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20.11.2014 12:28 Alter: 2 Jahre

Zum Tode von Prof. Robert Henry

Langjähriger Fachbereichssprecher der Hochschule für Musik und Theater Hamburg starb im Alter von 91 Jahren

Prof. Robert Henry

Nachdem der Hochschulsenat der Hochschule Robert Henrys in seiner Oktober Sitzung gedacht und alle diejenigen, die ihn noch persönlich gekannt haben, aus ihren Erinnerungen berichtet hatten, ist es nun dank der Unterstützung von Michael Henry doch noch gelungen, Robert Henry in einer Pressemitteilung zu würdigen. 

Prof. Robert Henry starb am 21.09.2014 im Alter von 91 Jahren. Er hatte an der Hochschule eine Professur für Klavier inne und trug in den 15 Jahren seiner Tätigkeit wesentlich zum Profil der Hochschule bei. Unter anderem leitete er den Fachbereich Instrumentalmusik als Fachbereichssprecher für viele Jahre.  

Robert Henry wurde 1923 in Soochow, China, als Sohn amerikanischer Missionare geboren. Er zeigte früh eine außergewöhnliche musikalische Begabung und ab seinem 4. Lebensjahr eine ausgeprägte Vorliebe für das Klavierspiel. Mit 6 Jahren erhielt er regelmäßig Klavierunterricht. Sieben Jahre später stand der Wunsch, Pianist zu werden, fest. In dieser Zeit hörte er eine Schallplattenaufnahme von Walter Gieseking, der ihn tief beeindruckte und seine Vorstellungen vom Klavierspiel stark beeinflusste.

Nach Rückkehr der Familie in die USA 1940 nahm er sein Musikstudium  am Oberlin Conservatory of Music in Ohio auf, das er im Jahre 1947 mit Bachelor of Arts und Bachelor of Music abschloss. Danach ging er nach New York und studierte privat bei Ernst Rosenberg. Ein Fulbright-Stipendium 1955 ermöglichte ihm, an der Hamburger Musikhochschule Klavierunterricht bei Eduard Erdmann zu nehmen. 

Schon 1958, nach dem plötzlichen Tod Eduard Erdmanns, übernahm Robert Henry dessen Meisterklasse. Im Februar 1971 wurde er zum Professor für Klavier an der Hamburger Musikhochschule ernannt. Dort unterrichtete er bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1986. 

Danach konnte er seine Konzerttätigkeit ausweiten, vor allem durch Konzerte in den USA. Darüber hinaus konzertierte er Deutschland (u. a. Berlin, Hamburg, Köln und Frankfurt), Stockholm, Malmö, Wien, London und Florenz. Sein Konzertrepertoire umfasste neben bekannteren Werken der Klavierliteratur auch unbekanntere Stücke von Komponisten des 20. Jahrhunderts. 

Zu seinen Hobbies gehörten so unterschiedliche Bereiche wie Latein, Algebra und Geometrie, Kochen, Literatur, Bridge und Russisch.