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Studiendekanat III

Studiendekanin: Prof. Eva-Maria Frank-Bleckwedel

Prostudiendekan: Prof. Hans-Georg Spiegel

Koordinator: Norbert Wübbolt

Die pädagogisch-künstlerischen und wissenschaftlichen Studiengänge der Hochschule für Musik und Theater Hamburg bilden miteinander das Studiendekanat III. Hierzu gehören das Institut für Schulmusik, das Institut für Musikwissenschaft, das Institut für Musiktherapie, das Institut für Kultur- und Medienmanagement (KMM), die Fachgruppe Musikpädagogik einschließlich der Elementaren Musikpädagogik (EMP) sowie die Fachgruppe der künstlerisch-praktischen Fächer im Dekanat III.

Aus dem Studiendekanat III hervorgegangen sind das Schulmusikorchester (Leitung: Prof. Dr. Barbara Rucha), der Jazzchor (Leitung: Prof. Kenneth Norris, Erek Siebel) und das Kleynjans-Ensemble für Gitarren und Schlagzeug (Leitung: Tilman Hübner). Hier können Studierende wichtige Erfahrungen für ihre spätere berufliche Tätigkeit sammeln.

 

Institut für Schulmusik

Leiter: Prof. Thomas Hettwer

Vertreter: Prof. Frauke Haase

Angeboten werden die Bachelor/Masterstudiengänge für das Lehramt der Primarstufe und Sekundarstufe I (LAPS), das Lehramt an Sonderschulen (LAS) und das Lehramt an Gymnasien (LAGym). Diese drei Studiengänge sind gekennzeichnet durch das ausgewogene Verhältnis zwischen künstlerischer und wissenschaftlicher Ausbildung und dem intensiven Bezug zum späteren Berufsfeld Schule. Letzterer zeigt sich besonders in den vielfältigen Studieninhalten zur Schulpraxis mit Unterrichtsangeboten für schulpraktisches Spiel auf Klavier, Gitarre, Saxophon, Orff-Instrumenten, Schlagzeug und Perkussion sowie Angeboten zu Bewegung und Tanz. In den „Seminaren zur Schulpraxis“ stehen neben dem Arrangieren für schulische Musiziergruppen verschiedene Ansätze zur Vermittlung von Musik im Vordergrund. Der am Institut entwickelte und seit vielen Jahren erfolgreich erprobte Ansatz der „Phänomen-orientierten Musikvermittlung“ sieht im eigenen aktiven Umgang mit Musik die unterrichtliche Zentralachse. Die ebenfalls an dieser Hochschule erarbeitete Konzeption einer  Grundmusikalisierung im Bereich der Primarstufe („Jedem Kind ein Instrument“) gehört überdies zur aktuellen Ausbildung in den Studiengängen LAPS und LAS.Das Studium umfasst neben musiktheoretischen und musikwissenschaftlichen Inhalten die Ausbildung in zwei Instrumentalfächern, in Gesang, Sprechbildung und im Dirigieren (Chorleitung und Orchester- bzw. Ensembleleitung). Als Instrumentalfach kann neben Klavier und den üblichen Orchesterinstrumenten auch Orgel, Cembalo, Akkordeon, Harfe, Gitarre, E-Gitarre, E-Bass oder Schlagzeug gewählt werden. Klavier ist als eines der Instrumentalfächer obligatorisch, sofern es nicht durch Orgel oder Cembalo ersetzt wird; die Kombination von Klavier mit Orgel oder Cembalo ist unzulässig. Anders als in sonstigen Lehramtsstudiengängen dauert die Bachelorphase bei Wahl des Unterrichtsfaches Musik acht Semester; die Masterphase dauert vier Semester. Die Lehramtsstudierenden müssen sich auch an der Universität Hamburg immatrikulieren. Dort erfolgt die Ausbildung in Erziehungswissenschaft einschließlich Fachdidaktik sowie in einem zweiten Unterrichtsfach bzw. in Grundschulpädagogik oder Sonderpädagogik (für nähere Informationen siehe die Website der Universität Hamburg). Die zeitliche Koordination des achtsemestrigen Bachelorstudiums im Unterrichtsfach Musik mit den über jeweils sechs Semester laufenden universitären Fächern folgt einem spezifischen Plan zur Verteilung von Studieninhalten und Leistungspunkten auf die einzelnen Semester. Mit dem Schulmusikorchester und dem Jazzchor bietet das Institut für Schulmusik zwei anerkannte Ensembles, in denen Studierende wichtige Erfahrungen für die eigene spätere Tätigkeit sammeln können.Ferner besteht am Institut die Möglichkeit der Promotion zum Dr. phil. in Musikpädagogik.

 

 

Institut für Musikwissenschaft

Leiterin: Prof. Dr. Beatrix Borchard

Vertreter: Prof. Dr. Reinhard Flender

Im Bereich der Musikwissenschaft bietet die Hochschule für Musik und Theater Hamburg neben der Basisausbildung in Musikgeschichte eine differenzierte Profilierung mit Schwerpunkten u.a. in den Bereichen Gender/Geschlechterforschung, Interpretationsgeschichte, Musikethnologie, Musikanthropologie, Neue Musik, Kirchenmusik und Popularmusik. Angeschlossen sind das Institut für kulturelle Innovationsforschung (IKI) und das Hasse-Institut.

Es besteht die Möglichkeit der Promotion zum Dr. sc. mus. (scientiae musicae) und zum Dr. phil. 

 

Institut für Musiktherapie

Institutsleitung: Prof. Eva Frank-Bleckwedel

Musiktherapie ist der gezielte Umgang mit Musik oder musikalischen Elementen, um therapeutische Ziele zu erreichen. Seit 1986 besteht das erste Hochschul-Ausbildungsinstitut für Musiktherapie in Deutschland. Es bietet einen sechssemestrigen berufsbegleitenden Masterstudiengang sowie ein Zusatzstudium für Schulmusikstudierende. Unterrichtet werden in verschiedenen Modulen unter anderem die Fächer Musiktherapeutische Methoden, Theorie der Musiktherapie, Praxis und Theorie der Gruppenmusiktherapie, Therapeutische Improvisation, Indikationen der Musiktherapie, Theorie und Praxis der Psychoanalyse, Psychodynamic Movement, Percussion, Therapeutische Stimmarbeit, Psychopathologie, Medizinische Grundlagen für Musiktherapeutinnen bzw. Musiktherapeuten und Musikmedizin. 

Angeschlossen ist die Forschungsstelle Musikmedizin. 

Es besteht die Möglichkeit der Promotion zum Dr. phil.

 

Institut KMM

Direktor: Prof. Dr. Friedrich Loock 

Das aus dem 1987 gegründeten Kulturmanagement-Studiengang hervorgegangene Institut KMM Hamburg ist heute Deutschlands größte Einrichtung ihrer Art. Das Studienangebot richtet sich an Interessierte, die eine systematische Auseinandersetzung mit den vielfältigen Kultur- und Medienstrukturen wünschen und eine Führungsaufgabe in diesem Bereich anstreben. Angeboten wird das Studium zum Bachelor of Arts, ein Zertifikat, ein konsekutiver Master of Arts sowie ein weiterbildender Master of Arts – dies sowohl im Präsenz- wie im Fernstudium. Außerdem gibt es die Möglichkeit zur Promotion zum Dr. phil. 

Die Ausbildung zeichnet sich aus durch eine enge Verbindung von Theorie und Praxis in den Bereichen Wirtschaft und Recht, Politik und Gesellschaft sowie Kommunikation und Organisation. 

 

Fachgruppe Musikpädagogik

Sprecher: Prof. Hans-Georg Spiegel

Neben den künstlerischen Inhalten bildet die Musikpädagogik eine wichtige Säule innerhalb der Bachelor-Ausbildung. Begonnen mit WKL (Wahrnehmen, Kommunizieren und Lehren lernen) mit seinen allgemeinen, mehr kommunikativen Inhalten im ersten Semester über die allgemeine Instrumentaldidaktik im zweiten und dritten Semester mündet das Vermittlungsmodul ab dem vierten bis zum sechsten Semester in der Fachdidaktik der jeweiligen Instrumente und Gesang. 

 

Als besondere Innovation ist die im Wahlpflichtbereich angesiedelte Einrichtung einer Ausbildung zur JeKi-Lehrerin (Jedem Kind sein Instrument) oder zum JeKi-Lehrer. Im Wahlpflichtbereich hat jeder Studierende die Möglichkeit, neben JeKi weitere Fächer, wie pädagogische Psychologie oder Didaktik der Gehörbildung zu wählen.

Der Studiengang Elementare Musikpädagogik (EMP) bildet als eigenständiger Studiengang zum Bachelor in EMP mit zwei Hauptfächer aus - dem spezifischen musikpädagogischen und dem jeweiligen instrumentalen/vokalen Hauptfach. Ferner besteht die Möglichkeit der Promotion zum Dr. phil. (speziell Elementare Musikpädagogik und Instrumental-/Vokalpädagogik) für Absolventinnen und Absolventen einer Diplom-, Magister- oder Masterprüfung im Studiengang Diplommusikerziehung, die zusätzlich eine mindestens dreijährige Berufspraxis als Diplommusiklehrerin bzw. Diplommusiklehrer nachweisen können.

 

Fachgruppe künstlerisch-praktische Fächer

Sprecher: Prof. Jörn Dopfer

Dieser Fachgruppe obliegt die Ausbildung von Studierenden der Schulmusik und Musikpädagogik im Fach Gesang (als Pflichtfach oder als künstlerisches Hauptfach), im Dirigieren und in einigen Instrumentalfächern, soweit die entsprechenden Lehrkräfte nicht zum Studiendekanat I gehören.

Im Bereich der Gesangsausbildung finden Aspekte des künftigen Lehrerberufs besondere Berücksichtigung. Dies schließt die klassische Ausbildung der Stimme ebenso ein wie Jazz, Pop- und Musical-Gesang, technische Anleitungen zum sängerischen Umgang mit Mikrophon und Verstärker sowie Kurse zur Atemschulung und Körperhaltung. Regelmäßig gibt es Workshops zum Thema „Musiktheater-Regie in der Schule“.