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28.10.2014 15:17 Alter: 2 Jahre

Symphoniekonzert des Hochschulorchesters mit Prokofjew und Schostakowitsch

30. + 31.10.2014 │ Forum der HfMT │

Wir laden Sie herzlich ein zu dem Symphoniekonzert "Prokofjew-Schostakowitsch" mit dem Hochschulorchester am  

Donnerstag, 30.10.14  19:30   Forum der Hochschule  

mit Werken von

Sergei Prokofjew: Klavierkonzert Nr. 2 und

Dmitri Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 10
Leitung: Ulrich Windfuhr
Klavier: Francois-Xavier Poizat (Konzertexamen, Klasse Prof. Evgeni Koroliov)

Eintritt: € 8,00 , Schüler und Studierende: € 5,00. 

Weiterer Termin:

Freitag, 31.10.14  19:30   Forum der Hochschule

Leitung: Dirigierstudierende der Klasse Prof. Ulrich Windfuhr:

Johannes Zahn (Prokofjew)
Annalena Hösel (Schostakowitsch 1. Satz)
Anna Milukova (Schostakowitsch 2. Satz)
Justus Tennie (Schostakowitsch 3. Satz)
Hyun Jin Yun (Schostakowitsch 4. Satz)
Klavier: François-Xavier Poizat (Konzertexamen, Klasse Prof. Evgeni Koroliov). 

An dem russischen Doppelabend im Forum der HfMT werden zwei höchst anspruchsvolle Werke präsentiert: 

Prokofjew: Klavierkonzert Nr. 2

Sergei Prokofjew komponierte sein Klavierkonzert Nr. 2 in g-Moll, opus 16 von 1912 bis 1913, die Uraufführung fand im Sommer 1913 in Pawlowsk bei St. Petersburg statt. Es ist seinem Studienkollegen und Freund Maximilian Schmidthof gewidmet, der sich der sich im April 1913 das Leben genommen hatte.

Prokofjew selbst spielte den Solopart bei der Uraufführung 1913 in Pawlowsk (Sankt Petersburg). Die originale Partitur ging während der Russischen Revolution verloren, so dass Prokofjew 1923 eine neue Orchestrierung verfassen musste, die laut Aussage des Komponisten so sehr von der Originalfassung abweicht, dass man es fast sein 4. Klavierkonzert nennen müsste (Das 3. Konzert entstand 1921).

Das 2. Klavierkonzert gilt nach wie vor als eines der technisch Anspruchsvollsten im gesamten Konzertrepertoire. In den beiden Ecksätzen finden sich ausgedehnte Kadenzen vor, wobei die Kadenz des ersten Satzes beinahe die Hälfte des gesamten Satzes andauert. Das Konzert ist eines der bekannteren Werke Prokofjews und enthält neben stark dissonanten, für Prokofjew typischen Passagen  allerdings auch ausgedehnte romantische Abschnitte von klarer Tonalität.

Dmitri Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 10
Das sinfonische Werk des Komponisten und Pianisten Dimitri Dimitrijewitsch Schostakowitsch (1906 – 1975) umfasst 15 Sinfonien, welche er zwischen dem 18. und 66. Lebensjahr schrieb. Die zehnte Sinfonie in e – Moll op. 93 entstand im Jahre 1953 nach Stalins Tod. Sie ist Schostakowitschs erste sinfonische Arbeit seit 1945 und seiner politisch motivierten Enthebung von seinen Lehrämtern in Moskau und Leningrad im Jahre 1948. Nach Solomon Volkow handelt die Sinfonie von „Stalin und den Stalin – Jahren“, eine Zeit, in der der Komponist Angst vor Deportation und Ermordung haben musste. In der viersätzigen Sinfonie, die keinen langsamen Satz aufweist, verwendet Schostakowitsch mehrfach das „DSCH – Motiv“, das aus den gleichnamigen Tönen bestehend die Namensinitialen seines Namens bildet und dadurch einen direkten Bezug zum Komponisten herstellt. Die Sinfonie wurde noch im Entstehungsjahr 1953 durch das Leningrader Philharmonische Orchester unter Leitung von Jewgeni Mrawinski uraufgeführt.

Das Hochschulsymphonieorchester (HSO) der HfMT unter der künstlerischeren Leitung von Prof. Ulrich Windfuhr erarbeitet jährlich ein Repertoire für fünf Produktionen. Nach vorangestellten geteilten Proben bereitet das HSO je 2 Konzerte in einer Konzertwoche wie im späteren Berufsalltag vor, wobei jeweils eines der Konzerte von Studierenden der Dirigierklasse geleitet wird.