Portrait.ThomasKöck
Foto: privat

ghost matters

Hamburger Poetikvorlesung von Thomas Köck

Freitag 18.10.2019 19:00
HfMT, Mendelssohn-Saal

ghost matters

nennt Thomas Köck seine Poetikvorlesung, die am Freitag, den 18. Oktober im Mendelssohn-Saal, der Hochschule für Musik und Theater stattfinden wird.

Wie agiert Sprache als Verständigungsmittel? Wie eigen ist die eigene Sprache? Wer spricht, wenn ich „ich“ sage?

Den Geistern, die in unsere Sprache bereits eingewoben sind, sie heimsuchen, forscht Köck nach: Sie sind für ihn keineswegs eine gespenstische Angelegenheit, sondern ein Fakt, konkret. Das zeigt sich z.B. in sozialen Automatismen, Prägungen, Interpretationen, Begriffen, Axiomen, die auch im Theater unsere Begegnungen bestimmen. Im Offenlegen dieser Geistererscheinungen liegt jedoch die Chance, das Andere, den Anderen in uns selbst zu erkennen- oder den Anderen, der uns in Frage stellt und dadurch zwingt, jedes Mal das Sprechen neu zu finden.

Im Theaterspiel wird dann ein Drittes hergestellt, repräsentiert?, oder besser: Es ereignet sich in der spielerischen Wieder- Holung. Im Geist der Gegenwart.

Thomas Köck gehört zu den wichtigsten Dramatikern der Gegenwart, seine Stücke werden am Burgtheater Wien, in Leipzig und am Nationaltheater Mannheim uraufgeführt. 1986 in Oberösterreich geboren, studierte er Philosophie in Wien und Szenisches Schreiben in Berlin. Neben zahlreichen anderen Auszeichnungen gewann er 2018 und 2019 den Mülheimer Dramatikerpreis, den bedeutendsten Preis für dramatisches Schreiben im gesamten deutschsprachigen Raum.

Es ist nach Kathrin Röggla, Wolfram Lotz und Ferdinand Schmalz bereits der vierte hochrangige Autor, der für die Theaterakademie Hamburg eine Poetik des Dramas erforscht.

Eintritt frei