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Oliver Schneller

 

« Acoustic Models and Composed Structures » 

Knowledge in psychoacoustics and acoustics can be useful and inspiring in the process of composition and the more these topics gain a foothold in conferences and universities the more interesting paths seems to emerge. In my talk I will focus on several examples of "applied psychoacoustics" in the categories of acoustic models and spatial polyphony both of which deal with uses of psychoacoustic criteria in composed musical structures. I will cite a few passages from the works of various composers and then focus on examples from my own work. 

 

Biographie 

Der 1966 in Köln geborene Komponist und Klangkünstler Oliver Martin Schneller studierte Musikwissenschaft an der Universität Bonn und Komposition am New England Conservatory in Boston und an der New Yorker Columbia University, wo er 2002 als Promotionsstipendiat seinen Doktor mit einer Arbeit über Musik und Architektur* abschloß und anschließend Computermusik und Psychoakustik unterrichtete. 

Das Thema Musik und Raum nimmt in seiner künstlerischen Arbeit einen zentralen Platz ein. Seit 1998 entstanden mehrere Werke für Instrumentalensemble und Elektronik, die sich mit verschiedenen künstlerischen und wissenschaftlichen Aspekten im Verhätnis von Musik/Klang und Architektur/Akustik auseinandersetzen. 

Beim Tanglewood Festival of Contemporary Music 1999 wurde seine Komposition für großes Orchester in drei Raumgruppen «Tightrope Dancer» zur Uraufführung gebracht. Beim Agora Festival 2002 in Paris, bei der «International Computer Music Conference» (ICMC) 2003 in Singapur und beim Alternativa Festival 2002 in Moskau wurde sein Werk «Five Imaginary Spaces» für Klavier und live-Elektronik aufgeführt. Es folgten Aufträge von Maerzmusik/Berliner Festspiele für Ictus, des Nouvel Ensemble modern aus Montréal (2002), des Pariser Ircam/Centre Pompidou, des Ars nova Festival des SWR, sowie von Radio France für neue Werke, die sich mit dem Verhältnis von Instrumentalklängen und architektonischem Raum befassen. Enge Zusammenarbeit u.a. mit dem Ensemble modern, dem Ensemble Intercontemporain, mit musikFabrik, Court Circuit und dem Kammerensemble Neue Musik Berlin. 

Für seine Arbeit erhielt Schneller zahlreiche Preise und Auszeichnungen, darunter den Fromm Foundation Award (Harvard University), zwei ASCAP Preise, den Boris Rapoport Kompositionspreis, den Robert-Starer-Award der City University of New York, ein Benjamin-Britten-Memorial Fellowship, eine Residency im Maison Heinrich-Heine Paris sowie zweimalig den amerikanischen Musikförderungspreis "Meet The Composer". 

Von 2002-2004 war Schneller am Ircam/Centre Pompidou als «compositeur en recherche» tätig im Rahmen eines Projektes zur Erforschung der Schallrichtungscharakteristika musikalischer Instrumente. 

2003 erhielt Schneller einen Forschungsauftrag des Haus der Kulturen der Welt in Berlin zum Thema "Raumkonzepte in aussereuropäischer Musik". Seit 2003 unterrichtet er ein Seminar über "Raumakustik und Psychoakustik für Komponisten" an der Universität der Künste in Berlin. 2004 leitete er am Institut für Neue Musik der Hochschule Hanns Eisler und der UdK einen Workshop für Komponisten über Lautsprecher-projektion in unterschiedlichen Räumen. 

2006-07 lebt Schneller als Stipendiat der Deutschen Akademie Villa Massimo in Rom. 

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