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06.01.2014 14:29 Alter: 3 Jahre

Zum Tode von Herb Geller

Die internationale Saxophon – Legende starb mit 85

Herb Geller

Die Hochschule für Musik und Theater Hamburg trauert um Herb Geller, langjähriger Saxophon-Professor und Mentor vieler Studierenden. Er starb am 19. Dezember 2013 mit 85 Jahren in Hamburg.

Geller gehört zu den größten Saxophonisten der vergangenen Jahrzehnte und hat mit nahezu allen Größen des Jazz gespielt. Der Amerikaner liebte Deutschland und lebte mit seiner deutschen Frau in Hamburg. Hier prägte er nicht nur über fast 30 Jahre die NDR-Bigband, sondern auch Generationen von Saxofon – Studierenden der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.

Herb Geller war seit 1986 Professor für Saxofon an der Hochschule und gehörte damit zu den Gründungsvätern der Jazzausbildung in Hamburg, der mit Inspiration und Engagement Generationen von Studierenden ausbildete. Saxophonisten wie Fiete Felsch, Lutz Büchner, Frank Delle, Gabriel Coburger u.v.a. sind durch seine Schule gegangen.

 

„Inspirierte Soli, musikalischer Humor und umfangreiches musikalisches Wissen sicherten ihm auch nach seiner Auswanderung aus den USA nach Europa den Ruf als »musicians' musician«.“ Herb Geller spielte in allen namhaften Bands der Jazzgeschichte und wurde dadurch selbst zu einem Meilenstein des Jazz. Clifford Brown, Benny Goodman, Ella Fitzgerald, Chet Baker und Bill Holman sind nur wenige der zahlreichen Künstler, die ihn in seinem Leben begleiteten. Auch wenn Geller vor allem als Saxophonist in Erinnerung bleiben wird, war er ein äußerst vielseitiger Musiker. Er spielte Klarinette und Flöte, komponierte und arrangierte Musikstücke.

Neben seiner Arbeit für die NDR-Big Band und die Hochschule war Herb Geller auch in anderen Besetzungen aktiv, darunter in eigenen Projekten und Tourneen. 1976 wurde Herb Geller mit dem Deutschen Schallplattenpreis als bester Künstler des Jahres ausgezeichnet.