Grafik.Intersektional

Musik & Theater intersektional

Rassismus in der Oper?!: ACHTUNG KURZFRISTIG PER ZOOM

Prof. Katharina Thoma (Hochschule für Musik Würzburg), Katia Ledoux (Opernsängerin)

Dienstag 30.11.2021 18:00
Zoom

Katharina Thoma (Opernregisseurin und Dozentin an der Hochschule für Musik Würzburg) und die Opernsängerin Katia Ledoux sprechen und diskutieren gemeinsam über Rassismus in der Oper, seine Erscheinungsformen und Verwurzelungen: Von den Werken der Opernliteratur ausgehend und rassistische Narrative und Exotismus beleuchtend, schlagen sie den Bogen zu rassistischen Strukturen im Theaterbetrieb auf und hinter der Bühne, ebenso wie in den Hochschulen und richten den Fokus schliesslich auch aufs Publikum, auf dessen Zusammensetzung und seine vermeintlichen wie tatsächlichen Erwartungshaltungen.

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Realitäten, Visionen, Utopien
Musik intermedial – auf der Bühne, im Theater, im Konzertsaal, im Radio, vom Laptop, als Filmmusik oder aus der Konserve, zentral platziert oder eher marginal – überall unterliegt auch Musik in ihren Herstellungs- und Rezeptionsprozessen diskriminierenden oder aber privilegierenden Strukturen. Und gleichzeitig führt sie diese auch selbst mit herbei …

Die Geschlechterrollen in Musik und Theater werden seit der Zweiten Frauenbewegung Ende der 1970er Jahre vielfältig beforscht, hinterfragt und politisch bewegt. Aber auch die kulturelle, geographische oder nationale Herkunft ist für Musiker:innen, Komponist:innen, Regisseur:innen, Tänzer:innen … und ihr Wirken von Bedeutung – ebenso wie für die Narrative, die sie produzieren oder interpretieren.
Noch differenzierter wird das Bild, wenn soziale Herkunft oder Klassenzugehörigkeiten sowie körperliche Dispositionen einbezogen werden, insbesondere, wenn man die Kategorien intersektional verschränkt betrachtet.

Kunst braucht Freiheit – aber auch Förderung, und beides ist abhängig von Werturteilen innerhalb der herrschenden Strukturen. Folgt man Pierre Bourdieu, dient der sogenannte „gute Geschmack“ neben dem Genuss auch der Einschreibung in einen gesellschaftlichen und sozialen Ort. Kann ein kritischer, intersektionaler Blick Diskriminierungen aufdecken und Repertoires und den Kanon vielfältiger gestalten?

Koordination:
Prof. Dr. Nina Noeske
Martina Bick, M. A.
Awareness-Team der HfMT Hamburg

Eintritt frei

Aufgrund von corona-geschuldeten Reiseschwierigkeiten wird diese Veranstaltung kurzfristig via Zoom und nicht - wie ursprünglich vorgesehen - live stattfinden
Bitte nutzen Sie zum Einwählen folgenden link

Eine Veranstaltung im Rahmen der Ringveranstaltungsreihe Mensch | Musik | Gender.