Deutsch
English
< zurück
07.12.2016 09:32 Alter: 112 Tage

DAAD-Preis 2016

Hector Docx, HfMT-Masterstudent in der Klavierklasse von Prof. Hubert Rutkowski, erhält den diesjährigen DAAD-Preis der HfMT. Die Preisübergabe findet am 15. Dezember 2016 in feierlichem Rahmen im Fanny-Hensel-Saal statt, Beginn ist 19 Uhr. Die Laudatio hält Fredrik Schwenk, Professor für Komposition an der HfMT.

Der britische Pianist Hector Docx wurde 1992 in Manchester geboren. Im Jahr 2015 schloss er den Studiengang „Bachelor of Music Klavier“ ab und begann direkt danach mit dem Studiengang „Master of Music Klavier“ in der Klasse von Prof. Hubert Rutkowski. Ihn interessieren viele verschiedene Facetten der Musik - nicht nur das Spielen, sondern auch das Komponieren, die Musikvermittlung, sowie die Moderation musikalischer Themengebiete. In diesem Zusammenhang beschäftigt ihn insbesondere die Frage: "Wie bringt man Musik, ob zeitgenössisch sowie klassisch, dem Publikum nahe?".  Für ihn ist das Thema des Jahres „Entdeckung“ gewesen,  die Entdeckung von etwas Neuem, sowie die Wiederentdeckung von etwas Altem. Im April hat er das Festival „Klang der Unruhe“ ins Leben gerufen. Es fand an zwei Abenden statt und hat sich der Wiederentdeckung des unbekannten russischen Komponisten Alexei Stanchinsky (1888-1914) gewidmet. Darüber hinaus wurden andere unbekannte Werken der russischen Avantgarde, die vor der Oktoberrevolution 1917 komponiert worden sind, aufgeführt. Hector Docx war es dabei wichtig, dass die Werke nicht nur gespielt werden, sondern dass das Publikum auch die Chance bekommt, sich mit den Werken und der Zeit auseinanderzusetzen. Demzufolge hat er, neben seine Auftritte als Pianist, die beide Abende moderiert,  um den Kerngedanken des Festivals: „Entdeckung und Bekanntheit in der Musik“ dem Publikum zu vermitteln. Dieses Thema liegt ihm sehr am Herzen, da er den Eindruck hat, dass es dem Publikum nicht bewusst ist, wie viele Faktoren eine Rolle in der „Klassischen Musik“ spielen, die über das Spielen des Werkes hinausgehen. Folgende Fragen wurden im Laufe des Festivals behandelt: Was macht einen Komponisten überhaupt bekannt? Was ist das Verhältnis zwischen Komponist und Musiker? Welche Verantwortung trägt der Musiker – welche das Publikum?

Der mit 1.000 Euro pro Hochschule dotierte DAAD-Preis, der seit mehr als zehn Jahren vergeben wird, soll dazu beitragen, den großen Zahlen ausländischer Studierender an deutschen Hochschulen Gesichter zu geben und sie mit Geschichten zu verbinden. Damit wird deutlich, dass jeder einzelne ausländische Studierende ein Stück von Deutschland in seine Heimat mitnimmt und etwas von sich in Deutschland lässt – eine Bereicherung für beide Seiten.
Die Studierenden, die über ihre jeweilige Gasthochschule einen solchen Preis erhalten haben, stehen für ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen aus der ganzen Welt. Sie sind künftige Partner für Deutschland in Wirtschaft, Politik und Wissenschaft.