Historische Klavierimprovisation

  • Dozent: Prof. Volkhardt Preuss
  • Semester: Sommersemester 2022
  • Termin: nach Absprache
  • Raum: Blau 105 (Komposition, Theorie, Multimedia)
  • Dauer: eine Semesterwochenstunde
  • Inhalt: Unsere tradierte Musik ist durchwoben von einem Netz wiederkehrender Satzmodelle, die über Epochen und individuelle Stile hinweg da sind. Diese wollen wir am Instrument „begreifen“. Vor dem Hintergrund des Allgemeinen nehmen wir die besondere Ausprägung einer Zeit oder eines Komponisten wahr. Dabei steht weniger der Akkord im Mittelpunkt als die Melodie, die Bewegung beider Hände in der melodischen Fläche. Ziel ist es, deren Bewegungen untrennbar miteinander zu verknüpfen und sich so die Freiheit zu erarbeiten, große musikalische Zusam-menhänge fantasievoll und doch kontrolliert zu gestalten. Diese grundlegene Souveränität ist die Voraussetzung dafür, sich selbst immer wieder zu überraschen. Das ist keine lästige Störung des spielerischen Kontinuums, sondern inspirierende und manchmal auch humorvolle Bereicherung. Unsere Reise führt durch verschiedene Zeiten und Stile, wobei die eigene improvisatorische Kreativität sich in überlieferten Kompositionen wiederfinden darf. Die Nähe zu den Erfah-rungen im Literaturspiel, zum Generalbaß und auch zum liturgischen Orgelspiel ergibt sich so von selbst. Folgende Stile stehen zur Wahl: Clavierfantasie Mitte 18. Jh., Suite, Chaconne, Liedvariation Mozart/ Haydn, Choralbearbeitung und -partita Bachstil, Fuge, Fantasie Byrd/Sweelinck, Ländler (Schubert), Mazurka und Nocturne (Chopin), Intermezzo (Brahms), modale Improvisationsformen und Klaviersatzstudien (Debussy, Bartók).
  • Literatur: Arbeitsmaterialien werden zur Verfügung gestellt
  • Credits: 2 Creditpoints
  • Bemerkung: Voranmeldung erforderlich, der Unterricht findet größtenteils online statt.
    Voraussetzungen: Fortgeschrittene Kenntnisse in Tonsatz-Disziplinen. Ausreichende Fähigkeiten am Instrument. Gute Blattspiel-Fähigkeiten
  • Module: W-frei