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19.01.2015 15:44 Alter: 2 Jahre

Symphoniekonzert „Mahler“ mit dem ensemble 13/14 der Musikhochschule

23.01. + 24.01.15 │ 19:30 │ Forum der HfMT - Fassung für Kammerensemble als Hamburger Erstaufführung

Wir laden Sie herzlich ein zu der Aufführung von Mahlers Fünfter Symphonie am

 

Freitag, 23.01.15  19:30   

und

Samstag, 24.01.2015 19.30 Uhr

 

im Forum der Hochschule für Musik und Theater Hamburg

mit dem "ensemble 13/14" (Kammerbesetzung des Hochschulorchesters)

Gustav Mahler: Symphonie Nr. 5,
Fassung für Kammerensemble von Klaus Simon (2014)
Hamburger Erstaufführung

23.01.: Leitung Ulrich Windfuhr

24.01.: Leitung von Studierenden der Dirigierklasse Prof. Ulrich Windfuhr:
1. Satz: Justus Tennie
2. Satz Anna Milukova
3. Satz: Jooan Mun
4. u. 5. Satz: Hyun Jin Yun


Eintritt: € 8,-- , Schüler und Studierende: € 5,--

Studierende der Musikhochschule: € 3,--

 

 

Mahler: Sinfonie Nr. 5
"Die 5. ist ein verfluchtes Werk, niemand kapiert sie", so seufzte Gustav Mahler über seine 1904 uraufgeführte 5. Sinfonie. Und wünschte sich, er würde sein Werk doch 50 Jahre später aufführen können. "Meine Zeit wird kommen" war der Stoßseufzer, aber auch die innere Gewissheit des Komponisten, der als Dirigent zu seiner Zeit überaus geschätzt und berühmt war, dem man als Komponisten aber bloße "Kapellmeistermusik" vorwarf.


Mahlers  5. Sinfonie ist das erste rein instrumentale Werk dieser Gattung seit der 1. Sinfonie. Ihr gingen die sogenannten Wunderhorn-Sinfonien, da diese Texte aus „Des Knaben Wunderhorn“ von Clemens Brentano vertonten, voraus. Mahler findet in der 5. Sinfonie zur rein instrumentalen Ausdrucksform zurück. Gerade im Vergleich zur zwei Jahre zuvor entstandenen 4. Sinfonie stellt sie einen großen inhaltlichen und formalen Unterschied dar. War die vorangegangene Sinfonie in vieler Hinsicht noch das klassischste Werk Mahlers, so stellt die 5. Sinfonie endgültig den Beginn einer neuen Schaffensphase dar.
Die fünf Sätze der Sinfonie weisen eine große charakterliche Vielfalt auf, welche kaum untereinander vermittelt wird. So entsteht eine große äußerliche Unruhe und Abwechslung, welche durch die Ausdehnung des Werkes, die etwa an die Länge der 2. und 3. Sinfonie heranreicht, noch gesteigert wird. Dennoch sind die einzelnen Themen der Sätze durchaus miteinander verwoben. Noch markanter ist allerdings der hier oftmals veränderte Klang in Mahlers Tonsprache. Gerade in der fünften Sinfonie häufen sich Dissonanzen und die äußerste Ausreizung des tonal möglichen, ohne die Tonalität jedoch aufzugeben. Gerade dies hat das Werk für Zeitgenossen wohl schwer verständlich gemacht. So ist es kein Wunder, dass in der 5. Sinfonie der oftmals als neu und ungewohnt wirkende Klang Mahlerscher Musik zunächst besonders befremdlich wirkt.

 

 

Ausführende und Arrangeur:

Zum Wintersemester 2013/14 übernahm Prof. Ulrich Windfuhr die Professur für Dirigieren an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit ist neben der Ausbildung von jungen Dirigentinnen und Dirigenten die Leitung des Hochschulorchesters.

Ulrich Windfuhr wurde 1960 in Heidelberg geboren. Er studierte von 1978 bis 1984 in Köln Klavier, Dirigieren und Kammermusik. Er setzte seine Studien anschließend bei Franco Ferrara in Siena, Florenz und Rom fort. Als DAAD-Stipendiat in Wien lernte er bei Otmar Suitner und Karl Österreicher, Dirigierkurse besuchte er bei Gennadi Roshdestvensky, Carlo Maria Giulini und Leonard Bernstein. 1985 war Ulrich Windfuhr Preisträger beim Internationalen Dirigierwettbewerb Vittorio Gui und 1986 beim Internationalen Dirigierwettbewerb Janos Ferencsic in Budapest.

Nach Kapellmeisterpositionen in Dortmund, Augsburg, Nürnberg bei Christian Thielemann und Hannover zuerst kommissarischer Generalmusikdirektor in Karlsruhe, dann GMD in Kiel. Von 2006 bis 2012 ständiger Gastdirigent an der Deutschen Oper Berlin. Seit 2007 Professor für Dirigieren an der HMT Leipzig. Juror beim deutschen Dirigierwettbewerb, Juror und Kursleiter beim deutschen Dirigentenforum.

 

Das Ensemble 13/14 unter der künstlerischen Leitung von Prof. Ulrich Windfuhr ist ein solistisches Ensemble aus circa 20 Studierenden des Hochschulorchesters, welches das Repertoire dieses Genres einmal jährlich erarbeitet und in 2 Abenden vorstellt.
Aktuelle Besetzung: Streichquintett, Flöte, Oboe, 2 Klarinetten, Fagott, 2 Hörner, Trompete, Posaune, Harfe, 2 Klaviere, Pauke und Schlagwerk.

 

Klaus Simon, im April 1968 in Überlingen (am Bodensee) geboren, absolvierte parallel zu einem Musik-, Germanistik- und Geographiestudium an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg sein Klavierstudium bei Michael Leuschner an der Musikhochschule Freiburg. Es folgten Meisterkurse bei Aloys Kontarsky (Klavier) sowie Hans Zender und Johannes Kalitzke (Dirigieren).
Klaus Simon ist Gründer, Dirigent und künstlerischer Leiter der Holst-Sinfonietta und der Young Opera Company, beide mit Sitz in Freiburg im Breisgau. Er arbeitet zudem seit mehreren Jahren als Liedbegleiter mit Schwerpunkt Lied des 20. Jahrhunderts.
Seit 2007 ist Klaus Simon auch als Arrangeur für die Universal Edition (Wien) tätig. Seine Bearbeitungen von Gustav Mahlers 1., 4. und 9. Sinfonie, sowie von Arnold Schönbergs Orchesterliedern op. 8 Nr. 3, Nr. 4 und Nr. 6 für Ensemble werden mittlerweile weltweit von renommierten Formationen aufgeführt. Seine Kammerensembleversion von Mahlers 9. Sinfonie (AUFGEFÜHRT VOM ENSEMBLE13/14 2013) wurde Ende März 2012 in Berlin und Freiburg uraufgeführt

 

Justus Tennie
Justus Tennie erhielt im Alter von fünf Jahren den ersten Klavierunterricht und ab dem siebzehnten Lebensjahr auch Dirigierunterricht. Er hat mehrfach als Solist Klavierkonzerte des klassisch-romantischen Repertoires aufgeführt, Konzertreisen haben ihn ins europäische Ausland und in die USA geführt. Von 2010 bis 2013 war Justus Tennie Stipendiat der Begabtenförderung der „Hans – Kauffmann – Stiftung“ am Hamburger Konservatorium. Seit Herbst 2012 hat er die Leitung des „Kammerorchester Lehrte“ inne. 2013 hat Justus Tennie das Studium an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg aufgenommen.

 

Anna Milukowa
Anna Milukova wurde 1990 in Lettland geboren und studiert seit dem WS 2013/14 Orchesterdirigieren bei Prof. Ulrich Windfuhran der HfMT Hamburg. Im Rahmen ihres Studiums konnte sie bereits die Hamburger Symphoniker, das Hochschulsinfonieorchester und das Ensemble 13/14 der HfMT dirigieren. Im September 2014 übernahm sie die musikalische Leitung von Suor Angelica von G. Puccini im Rahmen eines Opernprojekts der Musiktheaterregieklasse. Zuvor absolvierte sie Studien in Schulmusik, Gesangspädagogik und Chordirigieren an der Universität Mozarteum in Salzburg. 2013 wurde ihr ein ordentliches Stipendium der Universität Mozarteum Salzburg verliehen.

 

Jooan Mun
Jooan Mun wurde1982 in Seoul, Südkorea geboren. Er hat ein Kompositionsstudium an der Yonsei Uni. in Korea absolviert. Es folgte ein Dirigierstudium an der Kunstuniversität Graz unter Martin Sieghart und Wolfgang Bozic, das er mit Auszeichnung abgeschlossen hat. Jooan Mun hat an Meisterkursen von Kurt Masur teilgenommen sowie an der 8. International Mendelssohn Summer School der HfMT (Dirigierkurs Prof. Ulrich Windfuhr).

 

Hyun-Jin Yun
Hyun-Jin Yun studierte Komposition und Dirigieren an der Hanyang Universität in Seoul und Hochschule für Musik Mannheim. Seit dem Wintersemester 2013/14 setzt er sein Studium mit dem Konzertexamen Dirigieren an der HfMT unter Prof. Ulrich Windfuhr fort, wobei er als Stipendiat der Oscar und Vera Ritter-Stiftung gefördert wird. Er nahm an Meisterkurse bei u.a. Kurt Masur, Bernard Haitink, und arbeitete mit Komponisten Hans Zender, Johannes Schöllhorn, Minas Borboudakis und James MacMillan. Er gab sein erfolgreiches Debüt als Dirigent und Komponist mit dem Tonkünstler-Orchester beim Grafenegg Musik-Festival in Österreich, und arbeitete danach mmit zahlreichen Orchestern zusammen. Hyun-Jin Yun gewann mehrere Preise bei zahlreichen Wettbewerben. 2014/15 arbeitet er als Dirigent mit u.a. Hamburger Symphonikern, “George Enescu” Philharmonic und Orchestre Philharmonique de Radio France, und als Komponist und Dirigent mit Ensemble TIMF in Seoul.