„Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird es.“ II

  • Dozent: Prof. Dr. Ulrich Bitz
  • Semester: Sommersemester 2022
  • Termin: Siehe Aushang
  • Raum: Wiesendamm - Raum 1.12 (Seminarraum 1)
  • Dauer: 3 Semesterwochenstunden
  • Inhalt: Mit Blick auf die erbittert geführten Debatten über alltäglichen Sexismus und sexuelle Übergriffe im öffentlichen und privaten Raum bietet das Seminar Raum für den Austausch von und den Streit um Positionen. Seminarbegleitend erarbeiten die TeilnehmerInnen einen Monolog oder Dialog mit SchauspielerInnen, der die von ihnen im Seminar artikulierten Haltungen und Positionen im Rahmen einer Präsentation am Ende des Semester zu zeigen erlaubt. Ziel der Lehrveranstaltung ist es, die Studierenden mit Materialien für die kritische Reflexion der sie betreffenden gesellschaftlichen Verhältnisse zu versorgen.
  • Literatur: Primärtexte: Svende Merian: Der Tod des Märchenprinzen, Hamburg 1983; Catherine Millet: Das sexuelle Leben der Catherine M., München 2001; Virginie Despentes: Das Leben des Vernon Subutex I-III, Köln 2017-2019; Corinna T. Sievers: Vor der Flut, Frankfurt/M. 2019; Lisa Taddeo: Three Women / Drei Frauen, München 2020;Emma Cline: Daddy, München 2021; Antje Rávik: Blaue Frau, Frankfurt/M. 2021; Mithu M. Sanyal: Identti, München 2021; Lisa Taddeo: Animal, München 2021; Hengameh Yaghoobifarah: Ministerium der Träume, Berlin 2021.

    Sekundärtexte: Simone de Beauvoir: Das andere Geschlecht. Sitte und Sexus der Frau, Hamburg 1951; Naomi Wolf: Der Mythos Schönheit, Hamburg 1991; Lynn Hunt (Hrsg.): Die Erfindung der Pornographie. Obszönität und die Ursprünge der Moderne, Frankfurt / M. 1994; Elizabeth Haiken: Venus Envy. A History of cosmetic Surgery, Baltimore a. London 1997; Jakob Pastötter: Erotic Home Entertainment und Zivilisationsprozess: Analyse des postindustriellen Phänomens Hardcore-Pornographie, Wiesbaden 2003; Marie-France Hirigoyen: Die Masken der Niedertracht. Seelische Gewalt im Alltag und wie man sich dagegen wehren kann, München 2002; Pamela Paul: Pornified. How Pornography is damaging our lives, our relationships and our Families, New York 2005; Virginie Despentes: King Kong Theorie, Berlin 2007; Svenja Flaßpöhler: Der Wille zur Lust. Pornographie und modernes Subjekt, Frankfurt/M. 2007; Mithu M. Sanyal: Vulva. Die Enthüllung des unsichtbaren Geschlechts, Berlin 2009; Myrthe Hilkens: McSex: Die Pornofizierung unserer Gesellschaft, Berlin 2010; Catherine Hakim: Erotisches Kapital. Das Geheimnis erfolgreicher Menschen, Frankfurt / M. 2011; Natasha Walter: Living Dolls. Warum junge Frauen heute lieber schön als schlau sein wollen, Frankfurt 2012; Laurie Penny: Fleischmarkt. Weibliche Körper im Kapitalismus, Hamburg 2012; Hanna Rosin: Das Ende der Männer und der Aufstieg der Frauen, Berlin 2013; Volkmar Sigusch: Sexualitäten. Eine kritische Theorie in 99 Fragmenten, Frankfurt 2013; Barbara Vinken: Angezogen. Das Geheimnis der Mode, Stuttgart 2013; Faramerz Dabhoiwala: Lust und Freiheit. Die Geschichte der ersten sexuellen Revolution, Stuttgart 2014; Daniel Bergner: Die versteckte Lust der Frauen. Ein Forschungsbericht, München 2014; Christoph Joseph Ahlers: Vom Himmel auf Erden. Was Sexualität bedeutet, München 2015; Laurie Penny: Unsagbare Dinge. Sex, Lügen und Revolution, Hamburg 2015; Mithu M. Sanyal: Vergewaltigung: Aspekte eines Verbrechens, Hamburg 2016; Moira Weigel: Labor of Love. The Invention of Dating, New York 2016; Sandra Konrad: Das beherrschte Geschlecht. Warum sie will, was er will, München 2017; Laury Penny: Bitch Doktrin: Gender, Macht und Sehnsucht; Hamburg 2017; Elisabeth von Thadden: Die berührungslose Gesellschaft, München 2018; Caroline Fourest: Generation beleidigt. Von der Sprachpolizei zur Gedankenpolizei. Über den wachsenden Einfluß linker Identitärer, Berlin 2020; Stephanie Haerdle: Spritzen. Geschichte der weiblichen Ejakulation, Hamburg 2020; Heather Berg: Porn Work. Sex, Labor and Late Capitalism, North Carolina 2021; Svenja Flaßpöhler: Sensibel. Über moderne Empfindlichkeit und die Grenzen des Zumutbaren, Stuttgart 2021; Manon Garcia: Wir werden nicht unterwürfig geboren. Wie das Patriarchat das Leben von Frauen bestimmt, Berlin 2021; Lucy-Anne Holmes: Was wir lieben. Frauen reden über Sex, München 2021; Eva Illouz / Dana Kaplan: Was ist sexuelles Kapitel?, Berlin 2021; Katja Lewina: Sie hat Bock, Köln 2021; Amia Srinivasan: The Right to Sex, London 2021.
    Eine Auswahl der hier aufgeführten Primär- und Sekundärtexte wird in der Dropbox „Signaturen Theorie“ im Ordner „Sommersemester 2022“ in Auszügen zur Verfügung gestellt. Studierende, die noch keine Freigabe für „Signaturen Theorie“ erteilt bekommen haben, bitte ich, mit mir Kontakt aufzunehmen, damit sie zeitnah mit der Lektüre für das Seminar beginnen können. Darüber hinaus ist es bei Unklarheiten bezüglich der in den Sekundärtexten gebrauchten Terminologien ratsam, das Neowiki Studierenden der Theaterakademie Hamburg zu konsultieren. Dort findet sich mit Sicherheit der ein oder andere Begriff erläutert. Studierende, die noch nicht freigeschaltet sind, wenden sich bitte an mich, um Zugang zu erhalten.
  • Credits: 3 Creditpoints
  • Bemerkung: Voraussetzungen zum Erwerb von Leistungsnachweisen: Regelmäßige Teilnahme und Beiträge zu „Signaturen“, dem Neowiki der Theaterakademie Hamburg. Die Anzahl der zu verfassenden Beiträge richtet sich nach dem jeweiligen Semester, in dem sich die / der Studierende befindet. Jemand aus dem zweiten Semester geht mit zwei Beiträge als Leistungsnachweis an den Start. Wohingegen jemand im sechsten Semester als schon Fortgeschrittene/r mit sechs Beiträgen höheren Ansprüchen genügen muß, um sich seine Creditpoints sichern zu können.
  • Module: Th-3