Ab Koster neu

Wunderschöne "Hornsause"

Nach 39 Jahren Lehrtätigkeit an der HfMT wurde Prof Ab Koster am 20 Mai verabschiedet. Von den insgesamt 112 Horn-Studierenden, die er unterrichtet hatte, nahmen über 70 an der Feier teil – angereist aus ganz Europa, Asien und Australien

vom 27.05.2019

Der Empfang zur Verabschiedung war geprägt von Freude, Respekt, zwischenmenschlicher Wertschätzung und hatte eine außergewöhnliche Atmosphäre. Selbst die äußeren Umstände spielten bei diesem Ereignis mit. Aufgrund des fantastischen Wetters wurde die Veranstaltung spontan vom Mendelssohn Saal ins Freie verlegt.

In den Ansprachen aus den Reihen des Kollegiums und der so zahlreich erschienenen Alumni wurde wiederholt gewürdigt, dass Prof. Ab Koster nicht nur ein musikalisches, sondern auch ein menschliches Vorbild ist. Dafür, dass beides für einen exzellenten Unterricht Hand in Hand gehen muss, spricht auch die „Erfolgsquote“ des Niederländers: Stolze 94 Prozent seiner Studierenden haben eine Orchesterstelle bekommen und üben den Beruf des Musikers aus.

Musikalisch umrahmt wurde sie sowohl von einem großen Hornensemble mit insgesamt 40 Hörnern, sowie von einem Hornquartett mit Solohorn, gespielt von Ab Koster. Das Eröffnungsstück war die Komposition des ehemaligen Studenten Thomas Campbell "A Winter Fanfare" für acht Hörner, das - fünffach besetzt - vom Komponisten selbst dirigiert. natürlich durfte der "Abendsegen" aus der Oper Hänsel und Gretel nicht fehlen - das Herzstück eines jeden Hornisten, welcher die Feierlichkeit und die Besonderheit des Ereignisses musikalisch unterstrich.
Zum Ende des Empfangs wurde ein Gemeinschaftsgeschenk aller Studenten von 1980-2019 übergeben und ein Arrangement des Muppet-Show-Teams leitete beschwingt in den kulinarischen Teil im Fanny Hensel Saal über.

Zur Vita
Ab Koster wurde als Sohn eines holländischen Hornisten in Den Haag geboren. Sein Studium an der Königlichen Hochschule für Musik in seiner Heimatstadt schloss er mit dem ,,Prix d’Exellence“ ab. Anschließend setzte er seine Ausbildung in Deutschland an der Folkwang-Hochschule in Essen bei Hermann Baumann fort. Sein exzellentes solistisches Können zeigt Ab Koster nicht nur auf dem modernen Ventilhorn, sondern auch auf dem historischen Naturhorn. Die jahrelange Zusammenarbeit mit Jean-Pierre Rampal, Gustav Leonhardt und Frans Brüggen (Orchester des 18. Jahrhunderts) sowie viele Soloauftritte, Schallplatten-, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen in zahlreichen Ländern brachten ihm einen hervorragenden internationalen Ruf ein.