Was sind Forschungsdaten?

Unter dem Begriff Forschungsdaten werden alle Arten von digitalen Daten zusammengefasst, die im Zuge wissenschaftlicher oder künstlerischer Forschungsarbeit entstehen oder deren Ergebnis sind. Das können beispielsweise numerische Daten, Interviewdaten, Audio- und Videoaufnahmen, Texte und Bilder, aber auch komplexe Daten wie AV-Inhalte, 3D-Objekte, Software und weiteres mehr sein. Konkrete Beispiele für Forschungsdaten, die typischerweise im Bereich der Musikforschung anfallen können, finden sich etwa im Positionspapier der Gesellschaft für Musikforschung zum Umgang mit Forschungsdaten.

Damit Forschungsdaten im Sinne der Offenen Wissenschaft (nach)genutzt werden können, müssen sie den so genannten FAIR Data-Prinzipien entsprechen. FAIR steht dabei für:

  • Findable, also auffindbar. Das kann zum Beispiel dadurch erreicht werden, dass ein Datensatz über einen bestimmten Identifikator (ISBN, DOI) eindeutig identifizierbar ist.
  • Accessible, also zugänglich. Forscher*innen müssen die Möglichkeit haben, einfach, schnell und möglichst von überall auf die Daten zugreifen zu können.
  • Interoperable, also interoperabel, das heißt, sie müssen durch Metadaten beschrieben sein, die bestimmten formalen Standards entsprechen.
  • Re-usable, also wiederverwendbar. Dafür müssen zum Beispiel ihre Herkunft und die Bedingungen ihrer Nachnutzung eindeutig gekennzeichnet sein.