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Fachgruppenleitung, Jazztheorie, Solfege, Big Band, Arranging and Komposition, Recording Ensemble

Wolf Kerschek begreift sich im weitesten Sinne als Weltmusiker, der sich intensiv mit der Musik verschiedener Kulturen und Gesellschaften beschäftigt und diese Erfahrungen in sein Spiel und seine Kompositionen einfließen lässt. Er unternahm Studienreisen nach Brasilien, Indonesien und Afrika und lernte die Vielfältigkeit der dortigen Musik zu lieben. So hat er zu einem Komponisten mit einer eigenen Tonsprache entwickelt, die in verschiedenen, sehr unterschiedlichen Traditionen verwurzelt ist.

Als einer der gefragtesten deutschen Arrangeure schreibt er Bigband- und Orchester-Produktionen für unzählige deutsche und internationale Stars der Pop-, Schlager-, Jazz- und Klassikszene wie z.B. Helene Fischer, João Bosco, Martin Grubinger, Michael Bolton, Curtis Stigers, Roger Cicero, Rammstein, Till Brönner, u.a. Er spielte bis heute weit über 50 Studioproduktionen als Vibraphonist ein und ist regelmäßiger Dirigent und Arrangeur bei allen deutschen Rundfunkbigbands, insbesondere der NDR Bigband. Seit über zehn Jahren ist Prof. Wolf Kerschek Leiter des Studiengangs Jazz an der HfMT und unterrichtet Komposition, Theorie und Ensemble. 2006 orchestrierte und dirigierte er die FIFA Hymne und erhielt einen ECHO Klassik für seine musikalische Arbeit an der TV Serie "Little Amadeus". 2013 wurde er mit dem Hamburger Jazzpreis für sein Lebenswerk geehrt.

Prof. em. Lucas Lindholm

Kontrabass / E-Bass / Ensemble

Lucas Lindholm (eigentlich Hans Lindholm-Eschen) wurde am 02.03.1943 in Lund in Schweden geboren. Er wuchs in einer musikalischen Familie auf und begann im Alter von neun Jahren Cello und Klavier zu spielen. Mit 13 Jahren entdeckte er den Kontrabass für sich und stand bereits ein Jahr später mit Tanz- und Jazzbands auf der Bühne. An der lokalen Musikschule erhielt Lucas Lindholm ab seinem 15. Lebensjahr klassischen Kontrabassunterricht und spielte schon bald auch im dortigen Jugendorchester.

Nach seinem Wehrdienst zog er nach Malmø, wo er auf viele amerikanische Jazzmusiker traf, die dort mit lokalen Musikern konzertierten. Dort lernte Lucas Lindholm unter anderem den Saxophonisten Dexter Gordon kennen, mit dem er viele Jahre in unterschiedlichen Besetzungen zusammen spielte. Neben reger Tätigkeit im Musikgeschäft begann er ein klassisches Kontrabass-Studium am Konservatorium; zu dieser Zeit war Lucas Lindholm bereits ein gefragter Studiobassist (derzeit hauptsächlich am E-Bass).

Später zog es ihn nach Stockholm, wo er mit vielen namenhaften Künstler, wie z.B. Toots Thielemans zusammenarbeitete. Seine Biografie füllt sich mit musikalischen Begegnungen mit u.a. Chet Baker, Dexter Gordon, Kenny Dorham, Al Jarreau, Charlie Mariano, Philip Catherine, Mike Gibbs, Peter Herbolzheimer, Herb Geller, Wolfgang Schlüter, Norma Winston, Bennie Wallace, Randy Brecker, Wayne Shorter, Gary Husband, Wolfgang Haffner, und vielen mehr.

1970 kam Lucas Lindholm auf Empfehlung eines Kollegen erstmalig für eine Produktion nach Hamburg zum Norddeutschen Rundfunk (NDR) worauf schon bald das Angebot einer festen Stelle in der NDR Bigband (damals Tanzorchester des NDR bzw. NDR Studioband) folgte. Ab dem 01.09.1971 war Lucas Lindholm festes Mitglied der NDR Bigband, wo er bis zu seinem Dienstende 2008 mit einer Vielzahl an internationalen Jazzgrößen zusammenarbeitete.

Seit 1985 ist Lucas Lindholm Professor für Kontrabass und E-Bass im Fachbereich Jazz an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, wo er schon viele junge Bassisten der deutschen Jazzszene mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung inspiriert und ausgebildet hat.

Prof. Buggy Braune

Klavier, Art of the Trio - Ensemble

Im Alter von 24 Jahren ging er als Mitglied der Florian Poser Group das erste mal auf Tournee. Die Band tourte fünfzehn Jahre, in denen Buggy nahezu sämtliche deutsche Jazzclubs kennenlernte. Die Band nahm drei Alben auf und schickt sich heute noch Weihnachtsgrüsse. 1993 stellte er sich als Komponist, Leader und Solist der Kritik mit "Out of innovations". Er wurde Begleiter der amerikanischen Jazzikone Herb Geller und spielte jahrelang an der Seite des NDR Bassisten Lucas Lindholm. 1995 nahm er als Co-Leader der Band Martin Wind - Buggy Braune Quintett die Platte "Miles away" auf, featuring Joe Gallardo (tb), Frank Delle (ts), Darren Beckett (dr), Martin Wind (b).

x1996 nahm die Buggy Braune - Festivalband, geleitet und arrangiert von Jan- Peter Klöpfel das Album "Colours" auf. Im selben Jahr lernte er Jack Walrath kennen. Der Ex-Charlie Mingus Trompeter nahm zwei Alben mit ihm auf. Durch den Kontakt zur NDR-Big-Band spielte er in den Jahren mit europäischen Jazzlegenden wie Wolfgang Schlüter (vib), Wolfgang Engstfeld (ts), Roman Schwaller (ts), Johannes Faber (tr), Wolfgang Haffner (dr), Nathan Davis (ts), Anthony Braxton (as), Charlie Mariano (as) und weiteren. Auch wesentlich in seiner Biografie ist seine Mitwirkung an fünf Projekten des Saxofonisten und Komponisten Jonas Schoen.

Prof. Claus Stötter

Trompete

Claus Stötter, Jahrgang 1961, begann im Alter von 10 Jahren Trompete zu lernen, ein Vorgang, der, laut eigener Meinung, bis zum heutigen Tage andauert. Er studierte klassische Trompete in Stuttgart und erlernte Jazz auf autodidaktischem Wege. Früh gründete er seine Gruppe "Stötter's Nevertheless", für die er alle Kompositionen schreibt und mit der er unter anderem zum Jazzfest Berlin eingeladen wurde.1990 wurde ihm der Jazzpreis Baden Württemberg verliehen und ein Jahr später wird er nach Paris, ins "Orchestre National De Jazz" eingeladen, dessen Mitglied er von 1991-1995 ist.

Seit 1999 ist er als Solo-Trompeter der NDR Big Band engagiert. Im Rahmen dieser Tätigkeit gibt es viele Aufnahmen und Konzerte mit Jazzgrößen, wie z.B. Wayne Shorter, Bobby McFerrin, Al Jarreau, McCoy Tyner, Carla Bley, Maria Schneider, Dave Holland, Abdullah Ibrahim.

Ansonsten spielt er in diesen Jahren in den Bands von Jean Marie Machado (Paris), Hans Koller (London), Laura MacDonald (Glasgow), Rainer Tempel (Tübingen), Gabriel Coburger (Hamburg) oder mit der Jubilumsband von Michael Gibbs, zusammen mit Bill Frisell und Steve Swallow. Von 1989 - 2006 unterrichtete er Jazztrompete an der Musikhochhochschule Stuttgart und seit 2008 an der Musikhochschule Hamburg.

Posaune

Dan Gottshall kommt von der Ostküste der USA und spielt erste Posaune in der NDR Bigband. Von 1993 bis 2001 war er erster Posaunist der RIAS Bigband Berlin. Er studierte Posaune in Baltimore, Maryland und wurde nachhaltig durch die Jazzszene in Baltimore geprägt. Nachdem er in verschiedensten Orten der Welt gelebt hat (Pennsylvania, Baltimore, L.A., Köln, Berlin) sieht er sich als ein Weltbürger, der letztendlich in Hamburg gelandet ist.

Zusätzlich zu den über 60 CDs auf denen er mitgewirkt hat (u.a. Mit Chaka Khan, Al Jarreau, Lena Horne, Gary Thomas, Albert Mangelsdorff, Chuck Brown, Joao Bosco, Omar Sosa, Charlie Mariano, Peter Herbolzheimer's RC&B, The Clayton/Hamilton Big Band, Bobby McFerrin, The Funk Brothers, Norma Winstone, Gladys Knight, Pacquito D' Rivera, Kenny Wheeler, etc. ) hat er mit "Artful Earful" sein eigenes Bandprojekt.

Prof. Fiete Felsch

Saxophon

Fiete Felsch war Grundungsmitglied des Bundesjugendjazzorchesters unter der Leizung von Peter Herbolzheimer 1987. Er erhielt ein Stipendium für Jazz Studies in den USA an der North Texas State University 1989. Er wurde dort als "Most Outstanding Student in Jazz" ausgezeichnet und war Gewinner des Saxophonpreises der "North American Saxophone Alliance" 1990. Nach seiner Rückkehr nach Europa spielte er mit Peter Herbolzheimers RC & B und wurde 1995 erster Altsaxophonist der NDR Big Band. Er ist zusätzlich einer der gefragtesten Studiosaxophonisten Deutschlands, weil er als Multiinstrumentalist neben Saxophon, Flöte und Klarinette eine Vielzahl an . Fiete ist Professor für Saxophon und Improvisation an der Musikhochschule Hamburg seit 1999.

Holger Nell

Jazz-Schlagzeug, Didaktik + Methodik Drumset, Modern Jazz Ensemble

Holger Nell, geboren 1966 in Renchen in Baden-Württemberg, studierte klassisches Schlagzeug an der Musikhochschule Freiburg/Breisgau und war zunächst Schlagzeuger im Bundesjazzorchester unter der Leitung von Peter Herbolzheimer, dann in der Big Band des Rias Berlin, deren künstlerischer Leiter er wurde.1993 ging er als Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes nach New York, wo er ein Master-Degree in Jazzperformance erwarb. Er arbeitet mit Musikern verschiedener Jazzensembles und ist regelmäßiger Gast in Rundfunk-Bigbands wie der des BBC London.

Konzerte und Produktionen u.a. mit Clark Terry, Joe Lovano, Richie Beirach, George Coleman, Tim Hagans, Ack van Rooyen, Ray Brown, Jim McNeely, Dave Liebman, Kenny Wheeler, Peter Herbolzheimer, RIAS Bigband Berlin, SWR Big Band Stuttgart, HR Big Band Frankfurt, NDR Big Band Hamburg, Bobby Burgess Bigband Explosion und dem Brussels Jazzorchestra dokumentieren seinen Ruf als herausragender Jazzdrummer.

Auch als Pädagoge ist Holger Nell sehr produktiv und engagiert. Lehraufträge und Einladungen als Gastdozent führten Ihn an die Hanns Eisler Hochschule für Musik Berlin, Musikhochschule Luzern, Manhattan School of Musik, New York und die Escuela Superior de Musica Bellas Artes in Mexico-City. Er ist regelmäßig Dozent beim Bundesjugendjazzorchester und gibt Workshops an verschiedenen deutschen Musikhochschulen.

Prof. Ken Norris

Gesang

Der Amerikaner Ken Norris, geboren in Shakerhights, Ohio, kommt aus einer Musikerfamilie. Ken Norris studierte Architektur in Yale University (USA), und Musik an der American School of Modern Musik in Paris (FR). Norris mit seinem Faible für Jazz, Pop und Gospel gelang der Durchbruch in der europäischen Musikszene als erstes in Frankreich mit seiner Kult-CD Modern Folklore - Musik für  Perkussion & Gesang, die sein Debüt 1996 am Printemps de Bourges Festival hatte. Für das Musical "Der König der Löwen" wechselte er nach Hamburg, wo er zum gefragten Solisten im Bereich Jazz geworden ist.  Seit 2010 ist Ken Norris Professor für Jazzgesang an der Hochschule für Musik & Theater Hamburg.

Posaune

Nils Landgren begann mit sechs Jahren Schlagzeug zu spielen, mit 13 entdeckte er schließlich die Posaune für sich. Von 1972 bis 1978 studierte Nils klassische Posaune am Musikkolleg in Karlstad mit David Maytan und an der Hochschule in Arvika mit Ingemar Roos. Die Begegnung mit dem legendären Folk-Jazz Pionier Bengt-Arne Wallin sowie dem großartigen Posaunisten Eje Thelin beeinflusste Nils derart, dass er sich von seinen klassischen Studien jetzt der improvisierten Musik zuwandte und seine eigenen musikalischen Vorstellungen zu entwickeln begann.

Nach seinem Studienabschluss zog Nils nach Stockholm und ging bald darauf mit dem damals erfolgreichsten schwedischen Pop-Star Björn Skifs »Blue Swede« und dem Hit »Hooked on a Feeling«, der Platz 1 der US-Pop-Charts wurde, auf Tournee. 1981 holte Thad Jones den Schweden dann als Lead-Posaunisten für das neue ‚Ball of Fire’-Projekt in seine gewohnt erstklassig besetzte Bigband. Seit jenen Tagen hat Nils Landgren meist alles gleichzeitig gemacht: Jazz und Rock, Soul und HipHop, Big Band Sessions und nach eigener Schätzung mindestens 500 Platten, unter anderem mit internationalen Stars wie ABBA, den Crusaders, Bernard »Pretty« Purdie, Eddie Harris, Wyclef Jean oder Herbie Hancock.

1983 erschien Nils Debüt-Album als Leader:  »Planet Rock«, gefolgt von »Streetfighter« 1984, »You are my Nr. 1« 1985, »Miles from Duke« mit Bengt-Arne Wallin 1987, »Chapter Two 1« 1987, »Chapter Two 2« und »Follow your heart« 1989. Zwischen 1985 und 1987 wirkte Nils in über 360 Aufführungen des schwedischen »Play of the Year«: »SKÅL« als Schauspieler, Sänger, Posaunist und Tänzer mit und hatte Schauspiel-Auftritte in mehreren Fernsehfilmen.

1992 kam es zu den ersten Auftritten und Aufnahmen der Nils Landgren »Unit«, 1994 dann der endgültige Durchbruch weit über Skandinavien hinaus: Beim JazzBaltica Festival in Salzau wurde aus der »Unit« die »Funk Unit« und das im selben Jahr entstandene Album »Live in Stockholm« wurde der Grundstein für die Zusammenarbeit mit Siegfried Loch und seinem jungen Label ACT. Die nächste Veröffentlichung der Funk Unit: »Paint It Blue«, war eine der erfolgreichsten Jazz-CD’s des Jahres 1997 und die anschließende Tournee mit über 100 Konzerten brachte Nils Landgren und der Funk Unit den großen Durchbruch in Deutschland.

Angeregt durch seinen Mentor Bengt-Arne Wallin entstand 1997 mit der Neubearbeitung traditionellen schwedischen Liedguts auch ein Ausflug in nicht-funkige Gefilde: »Swedish Folk Modern«, seine erste Duo-Platte mit dem Pianisten Esbjörn Svensson, die 2001 mit »Layers of Light« eine noch leisere Fortsetzung fand.

War er von Januar 1998 bis Januar 2001 festes Mitglied der NDR-Bigband in Hamburg, so tourte er gleichzeitig mit seiner Funk Unit quer durch die Welt und legte in diesen Jahren drei Alben mit seiner Band vor: Nach »Live in Montreux« erschien 1999 »5000 Miles« und im September 2001 das Album »Fonk da World«, das er auf dem ihm gewidmeten Drei-Tage-Festival in Hamburg zum ersten Mal live präsentierte. Die "groovende Truppe, die junge Leute zu Tanz-Ekstasen animiert und die auch von ergrauten Jazz-Snobs ernst genommen wird" (Spiegel) bewies allerorten, dass sie heute "zu den besten Funk-Bands Europas" zählt. (Stereo).

Als künstlerischer Leiter des traditionsreichen Berliner JazzFests 2001 bot Nils Landgren eine kompakte Übersicht über aktuelle Stilrichtungen aus Skandinavien und wurde im Mai 2002 vom Schwedischen Komponisten-Verband mit dem »Tore-Ehrling-Preis« für seinen "herausragenden Beitrag zur Verbreitung schwedischer Jazzmusik in der ganzen Welt" ausgezeichnet.

Eine weitere Facette von Landgrens Vielseitigkeit zeigte sich bereits 1993, als er das Album »Ballads« einspielte, das 1999 in Deutschland erschien und auf dem er zum ersten Mal als einfühlsamer Balladen-Sänger zu erleben war. 2002 begab er sich mit der Einspielung  einer Reihe seiner Lieblingssongs auf eine »Sentimental Journey«, die von Publikum und Kritik enthusiastisch gefeiert wurde. "Davon wollen wir noch mehr", forderte das WOM-Journal und so setzte er 2003 diese Reise mit dem von ihm produzierten Album »I Will Wait For You« fort, auf dem er die schwedische Sängerin Rigmor Gustafsson - bereits als Gast von »Sentimental Journey« bekannt -  in den Vordergrund stellte und damit die Jazz-Charts in Schweden (Platz 1) und Deutschland (Platz 2) stürmte.

Nachdem sich Landgren 2004 nach fast zwei Jahren selbstverordneter „Funk-Stille“ wieder mit voller Kraft seiner Funk Unit gewidmet und mit dem inzwischen Platin-gekrönten »Funky Abba«-Album seine ganz persönliche Hommage an eine der größten Pop-Bands der Geschichte vorgelegt hatte, war er 2005 auf seinem gemeinsam mit Joe Sample, dem legendären Keyboarder von The Crusaders, entstandenen Album Creole Love Call erneut vor allem als Sänger zu erleben.

Im Dezember 2005 feierte Nils Landgren in einer Kirche in Stockholm Weihnachten mit seinen Freunden aus der skandinavischen Musikszene und erfüllte sich damit einen lang gehegten Traum. Diese einzigartige Live-Einspielung der glanzvollsten Weihnachtslieder vom Mittelalter bis zur Gegenwart, die im November 2006 sowohl als CD wie auch als DVD herauskam, wurde noch im Dezember mit Gold in Schweden und Deutschland ausgezeichnet und eroberte Platz 2 der Deutschen Jazzcharts: »Christmas With My Friends«. 2007 geht es wieder zurück zur Funk Unit. Das achte Funk-Album groovt ebenso mitreißend wie man es von den preisgekrönten Vorgängern gewohnt war: Denn Nils Landgren hat sie unbestritten - die »Licence To Funk«.

Prof. Stephan Diez

Gitarre

Stephan Diez, der in Berlin-Zehlendorf aufwuchs, und 1969 den Sommerjazzkurs in Remscheid besuchte, spielte 1973 mit der Krautrock-Band Agitation Free, trat aber auch mit Jazztrack auf. 1974 wurde er Mitglied von Harald Banters Mediaband. 1975 und 1976 spielte er in der Chris Hinze Combination. 1978 gründete er seine eigene Formation Mirrors mit Ack van Rooyen, Gary Todd, Todd Canedy, später Johannes Faber, Heiri Känzig und Lala Kovacev. Auch spielte er mit Zbigniew Seifert in der Band Variospheres. In den Folgejahren trat er europaweit mit diversen Bands, unter anderem mit Dieter Reith, auf und arbeitete seit 1980 als Studiomusiker, Komponist und Arrangeur in München. Ab 1987 begleitete er für drei Jahre Konstantin Wecker, ging aber auch mit Mercedes Sosa und Joan Baez auf Tour. Seit 1990 ist er Mitglied der NDR Bigband. Zugleich wurde er als Professor für Jazzgitarre an die Hochschule für Musik und Theater Hamburg berufen.

Ingo Lahme

Bassposaune

Ingo Lahme, geboren 1974, in Brilon (D) studierte Jazz-Bassposaune in Amsterdam (NL) bei Erik und Bart van Lier, sowie bei Dave Taylor in New York (USA). Von 1994-1997 war er Mitglied im BundesJugendJazzorchester und danach als freischaffender Studiomusiker in Köln tätig. Seit 2000 ist er festes Mitglied der NDR Bigband, Hamburg mit zahlreichen Auftritten im In- und Ausland.

Neben seinen Konzerten und Tourneen mit der NDR Big Band ist er auch immer wieder in kleineren Formationen zu hören. Er ist festes Mitglied des Trios "nanorange" sowie des Trios "Jörn Markussen Wulff's Autoritäten" und der vier Posaunen Gruppe "The Beastie Bones". In den letzten Jahren gab er verschiedene Workshops und Masterclasses z.B. in Barcelona (SPA), Sao Paulo (BR), Lissabon (P) und Benoni (RSA). Er spielte unter anderem mit Pat Metheney, McCoy Tyner, Michael Brecker, Randy Brecker, Al Jarreau, Bobby McFerrin, Joao Bosco, Joe Sample, Maria Schneider, Erika Stucky...

Gitarre

Nach dem Abitur studiert sie am Hilversumer Konservatorium in Holland, der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und im Anschluss daran mit einem Stipendium der Studienstiftung am Amsterdamer Konservatorium/NL. Von 2001-2003 lebt Hempel mithilfe eines DAAD Stipendiums in New York, studiert dort im Graduiertenprogramm der Aaron Copland School of Music am Queens College und schließt ihr Studium im Sommer 2003 mit dem "Master of Arts" ab.

Konzerttätigkeiten und CD-Aufnahmen führen sie ins In-und Ausland: u.a mit Steve Swallow, Herb Geller, Will Vinson, Seamus Blake, Rick Margitza, Nils Landgren, Wolfgang Schlüter, Ulita Knaus, der NDR Big Band, dem Jazzbalticaensemble, dem Bundesjazzorchester "Bujazzo" (Ltg. Peter Herbolzheimer) und der New Cool Collective Big Band/NL. Derzeit spielt sie u.a. bei Dan Gottshalls "Artful Earfull", Jonas Schoen Sextett, Herb Geller Quartet, Lutz "Hammond" Krajenski Group, "Burn", Jazzhaus Orchestra Hamburg, Buggy Braune Quintett, Kosmischer Souverän und ihrem eigenen neuen Projekt, dem Sandra Hempel 4-tett.

Marcio Doctor

Perkussion

In seiner Geburtstadt Buenos Aires studierte Marcio Doctor Percussion, Schlagzeug und Klavier, u. a. bei Mark Nauseef, Trilok Gurtu, Glen Velez und Trichy Sankaran.

Ob als Solist, festes Mitglied der NDR-Bigband oder als Studio/Livemusiker - Marcio ist ein vielgebuchter Musiker der bisher unzählige Musikgrößen begleitet hat, u. a. Künstler wie Gary Burton, Pat Metheny, Abdulah Ibrahim, Lionel Hampton, Maria Schneider, Kenny Wheeler, Michael Gibbs, Al Jarreau, João Bosco, Bobby McFerrin, Tim Hagans, Nils Landgren, Alex Acuña, Trilok Gurtu u.v.a .

Für seine Mitwirkung als Solist auf der CD "Some Skunk Funk" wurde Doctor mit einen GRAMMY AWARD ausgezeichnet. Als Komponist schrieb er Musik für verschiedene Jazz Ensembles, Theater, Film, Radio-Features und Zeitgenössischen Tanz.

Marcios künstlerische Entwicklung zeichnet sich besonders durch seine intensive Auseinandersetzung mit verschiedenen ethnischen Musiktraditionen aus. Er gehört zu einer neuen Generation von zeitgenössischen Percussionisten, die sich in einem breiten Spektrum von musikalischen Situationen zu Hause fühlen und dabei ihre eigene "Stimme" behalten.