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20.10.2015 03:41 Alter: 1 Jahre

Symphoniekonzert „Mozart - Strauss - Tschaikowsky“ mit den Hamburger Symphonikern

Mittwoch, 21. Oktober 2015 | 19.30 Uhr | Miralles-Saal der Jugendmusikschule

 

 

 

 

 

 

Das Programm:

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Ouvertüre zur “Zauberflöte” KV 620)

Richard Strauss (1864–1949)
Konzert für Horn und Orchester Nr. 1 Es Dur op. 11
1. Allegro
2. Andante
3. Rondo. Allegro

PAUSE

Peter Tschaikowsky (1840-1893)
Symphonie nr. 5 e-Moll op. 64
1. Satz: Andante - Scherzo. Allegro con anima - Molto più tranquillo
2. Satz: Andante cantabile, con alcuna licenza - Non allegro - Andante maestoso con piano
3. Satz: Walzer. Allegro moderato
4. Satz: Finale. Andante maestoso (con fiamma) - Non allegro - Presto molto furioso - Molto assai e molto maestoso - Allegro vivace

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Es spielen die Hamburger Symphoniker unter der Leitung von Studierenden der HfMT
aus der Dirigierklasse von Prof. Ulrich Windfuhr:
Martynas Stakionis (Mozart)
Johannes Zahn (Strauss)
Justus Tennie (Tschaikowsky, 1. Satz)
Jiří Rožeň (Tschaikowsky, 2. Satz)
Yu Sugimoto (Tschaikowsky, 3. Satz)
Johannes Zahn (Tschaikowsky, 4. Satz)
 Solist:
Byeonghun Kim, Horn (Klasse Prof ab Koster)

Eintritt: € 10,-- , Schüler und Studierende: € 5,-- Studierende der Musikhochschule: € 3,--

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Zu den Werken

Mozart:  Ouvertüre zur „Zauberflöte“
Am 30. September 1791, kurz vor Mozarts Tod, wurde seine Oper "Die Zauberflöte" uraufgeführt. Gerade in jener Zeit hatte der Komponist zahlreiche Rückschläge erlitten. Seine Gesundheit war angegriffen und seine finanzielle Lage war alles andere als glücklich. So mag es sicher erstaunen, dass Mozart in seiner wenig beneidenswerten Situation solch heitere Musik zu schreiben imstande war. "Die Zauberflöte" ist eine Märchenoper. Der Held der Geschichte, Tamino, wird von einer Zauberflöte sicher durch viele Gefahren geleitet. Auf seinem abenteuerlichen Weg begegnet er Pamina, in die er sich verliebt. Mozart komponierte die Ouvertüre zur Oper "Die Zauberflöte" zwei Tage vor der Uraufführung. Die Ouvertüre, in Es-Dur geschrieben, eröffnet im französischen Stil mit einem Adagio, gefolgt von einem fugenähnlichen Allegro. Im Mittelteil wird in einem Adagio mit drei aufeinanderfolgenden Akkordgruppen das Eingangsthema wieder aufgenommen.

Strauss: Hornkonzert
Es war kein Zufall, dass die ersten Kompositionen, mit denen der junge Richard Strauss Aufmerksamkeit erregte, Stücke für Blasinstrumente waren. Der Vater, Franz Strauss, blies im Orchester der Münchner Hofoper das Horn und die frühesten musikalischen Kindheitserinnerungen des Komponisten sind mit diesem Instrument verbunden. Seinem Vater Franz, über den Richard Wagner sagte " Dieser Strauss ist zwar ein unausstehlicher Kerl, aber wenn er bläst, kann man ihm nicht böse sein", widmete Richard Strauss 1883 sein erstes Hornkonzert. Die Verehrung des Vaters zeigt sich auch musikalisch: Im formalen Aufbau wie motivischen Details gleicht das Werk dem Hornkonzert in c-moll von Franz Strauss. Daneben werden Anklänge an Mendelssohn-Bartholdy (im Seitenthema des ersten Satzes) und an Weber (im Mittelteil des zweiten Satzes) hörbar. "Altväterisch" nannte Hans von Bülow diese Bezugnahmen - nichtsdestotrotz setzte er sich für den Druck des Konzertes ein und leitete die Uraufführung. Franz Strauss allerdings nahm das spieltechnisch anspruchsvolle Werk seines Sohnes mit Unwillen auf.

Tschaikowsky, Symphonie Nr. 5
Peter Tschaikowsky schrieb seine Sinfonie Nr. 5 e-Moll op. 64 im Jahre 1888. Obwohl er zehn Jahre nach der vorhergehenden vierten Sinfonie gegenüber seiner Brieffreundin und Gönnerin Nadeschda von Meck Ängste äußerte, dass er sich „ausgeschrieben“ habe, schrieb er seine 5. Sinfonie innerhalb weniger Wochen in seinem Landhaus Frolowskoje bei Klin. Die Uraufführung fand unter der Leitung ihres Komponisten am 17. November 1888 in Sankt Petersburg statt. Die Sinfonie ist Theodor Avé-Lallemant gewidmet. Während die Uraufführung noch mäßig ausfiel, befand der Kritiker Josef Sittard die Sinfonie für eine der „bedeutendsten musikalischen Erscheinungen unserer Zeit“. Tschaikowsky bezeichnete seine fünfte Sinfonie als „misslungenes Werk“ (vor allem wegen des Finales), und schätzte gar die vorhergehende 4. Sinfonie höher ein. Heute jedoch gehört die fünfte zusammen mit der vierten und sechsten Sinfonie Tschaikowskys zu dessen beliebtesten Sinfonien.
Die Sätze durchzieht ein gemeinsames Leitthema, das Schicksalsmotiv.
Über das Programm des ersten Satzes schrieb Tschaikowsky: „Introduktion. Völlige Ergebung in das Schicksal oder, was dasselbe ist, in den unergründlichen Ratschluss der Vorsehung. - Allegro: Murren, Zweifel, Klagen, Vorwürfe.“ Der Satz beginnt mit einer bedächtigen Melodie der Klarinetten, die das Schicksalsmotiv der Sinfonie darstellt. Die Melodie leitet über zum energischeren, von Flöten und Klarinetten initiierten und von den Streichern übernommenen Hauptthema des Satzes. Das zweite Hauptthema des Satzes wird unter gelegentlicher Einmischung des Leitmotivs von den Holzbläsern intoniert.
Der zweite Satz, in dessen Zusammenhang Tschaikowskyi fragte, ob er sich „dem Glauben in die Arme werfen“ soll, beginnt mit einer tiefen Einleitung der Streicher, bevor ein Hornsolo zum kantablen, von Tschaikowsky als „Lichtstrahl“ bezeichneten Hauptthema des Satzes anhebt und schließlich von Klarinette und Oboe unterstützt wird. Vom donnernd einsetzenden Schicksalsmotiv wird das Hauptthema dieses zweiten Satzes nur kurz unterbrochen.
Der dritte Satz ist im Stil eines ruhigen Walzers geschrieben. Auch er lässt sich vom Schicksalsmotiv nur kurz stören.
Wie der erste Satz beginnt auch der vierte Satz mit dem Schicksalsmotiv, das diesmal aber bestimmter, vor allem in Dur, auftritt. Nach einer ausführlichen Einleitung des Finales geht dieses zu einem feierlichen Ausbruch des Orchesters über, den dieses, gelegentlich vom Schicksalsmotiv begleitet, bis zum Schluss des Finales fortführt.

 

Zu den Ausführenden:

Der gebürtige Litauer Martynas Stakionis begann seine musikalische Ausbildung an der žuoliukas Musikschule in Vinlius und wechselte dann 2011 an die Staatliche Kunstschule. Seit 2013 hat er zahlreiche Aufritte als Dirigent absolviert, so unter anderem auf Konzerttourneen durch Ungarn und Schottland. Vielbeachtete Auftritte hatte  er auch mit der Staatlichen Philharmonie Kaunas und dem St. Christophorus Kammerorchester. Im Juli 2015 dirigierte er das Abschlusskonzert mit einem internationalen Sinfonieorchester an dem Internationalen Musikfestival in Kintai. Unmittelbar darauf hatte er eine Assistenz im Salzburger Landestheater mit Joseph Haydns Oper „Il mondo della luna“ inne. Seit 2010 hat Martynas Stakionis zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den 1. Preis und Sonderpreis mit dem Chor des Lettischen Rundfunks beim  Internationalen Wettbewerb für Chorleitung in Riga.

Johannes Zahn erhielt schon früh Cello- und Klavierunterricht (Cello zuletzt bei Prof. Helmar Stiehler, Musikhochschule München). Als Cellist nahm er regelmäßig am Wettbewerb „Jugend musiziert“ teil und erzielte zahlreiche erste Preise. 2007 gewann er in den USA den 2.Preis bei der „Hartford Music Competition“. Er nahm als Cellist an zahlreichen Meisterkursen teil, u.a. bei Claude Starck, Wolfgang Boettcher, Johannes Moser und Martin Ostertag. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit der „Neuen Philharmonie München“. In diesem Orchester ist er seit Jahren als Solocellist, Dozent und Orchestersprecher tätig.  2013 übernahm er die Leitung des Jugendorchesters „Sinfonietta Isartal“, mit dem er jährlich 3 Projekte durchführt. Als Dirigent dieses Orchesters wurde er 2014 als Kandidat für den Tassilo-Kulturpreis der Süddeutschen Zeitung nominiert. Im Herbst 2013 nahm er das Dirigierstudium bei Prof. Ulrich Windfuhr an der Musikhochschule Hamburg auf. Ihm Rahmen seines Studiums dirigierte er bereits die Hamburger Symphoniker sowie das Hamburger Hochschulorchester

Justus Tennie erhielt im Alter von fünf Jahren den ersten Klavierunterricht und ab dem siebzehnten Lebensjahr auch Dirigierunterricht. Er hat mehrfach als Solist Klavierkonzerte des klassisch-romantischen Repertoires aufgeführt, Konzertreisen haben ihn ins europäische Ausland und in die USA geführt. Von 2010 bis 2013 war Justus Tennie Stipendiat der Begabtenförderung der „Hans – Kauffmann – Stiftung“ am Hamburger Konservatorium. Seit Herbst 2012 hat er die Leitung des „Kammerorchester Lehrte“ inne. 2013 hat Justus Tennie das Studium an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg aufgenommen.

Jiří Rožeň studierte Dirigieren am Prager Konservatorium und am, Sazburger Mozarteum. Seit 2013 setzt er sein Masterstudium an der HfMT bei Prof. Ulrich Windfuhr fort. Darüber hinaus absolvierte er ein Austauschsemester an der Zürcher Hochschule der Künste bei Prof. Johannes Schlaefli. 2014 war er Finalist beim Donatella FlickDirigierwettbewerb in London und dirigierte im Finalkonzert das London Symphony Orchestra. Seit September 2015 ist er als Assistenzdirigent beim BBC Scottish Symphony Orchestra und als Leverhulme Conducting Fellow am Royal Conservatoire of Scotland tätig. Jiří Rožeň ist seit 2015 Stipendiat im DIRIGENTENFORUM. Im April 2016 debütiert er auf dem Festival Prager Frühling.

Geboren in Kyoto in Japan, hat Yu Sugimoto früh erkannt, dass seine musikalischen Fähigkeiten nicht nur im Dasein als Klavierspieler liegen, sondern auch als Dirigent zum Einsatz kommen. Als Pianist ist er bei verschiedenen Musikereignissen in Japan und Europa aufgetreten und hat in zahlreichen Wettbewerben, wie z.B. beim "All Japan Student`s Music Competition", Auszeichnungen erhalten. Von März 2012 bis Juni 2015 war er Student der Klavier-Kammer-Musik an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien (MDW) unter Professor Avedis Kouyoumdjian und seit Oktober 2015 ist er Dirigierstudent an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg bei Professor Ulrich Windfuhr und David de Villiers.  Als Dirigent war er unter den 20 Finalisten der Dirigierwettbewerb in Besançon 2011. 2014 leitete er das Kanagawa Philharmonic Orchestra. 2012 und 2013 erhielt er außerdem bei der Empfehlung von Seiji Ozawa und Yuji Yuasa eine Stipendiumsunterstützung seitens der Rohm Music Foundation.

Byeonghun Kim wurde in Südkorea geboren und bekam im Alter von 16 Jahren ersten Hornunterricht bei Wang-kuk Kim und Seok-Jun Lee. Anschließend begann er sein Bachelorstudium an der Yon-Sei Universität bei Kwang-Gu Lee in Seoul. 2011 nahm er sein Masterstudium bei Markus Maskuniitty an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover auf. Seit Oktober 2013 studiert er bei Prof. Ab Koster an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg mit dem Ziel des Konzertexamens. Während des Studiums war Byeonghun Kim Solohornist im Nationalen Polizeiorchester Korea. Als Solist hat er danach mit dem Kammerorchester Lehrte musiziert. Seit der Spielzeit 2014 ist er Solist für Hohes Horn an der Jungedeutschen Philharmonie und Solohornist der Norddeutschen Philharmonie in Rostock.