten, der mit seinen vielgelesenen musikalischen Feuilletons manche künstlerische Entwicklung auch außerhalb Deutschlands beeinflusst hat.“

Helmut Brenner

geboren 1948 in Neuss, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den künstlerischen Strömungen des Wiener Fin de Siècle. Seit 2006 freischaffender Publizist, Redakteur der deutschen Ausgabe der Familienbriefe Mahlers („Liebste Justi!“, 2006), Mitarbeit am Katalog zu den Mahlerausstellungen 2010 und 2011 in Wien und München. Veröffentlichte 2011 gemeinsam mit Reinhold Kubik „Mahlers Welt. Die Orte seines Lebens“. Er lebt in Meerbusch bei Düsseldorf.

Xiaoqiong Huang

Die aus Shanghai stammende Pianistin Xiaoqiong Huang spielt seit ihrem vierten Lebensjahr Klavier. Schon während ihrer Schulzeit gewann sie zahlreiche Preise bei Klavierwettbewerben in China. Bevor sie im Jahr 2009 ihr Studium in Deutschland begann, lernte sie zunächst drei Jahre am Konservatorium in Shanghai bei Jianzhong Wang.  Seit Oktober 2009 lebt sie in Hamburg und ist Studentin in der Klasse von Prof. Marian Migdal an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, wo sie im Sommer 2009 ihr Bachelorstudium mit hervorragenden Noten abschloss. Seitdem setzt sie ihre Studien im Masterstudiengang bei Prof. Marian Migdal fort. Sie wurde u.a. mit Stipendien des Deutschen Akademischen Austauschdienstes ausgezeichnet, spielte zahlreiche Konzerte in Deutschland und wirkte bei Aufnahmen für den Norddeutschen Rundfunk mit.

 

Weitere Termine

(Lichtwarksaal │ Neanderstraße 22 │ 20459 Hamburg │ jeweils sonntags 15 Uhr)

 

01.06. „Vertrefflicher Hiller, Sie wären der Mann dazu.“ – Ein Überblick über Matthesons Musik-Bücher

Vortrag und musikalische Gestaltung: Prof. Gerhart Darmstadt (Hamburg)

 

15.06. „In dieser harmonicalischen Republick …“ – Mattheson als Musiktheoretiker

Prof. Reinhard Bahr (Hamburg)

Werke von Johann Mattheson - Friederike Spangenberg, Cembalo, Isabel Röbstorf, Caroline Andreas und Lilli Pätzold, Blockflöten

 

29.06. Kollegen oder Konkurrenten? – Mattheson und die Komponisten der Hamburger Gänsemarkt-Oper

Prof. Dr. Dorothea Schröder (Cuxhaven)

Auszüge aus Matthesons Oper „Cleopatra“ - N.N.