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Allgemeine Informationen:

Art des Studiums: Masterstudiengang
Regelstudienzeit: Vier Semester
Abschluss: Master of Arts in Dramaturgy
Studienbeginn: jährlich zum Wintersemester
Bewerbungsschluss: 1. April (Online-Bewerbung), 4. April (vollständige Bewerbung)
Leitung: Prof. Sabina Dhein

Das Berufsbild der Dramaturgie hat sich in den letzten Jahren mit der Veränderung der Theater und der Theaterästhetiken erweitert und verwandelt. Trotz der weiter sinnvollen Berufsbezeichnungen Schauspieldramaturg/in und Musiktheaterdramaturg/in bestimmen sich die Berufe durch die wachsende Bedeutung des Bewegungs- und Tanztheaters, durch die vielfältigen Medieneinsätze, durch die Nähe zur bildenden Kunst und durch eine nicht-literarische, performance-ähnliche und experimentelle Theaterpraxis immer wieder neu: widersprüchlicher, kommunikativer und anspruchsvoller zugleich. Dramaturgie heute ist zum einen Produktionsdramaturgie, also die intensive künstlerische und wissenschaftliche Mitarbeit bei der Konzeption und Erarbeitung von Inszenierungen und Projekten, zum anderen aber auch zunehmend Management und die publizistische, mediale Außendarstellung der Theaterpraxis.

Um auf dieses erweiterte Tätigkeitsfeld vorzubereiten, reicht ein nur theoretisch-wissenschaftliches Studium nicht aus. Daher ist der Masterstudiengang Dramaturgie als eine theoretisch-künstlerische Ausbildung angelegt, die von integrierter Praxis begleitet wird. Die Theaterakademie Hamburg stellt dabei eine größtmögliche inhaltliche wie praktische Nähe zu den Bachelor Studiengängen Regie Schauspiel und Regie Musiktheater sowie zu den Ausbildungen Schauspiel, Gesang und Oper her.
Grundlegende Kenntnisse der Theater- und Dramengeschichte, Befähigung zur Reflexion und Kontextualisierung aktueller ästhetischer Fragestellungen und zur kompetenten Analyse von Texten und Inszenierungen sind Teil der wissenschaftlichen Ausbildung. Dazu kommt die erlebte, mitgestaltete, intensiv beobachtete Praxis sowohl in der Begleitung der Regieausbildung der Theaterakademie, d.h. in der dramaturgischen Mitarbeit bei den Studienprojekten wie den Abschlussarbeiten, wie in dem externen Praktikum in den kooperierenden Theatern.
Neben dem Handwerk des dramaturgischen Arbeitens werden Fragen des Bühnen-, Vertrags- und Verlagsrechts sowie der Betriebskunde vermittelt; der ständige Kontakt mit Bühnenschaffenden und das integrierte Praxissemester machen mit den Strukturen der Theater vertraut; durch die Teilnahme an Produktionen der Theater wird die Fähigkeit zur Betreuung einzelner Produktionen geschult und wichtige Erfahrungen wie Kontakte gesammelt-

Der Masterstudiengang Dramaturgie der Theaterakademie Hamburg vermittelt theoretische und praktische Voraussetzungen für den Beruf des Dramaturgen. Zur erfolgreichen dramaturgischen Arbeit gehören folgende Aufgaben und Kompetenzen: 
Vermittlung zwischen Regisseur, Schauspielern, Musikern, Autor, Publikum, Theatertechnik, Verwaltung und Theaterleitung
wissenschaftliche Vorbereitung und künstlerische Mitgestaltung von Inszenierungen in Schauspiel, Musiktheater und Projekttheaterformen
Stücklektorat (Bearbeitung einer Spielfassung/Übersetzung)
kreative Mitgestaltung des täglichen Probenprozesses
Programmheft, Außendarstellung der Theaterpraxis 
Programmplanung eines Hauses (Spielplan-, Reihen-, Festivalkonzeption) 
Öffentlichkeitsarbeit (Marketing, theaterpädagogische Aktivitäten etc.).

Die zu vermittelnden Voraussetzungen dafür sind:
fundierte Kenntnisse der Geschichte des Theaters und der dramatischen Literatur
Kompetenz in der theaterwissenschaftlichen Analyse von Texten und Inszenierungen
Verständnis für neue Spielformen und fortgeschrittene ästhetische Theorie
Beurteilungskompetenz in allen Fragen, die den Produktionsprozess betreffen (Bühne, Kostüme, Licht etc.)
die Fähigkeit, zwischen den am Produktionsprozess Mitwirkenden (Künstlern, Theaterleitung, Verwaltung, Technik) kreativ zu vermitteln.