
VOLLER ENERGIE!
Liebe Freund:innen der HfMT,
mit einem schmetternden Jubiläum, einem schöpferischen Austausch unter Kolleg:innen, beharrlich ausgetragenem Feminismus, schauspielenden Instrumentalist:innen und einem Diskurs über Ressourcensparsamkeit im Theater starten wir kraftvoll in das Sommersemester.
Wir möchten Sie außerdem nochmal auf eine schöne Fördermöglichkeit aufmerksam machen: Schließen Sie sich doch gerne unserem noch kleinen Kreis an Supporter:innen an. Als Supporter:in unterstützen Sie ganz direkt unsere Studierenden. Zum Dank laden wir Sie zu besonderen Veranstaltungen ein und gewähren Ihnen exklusive Einblicke in die Probenarbeit. Für Supporter:innen und solche, die es werden wollen, findet sich am Ende dieses Newsletters ein Angebot.
Und jetzt zu unseren Empfehlungen... Wir freuen uns auf den April!
Ihre HfMT
THE TRUMPET SHALL SOUND
Trompetenfans aufgepasst! Anlässlich seines 25-jährigen Jubiläums als Professor für Trompete an der HfMT hat Matthias Höfs ein Ensemble aus aktuellen und ehemaligen Studierenden um sich geschart. Gemeinsam konzertieren sie im Kleinen Saal der Elbphilharmonie.
Lieber Matthias, wow! Wie fühlst Du Dich?
„Es ist ein wunderbares Gefühl der Verbundenheit mit meiner Klasse, die ich hier in Hamburg seit 2000 betreuen darf! Inzwischen gibt es ein internationales Netzwerk von vielen auch ehemaligen Studierenden, die nun selbst bereits große Professuren innehaben oder in namhaften Orchestern und auch solistisch musizieren. Gerade das gemeinsame Musizieren, wie jetzt bei unserem bevorstehenden Konzert am 1.4. in der Elbphilharmonie, genieße ich sehr. Die große Motivation meiner Studierenden ist ansteckend. Durch 3 CD - Einspielungen haben wir diesen "guten Geist" dokumentiert. Die Energie und Atmosphäre unserer gemeinsamen Arbeit pflanzt sich fort und zieht weiterhin hochbegabte Nachwuchstrompeter:innen aus aller Welt zu uns an die Alster.“
Es ertönt Musik von Barock bis Jazz und es gibt sogar noch ein paar Karten
The Trumpet Shall Sound am 1. April im Kleinen Saal der Elbphilharmonie
INSTRUMENTALOPER FüR DIE GANZE FAMILIE
Einige unserer Studierenden erhielten die tolle Chance, in einer ebenso anspruchsvollen wie hochprofessionellen Inszenierung an der Hamburgischen Staatsoper mitzuwirken.
Unter der Regie von Elisabeth Stöppler (Alumna der HfMT) wird in der opera stabile Michaels Reise als reduzierte Fassung des 2. Aktes der Oper Donnerstag aus Licht von Karlheinz Stockhausen aufgeführt.
Die Inszenierung in der opera stabile ermöglicht Kindern genauso wie Erwachsenen sinnliche Zugänge zu diesem zentralen Werk der jüngeren musikalischen Avantgarde. Im Gegensatz zu anderen Teilen von Licht ist Michaels Reise ein rein instrumentales Stück. Michael, dargestellt von einer Solotrompete und seine Crew (aus Studierenden der HfMT) reisen um die Welt, in die unendlichen Weiten des Weltraums und in selten gehörte Klangwelten.
Premiere ist am 11. April und die Karten für die Familienveranstaltungen sind nach jetzigem Stand leider bereits ausgebucht. Für die Schulaufführungen gibt es aber noch vereinzelt die Möglichkeit, sich als Schulklasse anzumelden.
Michaels Reise an der opera stabile ab dem 11. April
SCHRAUBEN UND HäMMERN
Im kommenden Symphoniekonzert spielt das Hochschulorchester unter der Leitung von Prof. Ulrich Windfuhr ein neues Werk von Prof. Gordon Kampe. Die Solo-Gesangspartie übernimmt Prof. Michaela Kaune.
Gordon Kampe freut sich: „Kolleginnen und Kollegen begegnen sich in einer Hochschule oft auf dem Sprung. Kaffee, kurze Infos – und manchmal lange Sitzungen. Kommissionen. Kreditpunkte… Das muss alles sein. Und manchmal muss es auch sein, dass wir uns als Musikerinnen und Musiker begegnen. Daher kann mein Jubel nicht groß genug sein, dass Michaela Kaune sich auf das Abenteuer einer Uraufführung eingelassen hat, deren Stimme mich im letzten Jahr (bei einer Ariadne-Aufführung) umgehauen hat und für die zu schreiben mir große Freude bereitet hat“.
Im Konzert dann gewissermaßen als „Vorband“ für die überwältigende 6. Sinfonie von Mahler platziert zu sein, ist indes nicht einfach: „denn da ist dieser »verdammte« Hammer. Dieser ikonische Hammer, den ich doch so gern mal einsetzen würde, wenn er schon mal da ist... Der Hammer ist die verbotene Wuchtfrucht im Paradies instrumentatorischer Möglichkeiten. Mahler zeigt dauernd, wo der Hammer hängt. Hämmern also hilft nicht, ich habe geschraubt.“ schreibt Kampe in unserem Programmheft. Entstanden sind drei Liebeslieder für Stimme und Orchester. Und wir freuen uns auf die Kombination beider Werke.
Konzerte mit dem Symphonieorchester der HfMT am 13. und 14. April
UNERMüDLICH ERFINDERISCH
Mit der Feminale zieht wieder diese gewisse Thermik in unser Haus. Zunächst einmal werden gewohnheitsmäßig die Wände mit den Festivalfarben und -Programmen tapeziert, damit es auch ja keiner verpasst und dann dürfen wir wieder staunen über den unerschöpflichen Erfindungsreichtum der „Feminalistinnen“ für die inzwischen 4. Ausgabe des Feminale-Festivals.
Sie leisten Aufklärungsarbeit, sind beharrlich und mahnend, aber niemals schlecht gelaunt. Sie zaubern immerzu neue Programme, Ideen, Querbezüge, Formate herbei und sorgen für einige Tage der Ausschließlichkeit weiblicher Musikliteratur. Dabei stoßen wir auf Bewährtes und Neues. Neu in diesem Jahr ist zum Beispiel ein Kompositionsauftrag an Composer in Residence Lucie Spedicato:
"Es ist für mich als junge Komponistin natürlich eine große Ehre, diesjährige Composer in Residence bei der Feminale zu sein. Seit der Entstehung des Festivals habe ich regelmäßig als Harfenistin mitgewirkt und ich weiß das Vertrauen des Feminale-Teams sehr zu schätzen.
Mein Stück für Altflöte, Oboe, Klarinette, Horn, Harfe und Kontrabass ist von dem Ausbruch eines isländischen Vulkans im Jahr 1783 inspiriert. Mich hat die Erscheinung des daraus entstandenen Dunstes, der sich weit über Europa ausbreitete und von dessen Quelle die damaligen Europäer:innen nichts wussten, besonders fasziniert. Mein Stück möchte die Eigenschaften dieses mysteriösen Dunstes musikalisch vertonen: von seiner physikalischen Erscheinung, seiner Dichte und seinen Bewegungen bis hin zu seinen Auswirkungen auf die Natur wie z.B. die getrübte Farbe des Sonnenlichts."
Auf die Frage „Warum ist es wichtig, dass wir mehr Werke haben, die feministisch auf die Welt blicken?“ sagte Tobias Kratzer (Intendant der Hamburgischen Staatsoper) in einem Interview kürzlich: „Es gibt einfach genug Opern von Männern und über Jahrhunderte haben nur Männer Opern geschrieben und deswegen glaube ich, je mehr Opern wir mit einem feministischen oder weiblichen Blick haben, desto besser, um dieses unglaubliche Ungleichgewicht im Kanon zumindest ein bisschen auszugleichen.“
In diesem Sinne: Danke Euch für Eure Arbeit und Go for Feminale 2026 vom 17. bis 30. April
IST WENIGER MEHR?
Eine weitere Veranstaltung setzt ein politisches Thema: Das künstlerisch-wissenschaftliche Symposium Affirmative Nachhaltigkeit fragt, wie Verzicht und Ressourcenschonung in den Künsten als Bejahung und kreative Chance erfahrbar werden können. Im Fokus stehen ökologische und soziale Aspekte von Nachhaltigkeit, die sich in künstlerischen Praktiken zeigen und mögliche alternative Zukünfte aufrufen.
Der Fokus soll hier einmal auf die Kraft kultureller Imagination gelegt werden: Welche Zukunftsbilder können wir entwerfen und wie beeinflusst unser Handeln das Register künstlerischer Utopien? Nachhaltigkeit kann als produktive Praxis gedacht werden, die eigene ästhetische und soziale Qualitäten besitzt.
Kann also weniger mehr sein?
Können wir positiv konnotierten Verzicht erlernen?
Dürfen wir auf ein Handbuch für gewinnbringende Sparsamkeit hoffen?
Neben dem Austausch mit Expert:innen erwartet uns eine musikalische Mittagspause und ein Workshop am Nachmittag. Es verspricht ein spannender Tag zu werden.
Symposium Affirmative Nachhaltigkeit am 17. April auf dem Campus Barmbek am Wiesendamm
PROBENBESUCH FüR SUPPORTER:INNEN
Für unsere lieben Supporter:innen und solche, die es werden wollen, bieten wir einen Probenbesuch für die Sinfoniekonzerte mit Kampe und Mahler (siehe oben) an.
Die Terminabsprache erfolgt per Mail an hochschulstiftung.supporter@hfmt-hamburg.de
Alle wichtigen Informationen über die Supporter:innen finden Sie hier
VERMISCHTES
Nach der Vernissage am vergangenen Wochenende können Sie noch den gesamten April und bis zum 2. Mai die interaktive Ausstellung Moving Sound Pictures der VR- und Multimedia Künstlerin Konstantina Orlandatou besuchen.
Mit dem Deutschen Musikinstrumentenfonds fördert die Deutsche Stiftung Musikleben den musikalischen Spitzennachwuchs. In einem jährlich ausgetragenen Wettbewerb bewerben sich junge Musiker:innen um die Vergabe eines der rund 250 überwiegend historischen und klangschönen Streichinstrumente und in den öffentlichen Leihverlängerungsspielen vom 10. bis 12. April um die Verlängerung des Leihvertrags für „ihr“ Instrument.
In einem Kammerkonzert am 16. April im Rahmen des Festivals Tage von Bohuslav Martinů spielen Studierende der HfMT in Kooperation mit renommierten Partnern Werke von Bohuslav Martinů sowie Gideon Klein und Pavel Haas – zwei herausragenden jüdischen Komponisten aus Martinůs Umfeld, die der nationalsozialistischen Verfolgung zum Opfer fielen.
In einem Begegnungskonzert des Bundesjugendjazzorchesters (Bujaazo) und des Bundesjugendorchesters (BJO) am 20. April in der JazzHall verwischen die jungen Musiker:innen unter der sensiblen Leitung von Jonathan Stockhammer die Grenzen zwischen Jazz und Klassik.
In einer Veranstaltung des Hamburg Institute for Advanced Study (HIAS) in Kooperation mit der HfMT hören wir am 27.4. einen Liederabend mit dem Titel Winterreise – Weltreise als globale Neugestaltung von Franz Schuberts geschätztem Liederzyklus mit integrierter Moderation und angeschlossener Podiumsdiskussion über die widersprüchlichen künstlerischen Erbschaften des europäischen Kolonialismus.
Und in unserem Veranstaltungskalender gibt es noch mehr zu entdecken.
Stay tuned - wir freuen uns auf Sie!
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