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09.04.2015 10:49 Alter: 2 Jahre

„Begnadeter Musiker und Musikwissenschaftler“

Prof. Dr. Wolfgang Hochstein, seit 1984 in verschiedenen Funktionen als Hochschullehrer an der HfMT tätig, feiert am 11. April 2015 seinen 65. Geburtstag. Prof. Elmar Lampson, Präsident der HfMT, würdigt Wolfgang Hochstein zu diesem Anlass als eine der „tragenden Persönlichkeiten“ des Kollegiums. „Als begnadeter Hochschullehrer hat er Generationen von Studierenden ausgebildet und unzählige Doktoranden betreut. Und er ist ein exzellenter und vielseitiger Musiker und Musikwissenschaftler, der als Cembalist, Organist, Pianist und Dirigent großartige Konzerte gibt.“

Foto: Torsten Kollmer

Wolfgang Hochstein studierte in Detmold Schulmusik, Theorie/Komposition, Klavier und Orgel sowie in Hamburg Musikwissenschaft. 1981 wurde er mit einer Arbeit zu Niccolò Jommelli zum Dr. phil. promoviert. Seit 1976 als Lehrbeauftragter an der HfMT. erhielt er hier 1982 eine Professur und arbeitet seitdem neben seiner Lehrtätigkeit und seinen künstlerischen und wissenschaftlichen Aktivitäten in Leitungsfunktionen der akademischen Selbstverwaltung. Er wurde zunächst Leiter des Instituts für Schulmusik und ist seit 2004 als Studiendekan für die wissenschaftlichen und pädagogischen Fächer verantwortlich. Dem Hochschulsenat gehört er seit über 30 Jahren an.

Ein Forschungsschwerpunkt Hochsteins gilt dem Komponisten Johann Adolf Hasse. So ist er seit 1989 Vorsitzender der Hasse-Gesellschaft Bergedorf, außerdem Editionsleiter der Hasse-Werkausgabe und Mitherausgeber der Hasse-Studien. Wolfgang Hochstein erhielt mehrere Auszeichnungen für Verdienste um die Hasse-Forschung, unter anderem wurde dem ersten Band der von ihm herausgegebenen „Hasse-Werkausgabe“ 2000 der Deutsche Musikeditions-Preis in der Kategorie „Wissenschaftliche Notenausgaben/Gesamtausgaben“ zuerkannt.

Daneben legte Wolfgang Hochstein weitere Veröffentlichungen zu kirchenmusikalischen Themen und Komponisten des 18. und 19. Jahrhunderts vor. Von Hochstein wurden außerdem einige Kompositionen veröffentlicht. Seit 2012 erscheint im Laaber-Verlag eine von ihm als Mitherausgeber betreute vierbändige "Geschichte der Kirchenmusik".

Zum Ende des Sommersemesters 2015 wird Wolfgang Hochstein in Pension gehen. Nach seiner Emeritierung wird er sich auf seine wissenschaftliche und künstlerische Arbeit stürzen und seine Herzensangelegenheit, die Hasse-Forschung, weiter vorantreiben. Aber nicht nur das. Dazu noch  einmal Hochschulpräsident Elmar Lampson: „Wer ihn einmal zu Hause mit seiner Familie und in seinem riesigen Freundeskreis erleben durfte, der ahnt, dass sein Leben in seinem Geesthachter Umfeld noch einmal mindestens so reich und vielfältig wie dasjenige in der Hochschule sein wird. Ich sage Wolfgang Hochstein den herzlichsten Dank und wünsche ihm für die Zukunft alles Gute!“