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Musik und... Neue Folge

Neue Folge Band 1
Wolfgang-Andreas Schultz: Das Ineinander der Zeiten. Kompositionstechnische Grundlagen eines evolutionären Musikdenkens
ISBN 3-89693-186-5; 112 Seiten
Berlin 2001

Dies ist ein persönlich gehaltener Versuch einer kompositorischen Handwerkslehre. Sie bezieht sich auf alle die Probleme, die sich stellen, wenn man versucht, das was historisch nacheinander auftrat, über ein collagenhaftes Nebeneinander hinaus zum Ineinander einer umfassenden neuen Sprache zu verbinden.
Neben einer Melodielehre werden satztechnische Prinzipien für einen Tonalität und Atonalität umgreifenden musikalischen Raum entwickelt, Fragen des Miteinanders von additiver und taktmäßiger Rhythmik behandelt, ebenso wie Polymetrik, Syntax und Polysyntaktik, – ergänzt durch ästhetische Reflexionen, die durch eine neue inhaltliche Füllung des Fortschrittsbegriffs den Blick auf die Musik des 20. Jahrhunderts nachhaltig verändern.

Neue Folge Band 2
Silke Wenzel: Text als Struktur. Der Kohelet im Werk Bernd Alois Zimmermanns
ISBN 3-89693-196-2; 138 Seiten
Berlin2001

Das Gesamtwerk von Bernd Alois Zimmermann ist – trotz seiner vielgestaltigen Ausprägungen im einzelnen – in sich äußerst geschlossen. Ein zentrales Beispiel für solche Konstanten im Oeuvre Zimmermanns ist die Verarbeitung von Texten des Kohelet (Prediger Salomo), die als so genanntes „Oratorienprojekt” sein Schaffen ab Mitte der 50er-Jahre wesentlich prägt. Ausgehend von der Bedeutung der salomonischen Sentenzen generell und für Zimmermann im besonderen lässt sich zeigen, wie sich der gesellschaftlich-ästhetische und religiöse Gehalt im musikalischen Material manifestiert. Zwei Vokalwerke, die den zeitlichen Rahmen des „Oratorienprojekts” umreißen, stehen dabei im Vordergrund: die 1975 entstandene Kantate Omnia Tempus habent und die Ekklesiastische Aktion „Ich wandte mich und sah an alles Unrecht, das geschah unter der Sonne” von 1970.

Neue Folge Band 3
Reinhard Bahr (Hrsg.): Melodie und Harmonie. Festschrift für Christoph Hohlfeld zum 80. Geburtstag

ISBN 3-89693-209-8; 200 Seiten
Berlin 2002

Seit seiner Berufung durch Wilhelm Maler (1960) war und ist der Musiktheoretiker, Komponist und Pädagoge Christoph Hohlfeld eine der prägenden Persönlichkeiten an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Seine intensiven analytischen Studien, angefangen von ältester Musik über Palestrina, Bach, die Klassiker bis hin zu Bartók brachten eine Reihe neuer Analyseansätze hervor, vor allem aber die Erkenntnis, daß in der abendländischen Musik unabhängig von Kompositionstechnik und Zeitstil übergreifend elementare Prinzipien wirksam sind. Über das Studium der Einstimmigkeit gelanget Hohlfeld nicht nur zu einer systematischen Theorie der Melodie, sondern bald auch zu einer kritischen Haltung gegenüber der ‘Harmonielehre’ als einem (allgemein-)gültigen System. Auch den Autoren dieses Bandes liefert das Spannungsfeld von Melodie und Harmonie vielfältige Bezugsmöglichkeiten, einschließlich des neu erwachten Interesses an Melodik und Harmonik in neuester Musik.

Beiträge von Hermann Rauhe, Reinhard Bahr, Reinhard Flender, Thomas Daniel, Werner Krützfeldt, Volkhardt Preuß, Jörn Arnecke, Tobias Jacob, Mathias Weber, Wolfgang-Andreas Schultz, Halvor Gotsch, Manfred Stahnke

Neue Folge Band 4
Christoph Schönherr (Hrsg.): Klassenmusizieren in phänomen-orientierter Vermittlung. Dokumentation des Projekts: Wasser ist mehr als H2O – Wasser in der Musik
ISBN 3-89693-238-1; 118 Seiten, CD mit Ton- und Bildbeispielen
Berlin 2003

Das Klassenmusizieren hat in den letzten Jahren ständig an Bedeutung gewonnen. Viele Schulen richten im Rahmen einer notwendig gewordenen Profilbildung sog. Musikklassen ein. Häufig ersetzt das Klassenmusizieren bereits den bisherigen Musikunterricht.
Der in diesem Band dokumentierte Ansatz geht von einer phänomen-orientierten Vermittlung beim Klassenmusizieren aus. Sie ermöglicht eine Verknüpfung des praktischen Musizierens mit der Reflexion über Musik. Damit wird ein Weg aufgezeigt, wie zeitgemäßer Musikunterricht der „Praktizismus-Falle“ entgehen kann. Phänomen-orientierte Musikvermittlung ist überdies immer fächerübergreifend angelegt.
Das Projekt „Wasser ist mehr als H2O – Wasser in der Musik“ dokumentiert sowohl die konkrete Arbeit in den Schulen als auch ein Ausbildungskonzept für das Schulmusikstudium. Die Schrift richtet sich deshalb an Musiklehrer, Studierende und Hochschullehrer gleichermaßen.

Beiträge von Christoph Schönherr, Frauke Haase, Karl Heinrich Ehrenforth, Gernot Böhme, John von Düffel, Ina Schlafke, Juliane Begemann / Sylvia Goebel / Susann Hauschild / Felix Krawehl / Kathrin Puls, Stephanie Achs / Simone Bachmann / Tobias Günnemann / Jenny Meyer, Tilman Kracke / Irina Küppers / Marlene Thobaben, Melanie Aisenbrey / Seija Koecher, Sophie Baumeister / Christoph Drave, Katharina Bussmeier / Christel Kranz / Anne-Kathrin Westenhoff, Matthias Groth / Hilke Hangen / Svenja Michaela Jochumsen, Angelika Bachmann / Peter Kubik / Hella Wambach / Johannes Wiedecke, Angelika Schröter, Hilke Hangen

Neue Folge Band 5
Krista Warnke / Berthild Lievenbrück (Hrsg.): Gender Studies. Dokumentation einer Annäherung

ISBN 3-89693-402-3; 260 Seiten
Berlin 2004

Mit dieser Veröffentlichung wird eine Auswahl von Vorträgen der ersten und zweiten Ringvorlesung Gender Studies an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg in den Jahren 1999–2001dokumentiert. Der erste Teil des Buches enthält Themen aus dem Bereich der Musik: Bedeutung der Kategorie Gender Studies für die Musikwissenschaft, Sozialgeschichte unterschiedlicher Instrumente, Rolle der Frau in der Oper, geschlechtsspezifisches Verhalten bei Vorschulkindern. Im zweiten Teil werden unterschiedliche Wissensdisziplinen behandelt: Biologie, Sozialgeschichte, Architektur, Tanzkunst, Kunstgeschichte. Im dritten Teil werden 19 Komponistinnen vorgestellt, die in den Jahren 1997–2001 an der Hochschule in Konzerten, Workshops und Seminaren vortrugen.
Das Buch ist eine Dokumentation der Annäherung an Gender-Themen und die Begegnung mit Komponistinnen in Vorträgen, Bildern, Berichten und Notenhandschriften.

Beiträge von Veronika Busch, Melanie Unseld, Gudrun Jalass, Corinna Herr, Juliane Ribke, Kerstin Palm, Gunilla-Friederike Budde, Dörte Kuhlmann, Gabriele Klein, Peter Rautmann, Peter Michael Hamel, Jan Dvorák, Krista Warnke, Darlén Bakke, Lene Blank, Katja Prante / Berthild Lievenbrück / Hanno Andersen, Krista Warnke, Beatrix Borchard / Kirsten Reese / Sophie Fetthauer

Neue Folge Band 6
Hanns-Werner Heister / Wolfgang Hochstein (Hrsg.): Musik zwischen Spätbarock und Wiener Klassik. Festschrift für Gisela Vogel-Beckmann zum 65. Geburtstag

ISBN 3-89693-445-7; 210 Seiten
Berlin2005

Die hier publizierten Beiträge von Angehörigen der Hochschule für Musik und Theater Hamburg befassen sich in der Vielfalt inhaltlicher und methodischer Ausrichtungen mit der Musik des 18. Jahrhudnerts. Thematisiert werden Musiktheorie und Musikhistoriographie, Generalbass- und Verzierungslehre, Johann Sebastian Bach und Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Mattheson und Johann Nicolaus Forkel, Johann Valentin Görner und Josef Anton Stefan, Johann Adolf Hasse und Wilhelmine von Bayreuth, Kantate und Oper, deutsches Kunstlied und französische Kirchenmusik, Oratorium und Menuett.

Beiträge von Hermann Rauhe, Elmar Lampson, Wolfgang-Andreas Schultz, Sven Hiemke, Hanns-Werner Heister, Wolfgang Hochstein, Beatrix Borchard, Michael von Troschke, Katharina Hottmann, Reinhard Bahr, Krista Warnke, Dagny Wegner

Neue Folge Band 7
Hanns-Werner Heister (Hrsg.): Mimetische Zeremonien – Musik als Spiel, Ritual, Kunst
ISBN 978-3-89693-489-5; 185 Seiten
Berlin 2007

Die weit gespannte Thematik umfasst Fragen nach dem Verhältnis von Musik und Hör-Physiologie bzw. Hörbehinderung, von Musikproduktion im Kontext industrieller Technik, von Konzert und Kinderpublikum, Elementarpädagogik zwischen Lust und Leistung, interkulturelle Aneignung und Popularmusik, Spiel- und Theaterästhetik. Sie zeigt damit einen Teil aus dem Gesamtbereich von Gegenständen wie Themen der musikanthropologischen Fragestellung. Deren Zentrum ist die Frage nach dem Verhältnis von menschlicher Natur und Musik. Das Konzept der Mimetischen Zeremonie ermöglicht es dabei, die buchstäblich unendliche Vielfalt von Kulturformen von den Typen Fest, Spiel, Ritual, Theater bis zu zahllosen Verselbständigungen einzelner Komponenten einzuordnen: „reine“ Musik oder Musik im Zusammenhang mit anderen Künsten, ob Körperkunst, Wortkunst oder Bildende Kunst.

Beiträge von Hanns-Werner Heister, Thorsten Allwardt, Yotin Tiewtrakul, Ilona Hauschild, Timo Fischer, Renate Dummert, Barbara Stiller, Sebastian Sprenger

Neue Folge Band 8
Bernhard Rusam: „… es kommt die Füchsin als Nonne verkleidet …“ Renard von Strawinsky
ISBN 978-3-89693-507-6; 154 Seiten
Berlin 2007

Renard ist ein besonders eigentümliches Werk Igor Strawinskys: In einer der Hauptschaffensphasen des Komponisten entstanden und dennoch fast unbekannt. Präzise gearbeitet, voller inhaltlicher und klanglicher Reichhaltigkeit, und doch nur sehr selten aufgeführt. Mitten im Ersten Weltkrieg komponiert und dennoch voller Witz: Die ‚Fabel von Fuchs, Hahn, Kater und Hammel’, zusammengestellt nach der Volksmärchen-Sammlung von Alexander N. Afanasjew, hat in der Strawinsky-Literatur bisher für reichliche Verwirrung gesorgt: Missverständnisse, falsche Behauptungen, Überinterpretationen oder schlichtes Nichtwissen begegnen  hier so oft wie wohl bei kaum einem anderen Werk des Komponisten.
Erstmals liegt nun eine Arbeit vor, die in gebotener Sachlichkeit und ohne einschränkende Akzentsetzung das Wesentliche, das zu Renard allgemein und analysierend zu sagen ist, in einer übersichtlichen Studie präsentiert. Eine eigens angefertigte Übersetzung des russischen Originaltextes und zahlreiche Notenbeispiele tragen dazu bei, Strawinskys hinreißendes Gespür für die Märchen-Welt offen zu legen.

Neue Folge Band 9
Jan Philipp Sprick / Reinhard Bahr / Michael von Troschke (Hrsg.): Musiktheorie im Kontext.
5. Kongress der Gesellschaft für Musiktheorie, Hamburg 2005
ISBN978-3-89693-515-1; 573 Seiten
Berlin 2008

„Musiktheorie im Kontext“ ist das Motto, unter dem die Hochschule für Musik und Theater Hamburg den 5. Kongress der Gesellschaft für Musiktheorie im Oktober 2005 veranstaltet hat.
Die Musiktheorie in den Kontext benachbarter Disziplinen wie Komposition und Musikwissenschaft zu stellen, war das Anliegen dieses Kongresses. Die Gliederung des Bandes folgt dem Ablauf der vier thematischen Hauptsektionen: „Musiktheorie und ästhetische Erfahrung“, „Musiktheorie und Komposition“, „Musiktheorie und kultureller Kontext“ und „Zeichentheoretische und kognitivistische Ansätze in der Musiktheorie“. In der Vielfalt der Beiträge zeigt sich ein lebendiges Bild der aktuellen Musiktheorie, die in Deutschland seit einigen Jahren inhaltlich, methodisch und institutionell zunehmend an Eigenständigkeit gewinnt.

Beiträge von Elmar Lampson, Marie-Agnes Dittrich, David Schwarz, Wolfgang-Andreas Schultz, Christine Klein, Marina Karaseva, Kristof Boucquet, Hans-Ulrich Kretschmer, Deniz Peters, Jörg-Peter Mittmann, Hermann Danuser, Tobias Bleek, Volker Helbing, Tobias Janz, Jörn Arnecke, Lukas Haselböck, Philip Ewell, David Mesquita, Dominik Šedivý, Oliver Korte, Franziska Seils, Reinhard Bahr, Franz Ferdinand Kaern, Alexander Rehding, Aaron Girard, Tihomir Popovic, Birger Petersen, Karsten Mackensen, Hans-Ulrich Fuss, Simon Obert, Felix Wörner, Florian Edler, Christian Thorau, Lawrence Zibikowski, Robert S. Hatten, Elisabeth Kotzakidou Pace, Uwe Seifert, Martin Pfleiderer, Annette und Guido Brink, Markus Neuwirth

Neue Folge Band 10
Katharina Bußmeier / Hanns-Werner Heister / Anja Lindenau / Ann-Kathrin Raming: Liebe, Lyrik, Handzeichen. Beiträge zur Musik des europäischen Mittelalters
ISBN978-3-89693-289-1; 174 Seiten
Berlin 2010

Zwei der insgesamt vier Beiträge zu verschiedenen Aspekten der Musik des europäischen Mittelalters behandeln Ritterlyrik und verschiedene Formen der Minne, höfische und nicht-höfische: Zum einen die okzitanische (bzw. provenzalische) und altfranzösische Pastourelle, in der es um Verführung sozial niedriger Gestellter ging, als wichtige Gattung, die sich auch im mittelhochdeutschen Minnesang findet; zum anderen das Thema „Liebe“ generell wie speziell dann in zwei kultur- und kirchenkritischen Liedern der Carmina Burana. Ein dritter Beitrag entfaltet die vielgestaltige Verwendung musikalischer Handzeichen beim Musizieren, im Zusammenhang mit Neumen, Guidonischer Hand und interkulturellen Bezügen. Abschließend sind einige übergreifende Funktionen der Hand-Tätigkeiten skizziert: in der nicht-wortsprachlichen Kommunikation, der Verständigung mittels Gesten- und Körpersprache; in zeremoniellen Rechtsakten, in religiösen Ritualen und in der sozialen Praxis der Liebe; im Musik-Machen, zumal im instrumentalen, und der Anleitung durch Handzeichen. Musik selbst ist somit ein gemeinsames Drittes von Handzeichen und Minnelyrik.

Neue Folge Band 11
Hanns-Werner Heister (Hrsg.): „Wo die schönen Trompeten blasen“. Vokale und instrumentale Semantik im Werk Gustav Mahlers
ISBN978-3-89693-554-0; 353 Seiten
Berlin 2011

Der Band stellt Mahlers Werk und Wirkung facetten- und perspektivenreich vor. Nach einer Eröffnung mit Beiträgen über Mahlers Verhältnis zu Weltbildern, zu Hamburg und zu sozialen Fragen in seiner Zeit geht es dann vor allem um das Vokalschaffen und dabei wiederum besonders um die Wechselwirkung zwischen Lied und Symphonik. Das betrifft Fragen der Textwahl (von Des Knaben Wunderhorn bis Rückert und Nietzsche). Es betrifft Fragen der offenen oder verdeckten Textierung. Und es betrifft Fragen des Tonsatzes, des Formbaus, der Ornamentik, des Klangs und der Singstimmenbehandlung. Das alles wird behandelt im Zusammenhang der großen Vielfalt von Verfahren und des Facettenreichtums von Mahlers Werk samt der Einbettung in seine Zeit, bis hin zu Parallelen bei Charles Ives. Seine Ausstrahlung in der neuen Musik des späteren 20. sowie des 21. Jahrhunderts wird exemplarisch gezeigt bei Alben Berg und Hans Werner Henze sowie im zeitgenössischen Jazz.

Beiträge von Constantin Floros, Franz Willnauer, Sonja Neumann, Reinhold Kubik, Kerstin Schüssler-Bach, Fredrik Schwenk, Renate Birnstein, Lasse Fankhänel, Georg Borchardt, Bernhard Rusam, Eveline Nikkels, Hanns-Werner Heister, Halvor Gotsch, Sascha Lino Lemke, Reinhard Bahr, Dirk Wieschollek, Peter Petersen, Christoph Becher