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Die Hochschule für Musik und Theater Hamburg erhält Wellenfeld-Syntheseanlage

Datum: 30.06.2010

 

DIE HOCHSCHULE FÜR MUSIK UND THEATER HAMBURG ERHÄLT WELLENFELD- SYNTHESEANLAGE

Als zweite Musikhochschule in Deutschland erhält die Hamburger Hochschule für Musik und Theater eine Wellenfeldsyntheseanlage. Bei der Wellenfeldsynthese (WFS) handelt es sich um ein revolutionäres Beschallungsprinzip, mit dem sich Wellen erzeugen lassen, die Schallquellen punktgenau abbilden können. Auf diese Weise erlebt man den Schall nicht als von Lausprechern ausgehend, sondern von einem bestimmten Punkt im Raum. MIt anderen Worten könnte eine Geige im Konzert virtuell auf dem Schoss des Nachbarn platziert werden, ohne dass diese sich physisch dort befinden muss. Man spricht daher, in Analogie zur visuellen Holographie, auch von Holophonie. Die Anlage, die im Zusammenarbeit mit der TU Berlin konzipiert und gebaut werden soll, ist für den mobilen Gebrauch ausgelegt, so dass sie in der Zukunft auch an anderen Orten für Konzerte und Installationen genutzt werden kann. Die TU Berlin besitzt in einem ihrer zentralen Hörsäle übrigens die weltweit größte WFS-Anlage. Die HfMT plant die Anlage für interessierte Komponisten und Musiker zugänglich zu machen, die an Raumklangbewegungen interessiert sind. Außerdem erlaubt sie im Zusammenhang mit dem Gigabit-Internetzugang der Hochschule die Abbildung entfernter Räume, so dass etwa der Klang einer Kirchenorgel oder eines entfernten Orchesters von der WFS realistisch dargestellt werden kann und dadurch ein anderes Musik-Erleben möglich wird. Anfragen an Prof. Dr. Georg Hajdu oder Sascha Lemke

Autor: Georg Hajdu