Krieg und Musik – Analytische Perspektiven

  • Dozenten: Dr. Benjamin Sprick , Prof. Dr. Jan Philipp Sprick
  • Semester: Sommersemester 2022
  • Termin: Montags, 12:15–13:45 Uhr, Beginn: 04.04.2022
  • Raum: Fanny Hensel Saal
  • Dauer: 1.5 Semesterwochenstunden
  • Inhalt: Das Seminar fragt aus aktuellem Anlass nach der Rolle, die Musik in Kriegszeiten spielt, aber auch danach, inwiefern sich militärische Strategien in musikalischen Formen sedimentiert haben könnten. Leitend wird dabei die These des Medientheoretikers Friedrich A. Kittler, dass durch kriegerische Handlungen im Laufe der Geschichte immer wieder »übertragungstechnische Innovationen« forciert werden, die sich dann nach und nach auch in anderen gesellschaftlichen und kulturellen Sphären etablieren. Auf welche Weise hat der Krieg die Entwicklung der europäischen Musikgeschichte geprägt? Auf der Grundlage eines historischen Abrisses der Beziehungen von ›Krieg‹ und ›Musik‹ sollen im Seminar neben materialen Analysen und einzelnen Werkausschnitten auch aktuelle Phänomene der (digitalen) Popkultur diskutiert werden, die sich explizit gegen den Krieg und die von ihm ausgehende, zerstörerische Dynamik richten.
  • Literatur: Steve Goodman, Sonic Warfare. Sound, Affect, and the Ecology of Fear, Cambridge: MIT Press 2012; Hartmut Lück/Dieter Senghaas (Hg.), Vom hörbaren Frieden, Frankfurt am Main: Suhrkamp 2016; Friedrich A. Kittler, Aufschreibesysteme 1800/1900, München: Fink 2003; Silke Wenzel, Lieder, Lärmen, ›L’homme armé‹: Musik und Krieg 1460–1600, Neumünster: von Bockel Verlag 2017
  • Credits: 3 Creditpoints
  • Bemerkung: Eine ausführliche Materialsammlung, sowie ausgewählte Musikbeispiele werden zu Beginn des Seminars zur Verfügung gestellt.
    Anmeldungen bitte per Email an: Jan.sprick[at]hfmt-hamburg.de oder benjamin.sprick[at]hfmt-hamburg.de
  • Module: Mth-1-Instr-MM, W-frei, W-LA