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Ein Quadratkilometer Weltkultur. Geschichten und Perspektiven auf Jerusalem - fällt aus

Ringvorlesung

"Jerusalem aus muslimischer Sicht (Arbeitstitel)" - Vortrag von N.N., Schura e.V.

Mittwoch 27.11.2019 18:00
HafenCity Universität Hamburg, Raum 150

Für viele Menschen ist die Stadt Jerusalem von unvergleichlicher Bedeutung, vorderhand für die drei monotheistischen Weltreligionen – Judentum, Christentum und Islam. Von der Machtübernahme durch den biblischen König David über die Eroberung durch die Römer und die Kreuzzüge im Mittelalter bis hin zu den aktuellen Konflikten verkörpert die Stadt eine einzigartige Geschichte. So überwältigt die „Heilige Stadt“ mit dem Glanz ihrer Geschichte und Architektur und zieht Menschen aus aller Welt an.

Kaum jemanden lässt diese Stadt in all ihrer faszinierenden, oft aber auch anstrengenden Vielfalt und Selbstwidersprüchlichkeit unberührt. Trotz alledem oder gerade deshalb wirkt die Stadt für die Hälfte der Weltbevölkerung als geistig-spiritueller Magnet, hier wird Geschichte geatmet.
Die Stadt besteht aus vielen kleineren Stadtteilen zusammen: Das Herz des historischen Jerusalems schlägt in der verwinkelten Altstadt, Ostjerusalem ist der arabisch geprägte Stadtteil mit dem Ölberg und Westjerusalem mit seinen jüdischen Stadtteilen ist der Sitz der israelischen Regierung. Hier findet sich auch die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Ganz im Westen liegt der Geburtsort Johannes des Täufers En Kerem.

In seiner Einzigartigkeit ist die Stadt für das Studium generale Programm des kommenden Semesters der Ausgangspunkt für unterschiedlichste Perspektiven der Betrachtung.
Mit direktem Bezug zur Stadt oder als Ausgangspunkt um über Kultur- und Kunstgeschichtliche Perspektiven nachzugehen. Die Blickrichtungen von Musik, Archäologie und Kulturgeschichte legen Schichten eines Ortes frei, der weit über Jerusalem hinausgeht und deren Bedeutung sich bis im Alltag hinein, in vielen Teilen der Welt wiederfindet.

Mit Rabiner Shlomo Bistritzky, dem ehemaligen Hauptpastors des Hamburger Michaelis Helge Adolphson und einem Vertreter der muslimischen Gemeinschaft werden die Positionen der Weltreligionen artikuliert. Die Kunstvermittlerin Marion Koch wird aus Ihrer Arbeit berichten wie der Dialog zwischen den oft sehr gegensätzlichen Positionen moderiert werden kann. Das Museum für Kunst und Gewerbe ist wie immer ein wichtiger kulturwissenschaftlicher Partner.

Eintritt frei

Die Vorlesungsreihe ist eine Kooperation von Hochschule für Musik und Theater Hamburg, HafenCity Universität Hamburg und der Universität Hamburg.

Koordination:
Prof. Frank Böhme, Hochschule für Musik und Theater Hamburg
Dr. Antje Helbing, HafenCity Universität Hamburg
Daniela Steinke, Dipl.-Theol., Zentrum für Weiterbildung, Universität Hamburg