Deutsch
English
< zurück
18.06.2013 10:41 Alter: 3 Jahre

Wer ist Godot? Das Theater des Absurden und seine Helden

Prof. Sabina Dhein, Hochschule für Musik und Theater Hamburg Zeit: Dienstag, 18. Juni 2013, 18.00 - 19.30 Uhr Ort: HfMT, Mendelsohns-Saal, Harvestehuder Weg 12

Koordination: Prof. Frank Böhme (HfMT), Daniela Steinke (UHH) und Miriam Wolf (HCU)

Wir laden Sie herzlich ein zu dem Vortrag "Wer ist Godot? Das Theater des Absurden und seine Heldenvon Prof. Sabina Dhein  im Rahmen der Vortragsreihe "heroe_s. Der Held im postheroischen Zeitalter" in die Hochschule für Musik und Theater (HfMT) ein.

 

Wer ist Godot? Das Theater des Absurden und seine Helden

Das ‚Absurde Theater’ stammt von Martin Ensslin. Das ist okay, war ein guter Slogan,  kam nach dem Krieg, als der Existentialismus entdeckt wurde. Camus hat sehr früh das Wort ‚absurd’ benutzt und Ensslin hat  das auf das Theater übertragen. Ich finde bei Beckett nichts sonderlich Absurdes. Sein Theater ist sehr tragisch.

George Tabori„Rittlings über dem Grabe“ werden wir geboren, erkennt Pozzo in „Warten auf Godot“. Als grandiose Seiltänzer schweben sie über dem Abgrund unter götterlosem Firmament: Becketts Wladimir und Estragon, Jarrys König Ubu, und viele mehr, die sich tief in die Geschichte des Theaters eingeschrieben haben.

 

Sabina Dhein (Prof.) leitet seit Herbst 2012 die Theaterakademie an der Hochschule für Musik und Theater. Sie arbeitete als Dramaturgin u.a. am Düsseldorfer Schauspielhaus. Von 2002 an war sie Intendantin am Theater Erlangen, bis sie 2009 mit Joachim Lux als Künstlerische Betriebsdirektorin ans Thalia Theater ging.

 

Die Vorlesungsreihe des Netzwerk Studium generale Nord in Kooperation mit der Universität Hamburg geht im SoSe 2013 der ambivalenten Gestalt des „Helden“ nach. Die multiperspektivische Annäherung an das Thema untersucht den Begriff „Held“ und versucht dabei das „heroische“ in der heutigen Gesellschaft zu verorten sowie in den unterschiedlichsten Zusammenhängen zu hinterfragen. Wo und unter welchen Umständen wurden und werden „Heldengeschichten“ geschrieben und was haben sie uns heute zu erzählen? Gibt es Universalien, die einen Helden auszeichnen, besonders dann, wenn er über Zeit und Raum hinaus auf uns wirkt?

Die Vorlesungsreihe versucht einige Aspekte dieses unscharfen aber allgegenwärtigen Begriffes exemplarisch herauszuarbeiten. Die Veranstaltungsreihe wird wie auch in den vorherigen Semestern mit einem künstlerischen Projekt verbunden. Diesmal ist es das Abschlussprojekt von Studierenden der Architektur der HCU unter der Leitung von Prof. Lothar Eckhardt.

 

Mehr Informationen zur Vortragsreihe finden Sie unter: www.studiumgenerale-nord.de

 

 

Weitere Termine der Interdisziplinären Ringvorlesungsreihe: dienstags von 18.00–19.30 Uhr

25.06.2013: Prof. Dr. Hans-Joachim Braun (Helmut-Schmidt-Universität Hamburg)
„Stern von Afrika“. Karriere und mediale Inszenierung des Jagdfliegers Hans-Joachim Marseille

02.07.2013: Peter Krause (HfMT Hamburg)
Wagners Helden? Wagners Heldinnen! – „Der Ring des Nibelungen“ im Lichte der „Emanzipation des Weibes“

09.07.2013: Prof. Dr. Siegfried Weischenberg (Universität Hamburg)
Eine Witwe und ein rätselhaftes Werk: Wie Max Weber zum Helden der ‚Entzauberung’ wurde

13.07.2013: heroe_s (22.30 Uhr, HCU City Nord)
Experimentelle Raum-Expedition mit Installationen, Projektionen, Performance und Musik