Triadisches_Ballett_by_Oskar_Schlemmer
Foto: José Luiz Bernardes Ribeiro

Bauhaus reloaded

tänzerisch-musikalische Show zum Abschluss des Bauhausjahres

Samstag 30.11.2019 19:00
HfMT, Forum

Zum Abschluss der Festlichkeiten anlässlich des 100. Jahrestages der Gründung des Bauhauses findet eine musikalische, tänzerisch-performative Show im Forum der Hochschule statt.

Den Gründungsvätern des Bauhauses schwebte eine breitere Erneuerung vor: künstlerisch wie gesellschaftlich. Dazu zählt u.a. der berühmte, von Johannes Itten konzipierte Vorkurs und nicht zuletzt die Experimente der Bauhausbühne. Anfänglich auf das expressionistische Wort fokussiert (Lothar Schreyer) rückte später durch Oskar Schlemmer der Mensch im (Bühnen)Raum in den Mittelpunkt. Es entstanden viele experimentelle Choreographien wie der Stab- oder Gestentanz. Nebenher wurden diese Bauhaus-Tänze zu wichtigen Vorläufern von Performance-Kunst.

Am Bauhaus wurde zwar kein Musikunterricht erteilt aber die Musik diente auch der Gemeinschaftsbildung. Ob in Weimar oder Dessau, die Bildungseinrichtung pflegte all die Jahre ein intensives Verhältnis zur musikalischen Avantgarde der Zeit. Gertrud Grunow war die einzige ausgebildete Musikerin unter den Bauhausmeistern. In ihrer Harmonisierungslehre verknüpfte sie empfindungsbezogene Ausdrucksbewegungen mit den 12 Tönen der Tonleiter und integrierte dieses in den Vorkurs.

Besonders die Musik von Johann Sebastian Bach (Feininger, Klee) und die aktuellen Kompositionen (Hindemith, Antheil) wurden gehört, intensiv diskutiert und flossen in die künstlerischen Arbeiten der Bauhausmeister ein.

Das Bauhaus existierte 14 Jahre. Eine Zeit, die auch für die Entwicklung der Musik enorme Bedeutung hat. Hier liegen die Wurzeln der heutigen Avantgarde.

Unter der Leitung von Catrin Smorra, haben sich Studierende von den Tänzen Schlemmers inspirieren lassen und kreative Neuschöpfungen entwickelt.

Eintritt frei