Samstag 17.02.2018 19:00 HfMT, Mendelssohn-Saal

Dozentenkonzert Kontrabass

mit Michael Rieber
Zusammen mit der Pianistin Keiko Suzuki gestaltet Michael Rieber einen Abend mit Kontrabass und Klavier im Mendelssohn-Saal der Hochschule. Dieser findet im Rahmen einer Konzertreihe des Duos mit anschließender CD-Produktion statt.

Programm:

Johann Sebastian Bach (1685-1750):
Gambensonate Nr. 2 D-Dur BWV 1028
(in einer Bearbeitung für Kontrabass und Klavier)
Adagio - Allegro - Andante - Allegro


Adolf Mišek (1875-1955):
Sonate Nr. 2 e-moll op. 6
Con fuoco - Andante cantabile - Furiant. Allegro energico - Finale. Allegro appassionato


Giovanni Bottesini (1821-1889):
Elegie Nr. 1 D-Dur
Fantasia „La Sonnambula“ (nach Bellini)


Max Bruch (1838-1920):
Kol Nidrei op. 47
nach hebräischen Melodien
(in einer Bearbeitung für Kontrabass und Klavier)
Adagio ma non troppo


Reinhold Gliére (1875-1956):
Intermezzo op. 9 Nr. 1
Andante grazioso

Tarantella op. 9 Nr. 2
Allegro vivace


Als Duo Kontrabass & Klavier konzertierten Michael Rieber und Keiko Suzuki erstmals vor einigen Jahren im Rahmen des Mendelssohn Festivals in Hamburg. Eine inspirierende wie erfolgreiche Zusammenarbeit, die nun in diesem und weiteren Konzertprojekten ihre Fortsetzung findet.


MICHAEL RIEBER wurde 1967 in Tübingen geboren. Sein Kontrabassstudium absolvierte er an der Musikhochschule Stuttgart. 1988 erhielt er beim Wettbewerb „Jugend-musiziert“ einen ersten Bundespreis und wurde nur kurze Zeit später, bereits mit 22 Jahren, Mitglied des Radio-Sinfonie-Orchesters des SWR Stuttgart. Von hier aus wechselte er 1997 als 1. Solo-Kontrabassist zum Orchester der Bayerischen Staatsoper nach München. Seit 2005 ist er, ebenfalls als 1. Solo-Kontrabassist, beim NDR Elbphilharmonie Ohester tätig.

Dort wurde er 2007 zudem als Professor für Kontrabass an die Hochschule für Musik und Theater berufen.

Neben seiner Orchesterarbeit widmet sich Michael Rieber intensiv der Kammermusik und dem solistischen Spiel auf dem Kontrabass. Der Dirigent Zubin Mehta bescheinigt ihm eine „verblüffende Kontrolle über sein Instrument“ und vergleicht seinen „wunderbaren Klang“ mit dem eines „gut geschulten Bariton“. Michael Rieber ist inzwischen ein gefragter Solist auf diesem, bis heute im Konzertsaal eher selten gehörten Instrument. Er konzertiert regelmäßig in unterschiedlichen Formationen mit namhaften Kammermusikpartnern, im Duo mit Klavier oder Harfe sowie als Solist mit verschiedenen Orchestern. Sein umfangreiches Repertoire umfasst sowohl Originalliteratur als auch zahlreiche, zum großen Teil selbst verfasste Transkriptionen vom Barock bis hin zu Werken zeitgenössischer Komponisten, was auch durch mehrere CD-Einspielungen dokumentiert ist.

Michael Rieber spielt einen Kontrabass des italienischen Geigenbaumeisters Pietro Pallotta aus dem Jahre 1819.


In Tokio geboren, erhielt KEIKO SUZUKI mit 6 Jahren ihren ersten Klavierunterricht und trat schon als Schülerin beim Japanischen staatlichen Fernsehen auf, machte Aufnahmen und gab Konzerte in verschieden Städten Japans.
Sie studierte zunächst mit einem Sonderstipendium an der renommierten Toho-Gakuen School of Music in Tokio und beendete ihre Ausbildung dort mit einer Auszeichnung.

Bei Prof. Hans Leygraf setzte sie ihr Studium an der Hochschule für Musik, Medien und Theater Hannover fort und schloss es mit dem Konzertexamen ab.
Ergänzend hierzu besuchte sie Kurse bzw. erhielt Unterricht bei Arturo Benedetti Micherangeli, György Sebök, Zoltan Kocsis, Jakow Flier und György Kurtag.
Keiko Suzuki erhielt Preise bei Wettbewerben in Japan, beim Deutschen Hochschul-Wettbewerb und beim Internationalen Klavierwettbewerb Rina Sala Gallo in Monza/Italien.

Im Rahmen ihrer regen Konzerttätigkeit, u.a. bei den Berliner Festwochen und beim Berkshire Music Festival in Tanglewood/U.S.A., musizierte sie u.a. mit dem Melos Quartett, dem Chamber Orchestra of Europe, Viktor Trechakov, Arto Noras, Ingo Goritzki, Klaus Thunemann, Milan Turkovic, Barry Tuckwell und Radovan Vlatkovic.

Keiko Suzuki lehrte an der Musikhochschule in Hannover, am Mozarteum Salzburg und gab Meisterkurse in Japan, bevor sie als Professorin für Korrepetition an die Hochschule für Musik und Theater Hamburg berufen wurde.

Eintritt frei