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11.09.2009 15:00 Alter: 7 Jahre

Zweiter Preis für Ruriko Yamamiya

Hervorragendes Abschneiden der Harfenistinnen der Hamburger Musikhochschule beim Internationalen ARD-Musikwettbewerb 2009 in München

 

Mit einem zweiten Preis von Ruriko Yamamiya sowie insgesamt drei Semifinalteilnahmen erreichten die Harfenistinnen der Hamburger Musikhochschule aus der Klasse von Prof. Xavier de Maistre beim renommierten Internationalen ARD-Musikwettbewerb ein hervorragendes Gesamtresultat.

 

Im Finale in der Kategorie Harfe, das am 10. September im Herkulessaal der Münchner Residenz stattfand, wurde die Darbietung der 21jährigen, an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg studierenden Japanerin Ruriko Yamamiya lediglich von dem französischen Harfenisten Emmanuel Ceysson überboten. Der dritte Preis sowie der Publikumspreis gingen an Anneleen Lenaerts aus Belgien

 

Alle drei Finalisten interpretierten, begleitet vom Münchner Rund-funkorchester unter der Leitung von Lawrence Renes. das Harfenkonzert op. 74 von Reinhold Glière. Die Entscheidung der Jury unter Vorsitz von Lutz Köhler fiel denkbar knapp aus. Beim Spiel von Rusriko Yamamiya wurde ihre Fähigkeit gelobt, ihrem Instrument subtilste klangliche Facetten abgewinnen zu können. Laut der Jury hatte man stellenweise fast den Eindruck, ein japanisches Zupfinstrument zu hören, so sehr verstand sie es, die dynamische Bandbreite des Instruments auszuloten.

 

Zwei Tage zuvor hatten es neben Ruriko Yamamiya zwei weitere Harfenistinnen der Hochschule für Musik und Theater Hamburg ins Semifinale geschafft: Emilie Gastaud und Ronith Mues, ebenfalls Studierende der Klasse von Prof. Xavier de Maistre. Sie haben sich gegen eine internationale Konkurrenz von über 30 Teilnehmern durchsetzen können.

 

Der Musikwettbewerb der ARD gilt als einer der bedeutendsten europäi-schen Ausscheidungen im Bereich der klassischen Musik. Für viele heute weltberühmte Künstler war eine Auszeichnung beim Internationalen Musik-wettbewerb in München ein Sprungbrett für ihre Karriere, so z.B. Jessye Norman oder Mitsuko Uchida - um nur einige zu nennen. Insgesamt werden dieses Jahr Preisgelder in Höhe von 112.500 Euro und weitere Sonderpreise und Stipendien vergeben.

Die internationale Jury setzt sich aus Pädagogen, ausübenden Künstlern und Musikexperten zusammen. Bewertet werden technisches Können, mu-sikalische Gestaltung, künstlerische Persönlichkeit und die Tonqualität

 

 

Zu den teilnehmenden Musikerinnen der Hochschule für Musik und Theater Hamburg:

 

Ruriko Yamamiya, geboren 1988 in NIigata, Japan, gewann bereits mehre-re Preise, zuletzt 2004 den 3. Platz beim Japanischen Harfenwettbewerb und 2006 den 5. Platz beim Harfenwettbewerb der Josef-Reinl-Stiftung in Wien. 2009 bekam sie ein Stipendium der Berenberg Bank Stiftung Ham-burg.

 

Die französische Harfenistin Emilie Gastaud (1988 in Paris geboren) ge-hört heute zu den meist gefragten Nachwuchsharfenistinnen Frankreichs. Sie erhielt im Frühjahr 2009 den mit 10.000 Euro dotierten Hermann und Milena Ebel-Preis.

 

Die Münchnerin Ronith Mues (1982 geboren) ist mehrfache Preisträgerin und Stipendiatin, und stand 2004 schon einmal im Semifinale des ARD Mu-sikwettbewerbs.