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12.03.2012 09:13 Alter: 5 Jahre

Zum Tode von Heinz Wunderlich

Am 10. März ist der bedeutende Organist, Kirchenmusiker und Pädagoge Heinz Wunderlich im Alter von 92 Jahren verstorben. Von 1959 bis 1989 lehrte er an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater als Professor für Orgelspiel und Improvisation. Viele Studenten aus Deutschland, den meisten Ländern Europas sowie aus Japan und den USA zogen wegen Wunderlichs Ruf als Pädagoge nach Hamburg, darunter der Amerikaner John Chapman, der Japaner Izumi Ikeda, aber auch Claus Bantzer, Andreas Rondthaler und Thomas Dahl aus Hamburg. Durch seine Hände ging ein Großteil der heute im In- und Ausland aktiven Organistengeneration.

Heinz Wunderlich war einer der bekanntesten Orgelvirtuosen und einer der bedeutendsten Interpreten der Werke von Max Reger an der Orgel. Er konzertierte auf allen fünf Kontinenten, 24 Touren führten ihn allein in die USA. Er war der letzte lebende Schüler des legendären Leipziger Orgelprofessors und Max-Reger-Freundes Karl Straube, einer der engsten Reger-Freunde und bekanntesten Organisten seiner Zeit.
Von 1943 bis 1957 war Heinz Wunderlich Kirchenmusikdirektor an der Moritzkirche in Halle an der Saale und Dozent für Orgel an der Evangelischen Kirchenmusikschule sowie an der Staatlichen Hochschule für Musik, von 1958 bis 1982 hatte er dieselbe Position in Hamburg an der Hauptkirche St. Jacobi inne. Darüber hinaus war Heinz wunderlich seit 1949 Mitglied der Evangelischen Michaelsbruderschaft.

Von 1959 bis 1989 lehrte Heinz Wunderlich an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater als Professor für Orgelspiel und Improvisation. Seit seiner Emeritierung 1989 widmet er sich verstärkt der Komposition, die zeit seines Lebens seine Arbeit als Kirchenmusiker, Pädagoge und konzertierender Künstler begleitet hat.
Aus der Ehe mit seiner ersten Frau Charlotte hat Heinz Wunderlich drei Töchter. Am 5. Januar 2004 starb Wunderlichs zweite Frau Prof. Nelly Söregi-Wunderlich im Alter von 71 Jahren.