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17.04.2014 14:01 Alter: 3 Jahre

Zum 250. Todestag Johann Matthesons: Musikschriftstellerei und -journalismus in Hamburg

Im Mittelpunkt steht Johann Mattheson (1681–1764) - Musiktheoretiker, Komponist, Diplomat, Sänger, Organist, Schriftsteller, Biograph, Journalist, Kritiker, Übersetzer und Mäzen. - 27. 04. 2014 │ 15:00 │ Lichtwark-Saal

Johann Mattheson

Wir laden Sie herzlich ein zur nächsten Veranstaltung der neuen Ringvorlesung „Musikschriftstellerei und -journalismus in Hamburg“ in Zusammenarbeit mit dem KomponistenQuartier Hamburg e.V. am

Sonntag, den 27. April 2014, 15:00   

im Lichtwark-Saal (Neanderstraße 22, 20459 Hamburg)

 

Musikjournalismus für alle – zwischen Qualität und Quote?

Vortrag von Joachim Mischke (Hamburg)

 

Ludwig van Beethoven:

Klaviersonate Nr. 14 op. 27 Nr. 2 („Mondscheinsonate“)

Prof. Hubert Rutkowski, Klavier

 

Eintritt: frei

 

Konzept und Organisation:
Hochschule für Musik und Theater Hamburg: Prof. Dr. Wolfgang Hochstein, Simon Kannenberg
KomponistenQuartier Hamburg e.V.: Olaf Kirsch, Rita Strate
Mit freundlicher Unterstützung der Carl-Toepfer-Stiftung Hamburg.


Zum 250. Todestag Johann Matthesons wird das vielfältige Schaffen Johann Matthesons (1681–1764) in den Mittelpunkt gestellt, der in Hamburg als Musiktheoretiker, Komponist, Diplomat, Sänger, Organist, Schriftsteller, Biograph, Journalist, Kritiker, Übersetzer und Mäzen wirkte. Trotz der Bandbreite seines Schaffens ist er mit seinem Hauptwerk Der Vollkommene Capellmeister (1739) bislang fast ausschließlich als einflussreichster Musiktheoretiker der Bach-Vater-Generation bekannt und wird daneben lediglich als Duell-Gegner Händels am Rande der Literatur erwähnt.

Zum Vortragsthema

Schreiben über Musik sei wie Tanzen zu Architektur, heißt es. Wie also soll, kann, wie muss Musikjournalismus sich in unserer Gegenwart positionieren, um sich nicht die Zukunft zu verbauen? Hat sich das klassische Rezensionsfeuilleton überlebt? Wurde die fundierte ästhetische Beurteilung durch Experten mittlerweile vom flotten Facebook-Daumen für jedermann abgelöst? Für wen sollen Musikjournalisten heute und zukünftig schreiben, wenn sie relevant bleiben wollen? Besonders interessant werden diese Fragen, wenn man sie im Hinblick auf die Situation der Musikstadt Hamburg stellt. Sie wartet nach wie vor auf die Eröffnung der Elbphilharmonie, die das klassische, traditionelle Musikleben in der Geburtsstadt von Johannes Brahms ins 21. Jahrhundert katapultieren soll.

Joachim Mischke

Chefreporter Kultur & Medien beim Hamburger Abendblatt, hat in Münster Musikwissenschaft, Publizistik und Anglistik studiert. Abschlussarbeit über den US-Komponisten Aaron Copland. Bisherige Buchveröffentlichungen: „Hamburg Musik!“ (Hoffmann und Campe, 2008) und „Nimm meine ganze Seele zum Morgenröte. Richard Wagner – die schönsten Briefe“ (Hoffmann und Campe, 2013).

Prof. Hubert Rutkowski

Prof. Hubert Rutkowski absolvierte die Musikakademie F. Chopin in Warschau. Neben vielfältiger internationaler Ausbildung hat er seine Fähigkeiten 2005-2010 an der HfMT in der Meisterklasse von Prof. Evgeni Koroliov perfektioniert. Im April 2010 wurde er als einer der Jüngsten zum Professor an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg berufen. Seit November 2011 leitet Hubert Rutkowski eine Klavierklasse an der Hochschule für Künste in Bremen.

Hubert Rutkowski hat in aller Welt zahlreiche Preise gewonnen sowie CDs produziert und hat eine Vorliebe für unbekannte Werke der Schüler von F. Chopin. Er ist Gründer und Präsident der Theodor Leschetizky-Musikgesellschaft in

 

Weitere Termine

(Lichtwarksaal │ Neanderstraße 22 │ 20459 Hamburg │ jeweils sonntags 15 Uhr)

 

11.05. „Wider die modestie“ – Matthesons Biographik als Plädoyer für die moderne Musik

Prof. Dr. Joachim Kremer (Stuttgart)

Alexander Gergelyfi (Cembalo) spielt aus den Pièces de Clavecin von Johann Mattheson

25.05. Musikkritik am Ende des 19. Jahrhunderts am Beispiel Ferdinand Pfohls und seines Verhältnisses zu Gustav Mahler

Helmut Brenner (Meerbusch bei Düsseldorf)

Ferdinand Pfohl: Strandbilder op. 8 - Xiaoqiong Huang, Klavier

 

01.06. „Vertrefflicher Hiller, Sie wären der Mann dazu.“ – Ein Überblick über Matthesons Musik-Bücher

Vortrag und musikalische Gestaltung: Prof. Gerhart Darmstadt (Hamburg)

 

15.06. „In dieser harmonicalischen Republick …“ – Mattheson als Musiktheoretiker

Prof. Reinhard Bahr (Hamburg)

Werke von Johann Mattheson - Friederike Spangenberg, Cembalo, Isabel Röbstorf, Caroline Andreas und Lilli Pätzold, Blockflöten

 

29.06. Kollegen oder Konkurrenten? – Mattheson und die Komponisten der Hamburger Gänsemarkt-Oper

Prof. Dr. Dorothea Schröder (Cuxhaven)

Auszüge aus Matthesons Oper „Cleopatra“ - N.N.