Qualitätsmanagement

Qualitätsmanagement zum Gegenstand einer Institution zu machen, deren eigentliche Aufgabe es ist Qualität zu produzieren, erscheint zunächst fremd. Qualität, insbesondere künstlerische und musikalische Exzellenz, ist von Anfang an wohl das wichtigste Anliegen der Hochschule für Musik und Theater Hamburg (HfMT). Wozu dann Qualitätsmanagement?

Mit der Bologna-Reform befindet sich die Hochschullandschaft seit 1999 in einem kontinuierlichen Veränderungsmodus. Die damit verbundene Aufgabe der Programmakkreditierung von 2-stufigen und modularen Studiengängen wurde von der HfMT bis 2011 vollbracht. Das Akkreditierungssiegel bedeutet aber nicht Stillstand, sondern fordert zur Weiterentwicklung zu besten Lehr-Lern-Bedingungen auf. Deshalb begann die Hochschule damit, ihre qualitätssichernden Strukturen und Prozesse zu optimieren, zu dokumentieren und sich auf den Weg zur Systemakkreditierung zu machen. Grundlage dafür ist das Qualitätsmanagementsystem der Hochschule. Und was ist Qualität?

Qualität ist ein mehrdimensionales Konstrukt. In der Bewertung von Qualität spiegeln sich Interessen und Erwartungen aus den unterschiedlichen Perspektiven aller in der Hochschule agierenden Menschen: Studierende, Lehrende und Personen aus Technik und Verwaltung, auch der externe Blick dazu. Sukzessive werden alle mit ihren Kenntnissen und Erfahrungen in die Evaluation mit eingebunden. Strukturen, Prozesse, Inhalte und Ergebnisse werden systematisch durch bewährte und neu konzipierte Evaluationsverfahren erfasst, analysiert und fließen in die Qualitätssicherungs- und entwicklungsprozesse ein.

Austausch und Unterstützung beim Auf- und Ausbau von Verfahren und Instrumenten bietet das 2012 gegründete und durch den Qualitätspakt Lehre noch bis 2020 geförderte Netzwerk der Musikhochschulen für Qualitätsmanagement und Lehrentwicklung, zu dessen Gründungsmitgliedern die HfMT Hamburg gehört. Die Netzwerkhochschulen haben sich zum Ziel gesetzt, neue Verfahren und Angebote eigens für die Bedürfnisse und Besonderheiten von Kunst- und Musikhochschulen zu konzipieren. Im Netzwerk sind für die HfMT Prof. Dr. Michael von Troschke und Nieves Kolbe vertreten.