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Samstag, 28.01.17  18:00   St. Johannis Eppendorf

Magnificat

Bachelorabschluss Komposition von Jonathan Sievers
(Klasse Prof. Fredrik Schwenk)

Der Kompositions- und Kirchenmsikstudent Jonathan Sievers präsentiert im Rahmen seiner Abschlussprüfung eine Magnificat-Vertonung in 10
Sätzen für Chor, Soli, Streichorchester, Klavier und Orgel.
Das Magnificat – der Lobgesang der Maria – gehört zu den Cantica – den Psalmen des Neuen Testaments und beschreibt in seinen verschiedenen
Versen die zentralen Aspekte des christlichen Glaubens. Maria verleiht ihrer Freude über die baldige Geburt ihres Sohnes in dem Gesang
Ausdruck.
Eine zentrale Rolle bei der Komposition des Stückes hat der Aspekt des Geheimnisses gespielt. Es geht nicht nur um das Wunder der jungfräulichen Empfängnis, das Maria besingt, sondern vor allem um das Wunder der Geburt eines neuen Menschen, losgelöst von christlichen
Glaubenssätzen.
In der Komposition wird dieser Aspekt des göttlichen Geheimnisses durch ein längeres Orchestervorspiel erlebbar gemacht. Der erste Vers
„Magnificat anima mea Dominum“ („Meine Seele erhebt den Herrn“) beginnt nicht etwa pompös, sondern in einer schlichten, der Gregorianik nachempfundenen Melodik, die polyphon ausgearbeitet wird.
Erst danach im „Et exsultavit“ hält freudiger Überschwang in die Komposition Einzug. Der Satz ist ein instrumental gedachter Scherzo,
der an Vorbilder aus dem 20ten Jahrhundert erinnert.
Ruhepunkte im Verlauf des Stückes bilden die beiden Bearbeitungen des Adventschorales „O Heiland reiß die Himmel auf“, bei denen der
Choraltext mit dem Text des jeweiligen Magnificat-Verses gleichzeitig erklingt.
Der letzte Satz „Sicut erat in principio“ beginnt mit einer bewegten Schlussfuge, welche die Virtuosität der Sänger und Instrumentalisten
auf die Probe stellt.
Im Chor und Orchester wirken StudentInnen der Hochschule für Musik und
Theater mit, unterstützt von Gästen.


Eintritt: frei