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Die lustige Witwe

Operette von Franz Lehár

MUSIKALISCHE LEITUNG Willem Wentzel

REGIE Philipp Himmelmann

BÜHNE Lani Tran Duc

KOSTÜME Hannah Barbara Dittrich und Florian Parkitny

ES SINGEN die Sängerinnen und Sänger der Opernklasse - Marina Ber, Signe Ravn Heiberg, Andreas Heinemeyer, Zak Njoroge Kariithi, Christian Lange, Cheng Li, Geng Li, Ying Ma, Timo Rößner, Na-Rea Son, Axel Wolloscheck u.v.a.

ES SPIELEN die Hamburger Symphoniker

A-Premiere

So 24.5.2015 18.00 Uhr

B-Premiere

Di 26.5.2015 19.30 Uhr

Weitere Vorstellungen

Mo 1.6.2015 19.30 Uhr

Mi 3.6.2015 19.30 Uhr

Sa 6.6.2015 19.30 Uhr

Fr 12.6.2015 19.30 Uhr

Mi 17.6.2015 19.30 Uhr

Mo 22.6.2015 19.30 Uhr

Do 25.6.2015 19.30 Uhr

Theaterfabrik am Wiesendamm 24

(U-Bahn Saarlandstraße / S-Bahn Barmbek)

22305 Hamburg

Karten: 28 Euro, Schüler und Studierende ermäßigt 10 Euro (Studierende der HfMT 4 Euro)

kostenloser Einführungsvortrag jeweils 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn

 

Alte Liebe rostet nicht, sagt man. Die „lustige Witwe“ Hanna trifft auf einer Party ihren alten Bekannten Danilo wieder – verändert, aber so gar nicht nach ihrem Bild. Samthandschuhe hat diesmal eh niemand mitgebracht. Entsprechend herb wird der Ton zwischen den Gästen, wo zurechtgestutzt wird, was einem selbst nicht passt: Geschlechterkampf, die Libertinage der anderen und nicht zuletzt die Frage nach Geld oder Liebe. Das wird schwungvoll! Zu Franz Lehárs mitreißender Musik von 1905 tanzen und singen die Gäste Walzer, Märsche und Duette. Und alle schauen: Mit wem tanzt Hanna?

 

Mit Philipp Himmelmann inszeniert ein international renommierter Regisseur, der an den Staatsopern von Berlin, Dresden oder Hamburg ebenso große Erfolge gefeiert hat wie bei den Bregenzer Festspielen oder im Festspielhaus Baden-Baden, wo seine "Tosca"-Inszenierung als "die Oper aus dem Bond-Film" sogar Kinogeschichte geschrieben hat. Philipp Himmelmann ist frisch berufener Professor an der Theaterakademie Hamburg.

Curlew River - Fluss der Brachvögel

A Parable for Church Performance

Oper von Benjamin Britten

MUSIKALISCHE LEITUNG Matthias Mensching

REGIE Rahel Thiel

BÜHNE Frederike Malke

KOSTÜME Imke Ludwig

DRAMATURGIE Isabelle Becker

MIT Michael J. Connaire, Andreas Heinemeyer, Immanuel Klein und Tim Maas 

ES MUSIZIEREN kyōkai-Vokalensemble und Orchester

Premiere

Do 19.2.2015 20.00 Uhr

Nur zwei weitere Vorstellungen!

Fr. 20.2.2015 20.00 Uhr

Sa. 21.2.2015 20.00 Uhr

Kulturkirche Altona

(Bei der Johanniskirche 22 / Max-Brauer-Allee)

Karten: 5 bis 20 Euro

 

Alles ist klar und doch unklar. Ver-rückt in eine andere Welt und von der anderen ausgegrenzt. Wer kann von sich behaupten, normal zu sein? Während Wahnsinn ausgrenzt, kann Normalsein auch zur Fassade werden. Benjamin Brittens Kirchenparabel Curlew River bewegt sich zwischen diesen Wahrnehmungsgrenzen. Von einer in Japan erlebten Aufführung des Nō-Theaters fasziniert und inspiriert, schuf Britten eine eigene musikalische wie inhaltliche Übersetzung. Die Oper ist ein Konglomerat aus asiatischen, fremd anmutenden Klängen und Brittens expressiver Musiksprache. Er kreiert das Genre der Kirchenparabel, die nicht nur den Kirchenraum als Spielort vorgibt, sondern auch von seiner Auseinandersetzung mit den christlichen Ritualen zeugt. Ganz klar, so sagt Britten: „keine Oper im herkömmlichen Sinne.“

Abschluss-Inszenierung der Theaterakdemie Hamburg in Kooperation mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden/Studiengang Bühnenbild und Kostüm

Pressestimmen:

"Kirchenoper als fantastischer Psychothriller" - NDR 90,3

 

 

ab.WESEN.d – Opern von Mozart und Puccini

Saisoneröffnung junges forum Musik + Theater

 

 

Was ist das eigentlich für ein Ort, dieses Serail? Ein Gefängnis, der Inbegriff des Fremden – und doch ein Ort der Faszination und Versuchung. Wer dort hinkommt, blickt plötzlich anders auf seine gewohnte Welt, wird gezwungen, die eigenen Maßstäbe auf den Prüfstand zu stellen. Im Serail werden Erwartungen und (Vor-) Urteile entlarvt. Und schließlich wird Fremdes vertraut und Vertrautes fremd. Jungregisseurin Luise Kautz kreiert mit ihrer Dramaturgin Antonia Goldhammer für ihre gekürzte Version des Singspiels Die Entführung aus dem Serail von Mozart eigene Dialoge und lenkt den Blick ganz auf die emotionalen Entwicklungen und Zustände der Figuren.

Puccinis Oper Suor Angelica – Herzstück des berühmten Il Trittico – wird am selben Abend in ganzer Länge, jedoch in einer Bearbeitung für Kammerorchester auf die Forumsbühne gebracht. Die musikalische Fassung hat, wie schon bei Mozarts Entführung der junge Komponist Steven Tanoto eigens für diese Inszenierung geschaffen. Nachwuchsregisseur Sebastian R. Richter verspricht, in seiner Deutung das vorgegebene Ambiente eines Klosters zu verlassen. Die verblüffenden Naturbilder des Librettos inspirieren ihn zu einer bewusst kitschfreien und dennoch assoziationsreichen Neubetrachtung der Puccini-Oper. In einer sterilen Welt, die geprägt ist von Kontrolle, Überwachung und Disziplinierung, lebt Angelica gemeinsam mit einer Gruppe anderer Frauen, von ihrer Familie verbannt. Das Team beleuchtet das Aufbrechen der Grenzen zwischen den Welten, die hier aufeinander prallen. Die Natur erobert zurück, was der Mensch verzweifelt versucht, unter seine Kontrolle zu bringen – auch und vor allem sich selbst. Die Oper Suor Angelica war Puccini die liebste unter den drei Einaktern seines Il Trittico. Reminiszenzen an seine frühe Zeit als Kirchenmusiker fügen sich mit lyrischen Passagen zu einer musikalischen Mosaikstruktur, die im Laufe der Oper immer mehr aufbricht. Am Ende steht eine Apotheose der Entgrenzung zwischen Leben und Tod, Bewusstsein und Kontrollverlust.

Vor ihren großen Abschlussinszenierungen bekommen die jungen Regisseure der Musiktheater-Regie in mehreren Projekten die Möglichkeit, ihre Arbeit einem interessierten und begeisterten Publikum zu präsentieren. Nach dem Erfolg des Remis überschriebenen Studienprojekts III mit Opern von Monteverdi und Janáček im Herbst 2013 eröffnet auch die Spielzeit 2014/15 wieder mit einem experimentierfreudigen Opern-Doppelabend. Diesmal unter dem Motto „ab.WESEN.d“.

Über die Premiere im Forum schrieb das HAMBURGER ABENDBLATT: "Luise Kautz wählte für ihre 'Entführung' eine radikale Lösung; sie verwandelte das Haremsdrama in eine Art szenischen Liederabend. Anstelle der gesprochenen Zwischentexte wurde in Kautz' Fassung nur sehr fantasiefördernd gestöhnt, geächzt, gekichert. Die Substanz des Dramas offenbarte sich in Lauten, Gesten und Musik. Wobei selbst die Musik mitunter in wollüstigen oder verzweifelten Naturlauten überging und Svenja Liebrecht (Konstanze) und Luise Hansen (Blonde) die eine oder andere Koloratur bewusst bis an die Grenze des Schreis führten. Tim Maas gab dazu den Osmin als stimmlich sehr virilen Möchtegern-Metrosexuellen; Timo Rössner glänzte darstellerisch und sängerisch als Pedrillo. Himmlische Erlösung auf der Opernbühne kann eigentlich nur kitschig werden; dass 'Suor Angelica' als Drama trotzdem überzeugt, liegt an der Musik. Puccinis Klänge sind so voll überfließender Wärme und Mitgefühl für die Protagonistinnen, dass sie jede kalte Skepsis auftauen müssen. Bei Anna Milkukova und ihrem Studentenorchester war Puccinis Musik dabei in den allerbesten Händen. Hinzu kam ein sängerisch gutes Ensemble mit Helena Castro Ferreira (Angelica) und Ágnes Kovás (Principessa) als herausragende Protagonisten."

 

Wolfgang Amadeus Mozart

Die Entführung aus dem Serail

gekürzt, in einer musikalischen Fassung von Hanne Franzen

MUSIKALISCHE LEITUNG Hanne Franzen

REGIE Luise Kautz

BÜHNE Lani Tran-Duc

KOSTÜME Hannah Barbara Dittrich

DRAMATURGIE Antonia Goldhammer

MIT Edwin Joseph Cotton, Luise Hansen, Svenja Liebrecht, Tim Maas und Timo Rößner

 

Giacomo Puccini

Suor Angelica

in einer musikalischen Fassung von Steven Tanoto

MUSIKALISCHE LEITUNG: Anna Milukova

REGIE Sebastian R. Richter

BÜHNE Malina Raßfeld

KOSTÜME Florian Parkitny

DRAMATURGIE Nele Winter

MIT Vera Alkemade, Jessica Bertram, Helena Castro Ferreira, Anika Eiben, Àgnes Kovács, Réka Kristóf, Pauline Schönleben und Qi Wang

Premiere

Do 16.10.2014 19.30 Uhr (Die Premiere ist ausverkauft!)

Nur zwei weitere Vorstellungen!

Sa., 18.10.2014 19.30 Uhr (Die Vorstellung ist ausverkauft!)

So., 19.10.2014 19.30 Uhr

 

Forum der Hochschule für Musik und Theater Hamburg

Karten: 18 Euro, Schüler und Studierende ermäßigt 9 Euro (Studierende der HfMT 4 Euro)