Grafik.Schätzungen

Überschätzt - unterschätzt - geschätzt: Über (musikalischen) Geschmack lässt sich streiten

Ringveranstaltungen „Mensch I Musik I Gender“ XX

Geschmack und Werturteil in der Neuen Musik

Dienstag 22.01.2019 18:00
HfMT, Mendelssohn-Saal

Referentin: Dr. Julia Heimerdinger, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien

Bei kaum einer Kunstmusikrichtung scheinen Beliebtheit und musikwissenschaftliche Wertschätzung derart zu divergieren wie bei sogenannter Neuer Musik. Der Vortrag beschäftigt sich u. a. mit der Rezeption einiger bekannter Werke der 1950er und 60er Jahre. Mit welchen Argumenten wurde die Musik abgelehnt? Welche Beurteilungskriterien und ästhetischen Kategorien liegen musikwissenschaftlichen Texten und Analysen zugrunde? Mit von der Partie sind u. a. Theodor W. Adorno und Carl Dahlhaus, Pierre Boulez, György Ligeti und Karlheinz Stockhausen …

Julia Heimerdinger studierte Musikwissenschaft, Theaterwissenschaft und Psychologie in Berlin und promovierte 2013 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zum Thema Sprechen über Neue Musik. Eine Analyse der Sekundärliteratur und Komponistenkommentare zu Pierre Boulez’ Le Marteau sans maître (1954), Karlheinz Stockhausens Gesang der Jünglinge (1956) und György Ligetis Atmosphères (1961). Sie war u. a. als Programmassistentin im Musikbereich des Podewil Berlin – Zentrum für aktuelle Künste (1999–2002), als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der HfMT Hamburg (2007–2010) und als Lehraufträge an der TU Hamburg-Harburg (2008–2010) und der UdK Berlin (2014–2015) tätig. 2013–2015 leitete sie das Projekt „Archiv des Konzertlebens“ am Staatlichen Institut für Musikforschung in Berlin. Seit 2015 ist sie Universitätsassistentin (Postdoc) am Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen u.a. im Bereich der Musik des 20./21. Jahrhunderts und in der Filmmusik.

Eintritt frei