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Musik auf der schwarzen Liste

Aus der Konzertreihe: "Musikalische Stolpersteine"

Samstag 25.04.2020 19:30
HfMT, Mendelssohn-Saal

Vor dem Hintergrund der Infektionsausbreitung des Coronavirus in Deutschland wird die Veranstaltung abgesagt.

Das Konzert 'Musik auf der Schwarzen Liste' der studentischen Initiative Culture Connects widmet sich 2020 zu 75 Jahren Ende des 2. Weltkriegs einem vergessenen Kapitel der Musikgeschichte: Einst ein Teil der pulsierenden Kulturwelt der Zwischenkriegszeit, heute nur ausgewählten Experten bekannt - Komponisten wie Szymon Laks oder Erwin Schulhoff gehörten zu den führenden ihrer Zeit und wurden nach 1933 entwürdigt, verboten und verfolgt.
Der eine überlebte als Leiter des Lagerorchesters von Auschwitz, der andere starb als Gefangener im KZ Wülzburg in Bayern - außergewöhnliche Schicksale, dennoch kaum rezipiert und selten gespielt, wie so viele Ihrer berühmten Zeitgenossen, die unter Verfolgung litten.
Die Musik jener Zeit lassen junge exzellente Künstler*innen aus Hamburg, Berlin, Bremen und Hannover wieder aufleben und erzählen ihre Geschichte in den historischen Räumen des Budge-Palais, einer jüdischen, in der NS-Zeit zwangsenteigneten, Kaufmannsvilla und Residenz des Reichsstatthalters der NSDAP bis 1945. Ihre letzten Bewohner*innen der Familie Budge kamen durch die NS-Verfolgung zu Tode. Daran erinnern zwei Stolpersteine vor dem Haus.

Die Konzertreihe 'Musikalische Stolpersteine' widmet sich ausschließlich verfemter oder 'entarteter' Musik. Werke von Szymon Laks, Erwin Schulhoff, Ernst Krenek, Witold Lutosławski, Olivier Messiaen uvm.

mit
Elizaveta Don (Hamburg) - Klavier
Alina Ohem (Hamburg) - Klassische Gitarre
Sebastian Berakdar (Berlin) - Klavier
Eduard Don (Hamburg) - Klarinette
Lev Kucher (Hannover) - Violoncello
Roman Ohem (Bremen) - Violine und Moderation

Eintritt: 15 EUR
ermäßigt: 10 EUR

Kartenreservierung unter karten@culture-connects.de