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Neue Stimmungen mit dem Bohlen–Pierce Projekt

Der Masterstudiengang Multimediale Komposition, der als erster Masterstudiengang an einer deutschen Musikhochschule gestartet ist, feiert sein 10-jähriges Jubiläum. Wie erfolgreich der Studiengang über die Jahre war, soll der Öffentlichkeit gezeigt werden. Dazu sind Aufführungen der Werke der mittlerweile weit über 20 Studierenden und Alumni im Rahmen von vier Konzerten mit vier uns nahestehenden Ensembles geplant. Außerdem haben wir unsere Freunde aus den instrumentalen Kompositionsklassen eingeladen, ebenfalls zu den Konzerten beizutragen.

 

Das Konzert findet am 15.02.2015 in Theater im Zimmer um 20 Uhr stat.

Eintritt: Frei

 

 

Grußwort

zum BP-Konzert vom 15. Februar 2015

Die Einladung, ein Vorwort zu dem heutigen Konzert zu schreiben, ließ mich daran denken, wie sich mein Umgang mit der Skala, die diesem Konzert zu Grunde liegt, im Lauf der Zeit geändert hat, oder vielleicht genauer, wie die Zeit meinen Umgang mit der Skala veränderte. Als ich vor gut vier Jahrzehnten diese 13-stufige Skala entdeckte, erging es mir zunächst wie Gollum mit seinem Ring. Ich hatte etwas gefunden, wovon niemand sonst wusste, und meine erste spontane Reaktion war, den Fund für mich zu behalten, ihn in aller Stille auszuwerten – einen „Schatz“, der nur mir gehörte. Mir wurde aber bald deutlich, dass ich damit nicht weit kommen würde. Ich begann zwar, eine elektronische Orgel zu bauen, damit ich meine Skala auch hören konnte, aber ich begriff, dass ich als Nichtmusiker schon gar kein Komponist sein konnte, dass es aber genau das war, was die Skala brauchte: Komponisten und Musiker, die deren Werke auch aufführten, mit Instrumenten, möglichst akustischen,  die noch gar nicht existierten.  Und so beschloss ich denn, noch ehe meine Orgel fertig war, mit meiner Entdeckung an die Öffentlichkeit zu gehen. Damit endete die erste, heimliche Phase meines Zusammenlebens mit der Skala.

Das war auch gut so, aus ganz verschiedenen Gründen. Zum einen, es war ein Befreiungsschlag, für mich und die Skala. So erst war ich in der Lage, meine Entdeckung halbwegs unbefangen zu betrachten. Zum anderen, sie wäre nicht lange mein Geheimnis geblieben. Zwei weitere, unabhängige Entdecker präsentierten die gleiche Skala jeweils wenige Jahre später – Kees van Prooijen und John Robinson Pierce. Besonders letzterem ist es zu verdanken, dass sie einem großen Kreis von Musik-Fachleuten nahegebracht wurde. Unter diesen war Georg Hajdu, der mit seinem Vorschlag, Klarinetten für die Skala zu entwickeln, die Herstellung akustischer Instrumente ins Rollen brachte. Gitarren wurden gebaut, Metallophone, exotische Saiteninstrumente, eine Panflöte. Zahlreiche Kompositionen entstanden, Musiker lernten, die neuartigen Instrumente zu spielen, viele Konzerte wurden veranstaltet, sogar ein mehrtägiges internationales Symposium, das ausschließlich der Bohlen-Pierce-Skala gewidmet war, wie sie jetzt hieß. Theoriegebäude wurden errichtet, Fachartikel und Dissertationen geschrieben, Vorlesungen und Kurse gehalten. Dieser Zeitraum prägte die zweite Periode meines Umgangs mit der Skala. Ich dachte, ich müsste dabei sein bei vielen dieser Aktivitäten, wollte mitmischen, erwartete, zumindest gefragt zu werden. Schließlich war es „meine“ Skala – oder nicht? Quasi atemlos versuchte ich, die Übersicht zu behalten, bis mir klar wurde, dass meine eigene Aufgabe längst erledigt war. Die Skala war nicht länger mein Eigentum; sie gehörte jetzt allen. Ich hatte sozusagen das Baumaterial geliefert; nun waren Architekten und Facharbeiter an der Reihe, daraus Bauten zu errichten.

Daraus resultierte die dritte, heutige Phase: ich kann mich gelassen zurücklehnen. Jetzt ist es für mich ein faszinierendes Erlebnis, lediglich als Beobachter zu sehen und zu hören, wie die Skala mehr und mehr ein Eigenleben entwickelt. Sie braucht mich nicht mehr, sie wird nun von anderen getragen. So sollte es auch sein, und von dieser Warte aus sehe ich dem Konzert heute Abend, das lauter neue Kompositionen bringt, mit entspannter Neugier entgegen.

Heinz Bohlen

 

 

 

—— Programm ——

 

TODD HARROP

Maelstrom

für zwei BP-Klarinetten und Gitarre

 

 

NORA-LOUISE MÜLLER

Morpheus

für drei BP-Klarinetten

 

 

ÁKOS HOFFMANN

Duo Dez

für zwei BP-Klarinetten und BP-Tenorklarinette

 

 

MANFRED STAHNKE

"Just Intonation in Bohlen-Pierce"
– ein klingender Essay

für BP-Tenorklarinette und
Viola in 7/3 Reinstimmung

 

 

 

HANS-GUNTER LOCK

Drei Fragmente

für BP-Altblockflöte, BP-Klarinette
und Digitalklavier

 

 

GORAN LAZAREVIC

Solar Wind 

für Akkordeon, Live Elektronik und Bratsche

 

 

BENJAMIN HELMER

Preludio e Passacaglia

für BP-Tenorklarinette, Kalimba,
Bratsche und Gitarre

 

 

GEORG HAJDU

Burning Petrol 

für drei BP-Klarinetten, BP-Gitarre, Kontrabass,

Keyboard, Kalimba, Tam-tam and Live-Elektronik

 

 

Todd Harrop, Maelstrom (2011/15)

My first visit to Germany was to perform a sketch of Maelstrom in the 2011 Klub Katarakt festival here in Hamburg. The festival theme was inspired by the short story “Descent into the maelstrom” by Edgar Allen Poe. I played a kalimba in BP tuning which had, however, too few notes for a full chromatic scale. My composition nonetheless capitalizes on this found scale and its harmonic potential, and the work is cast in an unabashed sonata form—with ‘tonic & dominant’ keys—modelled after Poe’s tale of voyage & return.

 

Nora-Louise Müller, Morpheus (2015)

In Morpheus, einem noch unvollendeten Stück für drei Bohlen-Pierce-Klarinetten, erforscht die Komponistin neben der besonderen BP-Harmonik Spieltechniken, die zwar sowohl auf der traditionellen Klarinette als auch auf der BP-Klarinette üblich sind, die sich aber auf beiden Instrumenten voneinander unterscheiden. Der Fokus liegt dabei auf der Fähigkeit der BP-Sopranklarinette zu einem fast stufenlosen Glissando und einigen einzigartigen Mehrklängen.

 

Ákos Hoffmann, Duo Dez (2015)

 

Manfred Stahnke,

"Just Intonation in Bohlen-Pierce" – ein klingender Essay (2015)

 

"19-limit Just Intonation" in BP führt hier dazu, dass sehr viele Zwischenstufen eingeführt werden, um die Restriktion der 13 Schritte pro 3/1 "Tritave" zu überwinden. Dies führt zu unregelmäßig großen Schritten um 30c. Virtuell werden so alle möglichen Intervalle bis zur Zahl 19 der JI erreicht, bei einer immer erkennbaren BP-Grundlage von 3/5/7/9.

 

Bohlen-Pierce is not really rich, when we only consider its 13 steps per 3/1 "tritave". On the contrary: The many "minor thirds" of this scale form a malicious "diminished seventh chord", only abortively hidden by the non–self-explanatory BP step of 146.3c in between.

 

I got the sensual experience on my viola that there is a way to overcome this restricted BP world: To use the very basic concept of BP (at least of Heinz Bohlen): the just interval 5/3 (just major sixth) together with 7/5 (one of the many tritones), forming 3/5/7 as fundamental harmonic concept, replacing the Zarlino idea of 4/5/6, our Just Intonation major chord. Spreading 3/5/7 to 3/5/7/9 was Bohlen's idea. Now further spreading it to a minuscule microtonality, is my idea.

Hans-Gunter Lock, Drei Fragmente (2014)

 

Das erste und dritte Fragment zeichnet sich durch dynamische Linienführung aus, welche im Sinne der diatonischen Bohlen Pierce (BP) Lambda Skale mit BP-Dreiklängen als vierstimmiger Satz modal harmonisiert wird. Kontrastierend hierzu erscheinen aber auch dissonante Akkorde, die oftmals aus gleichbleibenden Intervallen aufgebaut sind.

 

Das intermezzoartige zweite Fragment fällt durch seinen durchgehenden staccato-Ductus auf. Das dritte Fragment überrascht mit einem über zwei Tritaven auf- und abwärts pendelnden Klarinettensolo. In der zeitlichen Organisation werden gleichlange Takte wahlweise in 3, 5 oder 7 (Zahlen der BP-Frequenzverhältnisse) Schläge unterteilt, aus denen rhythmische Muster aus langen und kurzen Zeitdauern hervortreten.

 

Goran Lazarevic, Solar Wind (2015)

It touches many worlds, but stops at none.

 

Born as a didactic piece for interpreters, and an introduction to microtonal music in general and Bohlen–Pierce scale in particular, Solar Wind attempts to bridge the gap between the tempered system of accordion and the endless field of microtones that the viola has to offer by exploiting so called ‘pitch bending’ accordion technique in conjunction with various degrees of noise.

 

Benjamin Helmer, Preludio e Passacaglia (2015)

 

Preludio und Passacaglia färben die Bohlen–Pierce Skala in ihren gleichstufigen Tonschritten mit chromatischen Zwischenschritten ein. Somit streben die einzelnen Stimmen im Gesamtgewebe dringlicher zu den ihnen folgenden Tönen. Das Resultat sind zwei kleine Stücke in D (Moll), das allerdings anhand der fremden Intervalle nur als finale Harmonie richtig wahrgenommen werden wird.

 

Georg Hajdu, Burning Petrol (2015)

 

Burning Petrol ist ein Arrangement des “Poème, Vers la flamme” op. 72 von Alexander Skrjabin. Das Stück zeichnet sich durch eine Harmonik aus, die mit den Intervallen und Klängen der Bohlen-Pierce-Skala eng verwandt ist.  Die Übertragung, bei der nur unwesentlich in den Notentext eingegriffen wurde, fühlt sich tatsächlich organisch und keinesfalls gewollt an. Man könnte fast sagen, Skrjabin habe, den Worten Schönbergs bzw. Stefan Georges folgend, in diesem Stück "Luft von anderen Planeten gefühlt", dem BP-Planeten, dessen Lebensformen nur ungerade Zahlen kennen.

 

— Ensemble —

 

Yu-Ching Chao – BP-Altblockflöte

Lin Chen – Kalimba und Tamtam

Ákos Hoffmann – BP-Sopranklarinette

Andrej Koroliov – Digitalklavier / Keyboard

Goran Lazarevic – Akkordeon und Live-Elektronik

Nora-Louise Müller – BP-Tenorklarinette

Carola Schaal – BP-Sopranklarinette

Manfred Stahnke – Bratsche/Viola

Tair Turganov – Kontrabass

Melle Weijters – 41-ton Gitarre

 


—— Lebensläufe ——

 

Yu-Ching Chao – BP-Altblockflöte

Yu-Ching Chao wurde 1990 in Taichung, Taiwan geboren. Sie bekam mit sieben Jahren ihren ersten Blockflötenunterricht. Seit 2009 studiert sie Blockflöte bei Prof. Peter Holtslag an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.

Sie war mehrmals Preisträgerin des Nationalen Musikwettbewerbes in Taiwan. Außerdem erhielt sie Anfang 2014 den 2. Preis beim Festivalwettbewerb Nordhorn, Deutschland und später im Jahr assistierte sie Prof. Bart Spanhove (Leuven, Belgien) bei einem Meisterkurs in Lyme Regis, England.

Als Blockflötistin hat Yu-Ching ein weites Repertoire vom Mittelalter bis zur modernen Musik.

 

Heinz Bohlen – Researcher

Heinz Bohlen was born in 1935 at Krefeld in the Lower Rhine region. In 1961 he graduated from the Technical University Aachen (RWTH) with the equivalent of a M.Sc. degree in electrical engineering. Until 2004 he worked for leading companies in the vacuum electron device business in Germany, the UK and the USA as a scientist and in engineering management. He is author and co-author of numerous publications and he holds several patents in that area.

In the early 1970s, a friend at the HfMT in Hamburg introduced him to members of his class. The reason: they needed to make free-of-charge recordings of their concerts. This task not only opened Bohlen’s ears for music. It also confronted him with a question that his musician friends were reluctant to answer: Why was all this music using a scale that contained 12 exponentially growing steps within the compass of an octave? In the attempt to solve this mystery he discovered in 1972 an alternative scale that filled the framework of the perfect twelfth with 13 steps. Fifteen years later, somebody named this scale Bohlen–Pierce.

 

Lin Chen – Kalimba, Schlagzeug

Lin Chen wurde in Nanjing, China geboren. Seit 2006 lebt sie in Deutschland, wo sie zunächst an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar studierte und 2011 in Hamburg ihr Studium mit dem Konzertexamen mit  Auszeichnung bei Prof. Cornelia Monske abschloss. Im November 2009 erhielt sie den Masefield-Studienpreis, im März 2010 ein Stipendium der Berenberg-Bank.

Viele Auftritte als Solistin mit verschiedenen Ensembles und Orchester (u.a. International Mahler Orchestra) führten Lin Chen u.a. nach China, Japan, Hong Kong und Europa. 2015 arbeitete und spielte sie als Solistin unter der Leitung von Tan Dun Water Passion.

 

Georg Hajdu – Komponist

Georg Hajdu lebt in Hamburg und unterrichtet multimediale Komposition an der HfMT Hamburg. 

 

Todd Harrop – Komponist

Der Kanadier Todd Harrop hat Musik und Theater studiert, danach hat er als Schlagzeuger und Schauspieler u.a. in Ontario und Québec gearbeitet. Er hat schon ein paar Stücke in der BP Stimmung geschrieben, die in Boston, Toronto, Montreal, Hamburg und Maribor aufgeführt wurden. Seit 2013 wohnt er in Lübeck. Er ist Promovend an der HfMT und Stipendiat der Claussen-Simon-Stiftung.

 

Benjamin Helmer – Komponist

Benjamin Helmer (*1985) studierte von 2007 bis 2013 Komposition bei Prof. Sidney Corbett in Mannheim, wo er das Studium mit Diplom abschloss. Seit 2013 setzt er sein Kompositionsstudium bei Prof. Manfred Stahnke an der HfMT Hamburg fort und arbeitet als freischaffender Komponist.

 

Ákos Hoffmann – Komponist, Klarinette

als Sohn einer Musikerfamilie geboren, studierte in der Klarinettenklasse von Prof. Sabine Meyer und Prof. Reiner Wehle an der Musikhochschule Lübeck und beendete sein Studium mit dem Konzertexamen an der Musikhochschule Hamburg mit Auszeichnung.

Sein künstlerisches Hauptbetätigungsfeld sind, neben Konzerten mit der Bohlen-Pierce-Klarinette, die von ihm gegründeten Ensembles Trio DeVienne, Salon Del Mar und Swing'in Word, für die er auch Deutschlandweit als Instrumentalist, Moderator, Komponist und Arrangeur tätig ist.

Sein erstes großes Orchesterwerk als Komponist "Die kleine Meerjungfrau" wurde 2014 vom Kieler Philharmonischen Orchester uraufgeführt und wird vom Berliner Verlag Ries & Erler verlegt.

 

Andrej Koroliov – Klavier

Andrej Koroliov lebt und arbeitet als freischaffender Komponist und Pianist in Hamburg.  Als Pianist konzertiert er sowohl solistisch als auch mit dem Decoder Ensemble, dessen Gründungsmitglied er ist.

 

Goran Lazarevic – Komponist, Akkordeon

Goran Lazarevic was born in Kragujevac (Serbia) in 1980. He graduated in classical accordion at Universität der Künste in Belgrad – Fakultät der Musikalischen Künste with prof. Radomir Tomic. Kontaktstudium – Neue Kompositionstechniken at the Hochschule für Musik und Theater Hamburg with Prof. Helmut W. Erdmann and is currently enroled in M.A. Multimediale Komposition with Prof. Georg Hajdu and Prof. Manfred Stahnke.

He performed in Hamburg, Bayreuth, Hannover and Lüneburg and worked with artists from Syria, Palestine, UK, Germany, Canada and China. His current interests lie in live-electronics, brain-computer-musical-interfaces and working with the sound on a micro-level.

 

Hans-Gunter Lock – Komponist

Hans-Gunter Lock (*1974) ist Komponist und Musikwissenschaftler. Seit 2000 lebt er in Estland. Sein Schaffen reicht von elektronischer Musik über Kammermusik bis hin zu interdisiziplinären Kunstprojekten. In letzter Zeit interessiert er sich vor allem für mikrotonale Tonhöhenorganisation, wobei die theoretische und kompositorische Beschäftigung mit der Bohlen-Pierce Skala einen besonderen Stellenwert einnimmt.

Er studierte in Leipzig Musiktheorie, in Tallinn Musikwissenschaft an der Estnischen Musik- und Theaterakademie (EMTA) und multimediale Komposition an der HfMT Hamburg. Seit 2002 unterrichtet er an der EMTA die Fächer Klangsynthese, algorithmische Komposition und mikrotonale Musik und bildet sich derzeit im Fach Komposition im künstlerischen Doktorstudiengang fort.

 

Nora-Louise Müller – Tenorklarinette

Nora-Louise Müller ist als Interpretin und Dozentin für zeitgenössische Klarinettenmusik in Europa und Nordamerika gefragt. Ihre Auftritte wurden mehrfach in der Reihe NDR – das neue Werk vom Rundfunk aufgezeichnet. Nora ist gern gesehene Künstlerin bei Festivals, zuletzt Festival (DA)(NE)S (Maribor, Slowenien), Microfest (Amsterdam), klub katarakt (Hamburg) sowie chiffren – kieler tage für neue musik. Mehrfach wurde sie als Gastdozentin zu Vorträgen und mehrtägigen Meisterkursen am Conservatoire de musique de Montréal eingeladen. Reisestipendien des Goethe-Instituts ermöglichten ihr Gastspiele in Boston (USA) und Toronto (Kanada) sowie einen Arbeitsaufenthalt am kanadischen Banff Centre for the Arts.

 

Carola Schaal – Klarinette

Die 1982 in Tübingen geborene Klarinettistin Carola Schaal schloss 2009 ihr Master-Studium bei Prof. Alexander Bachl an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg ab. Konzertreisen führen sie nach China, Chile, in die USA und Mexiko.

Gemeinsam mit dem Komponisten und Pianisten Moritz Eggert tritt sie als
Duo auf.

Bei dem jüngst für Aufsehen erregenden Ensemble aus Hamburg namens Decoder ist Carola ein Gründungsmitglied. Decoder wird u.a. durch die Kulturbehörde Hamburg und die Rusch-Stiftung gefördert.

Von 2011 bis 2013 war sie Stipendiatin der Anni-Taube-Stiftung Hamburg. Ihren ersten Meisterkurs für Klarinette gab sie ihm Rahmen des XIV. Festival Internacional de Música Contemporánea in Santiago de Chile im vergangenen Jahr.

 

Manfred Stahnke – Komponist, Bratsche

Manfred Stahnke ist Komponist, Improvisator, auch Musikschriftsteller. Im Hamburger TonArt Ensemble improvisiert er auf seiner Viola, bewegt sich dort aber auch hin zu Mischformen - wie in dem heute zu hörenden Duo "JI in BP..." - zwischen Komposition und Improvisation.

 

Tair Turganov – Kontrabaß

In 2012 he graduated from the Moscow Tchaikovsky Conservatoire, where he studied with Professor Rustem Gabdullin. Currently he is receiving Master Degree at Hochschule für Musik und Theater Hamburg with lecturer Jens Bomhardt. 

T. Turganov won several  prizes in the Republican and International competitions (1999, 2002, 2006 etc.).

From 2008-2012 he was working at the Moscovia Chamber orchestra, the Moscow CIS Youth Symphony Orchestra and the Moscow Chamber orchestra.

 

Melle Weijters – Gitarre

Melle Weijters (1981) studied Jazz guitar at the Conservatory of Maastricht (NL). He graduated cum laude in 2005 and established a profound reputation as a modern jazz player. In pursuit of improvisational freedom, he started experimenting with various alternative tuning systems. He commissioned the build of two unique instruments: a fretless 10-string electric guitar and a 41-tone variant. As of january 2013, he is ‘artistic collaborator’ at the Huygens-Fokker Foundation, centre for microtonal music in Amsterdam. 

 

Autor: Todd Harrop

Datum: 04.02.2015