Die HfMT

Vom "enfant terrible" zum internationalen Player

Es gab Zeiten, da galt die Hochschule für Musik und Theater Hamburg als „enfant terrible“ unter den deutschen Musikhochschulen, da hielt die HfMT mit all ihren Innovationen die Szene in Atem. Das war, als der damalige Präsident Hermann Rauhe mit Neugründungen wie Jazz, Pop, Kulturmanagement und Musiktherapie die traditionellen Grenzen der Ausbildung sprengte, Musikvermittlung auf die Fahnen der Hochschule schrieb und ihr Profil als begnadeter Entertainer über die Medien in das Bewusstsein der Hamburger Gesellschaft einbrannte.

In unermüdlicher Reisetätigkeit hat Elmar Lampson seit seinem Amtsantritt im Jahr 2004 in Europa, Asien und Amerika neue Kontakte geknüpft, weil er überzeugt davon ist, dass der Austausch und der freundschaftliche Wettbewerb mit den verschiedenen Ländern und Kulturen zum Lebensnerv der Hochschule gehört. Offenheit und Neugier gegenüber den unterschiedlichsten Menschen in der Verschiedenheit ihrer Herkunft, ihrer Überzeugungen, Kultur, Religion und Geschlecht, sowie die Bereitschaft, von der Vielfalt, dem Fremden, dem Anderen zu lernen, ist die Haltung, die ihn antreibt.

Budge Palais - Gegenlicht
Hebebrandstraße Foyer
Budge Palais - Haupteingang

Foto: Torsten Kollmer

Mendelssohn-Saal

Foto: Torsten Kollmer

Schöpferische Neuerfindung und mutige Weiterentwicklung

Die Musik- und Theaterkultur, für die in der HfMT gearbeitet wird, hat ihre Grundlagen in der Kultur Europas. Aber unser Interesse reicht weit darüber hinaus. Für eine Hochschule, in der Menschen aus fast fünfzig Nationen zusammenarbeiten, finden die Konflikte und Notstände der gegenwärtigen Welt nicht in fernen Ländern statt, sondern betreffen viele unserer Studierenden, Lehrenden und Freunde ganz direkt. Es ist unsere originäre Aufgabe, uns mit unserer künstlerischen Arbeit als Teil der Welt zu empfinden – einer Welt sowohl mit ihren Spannungen und Nöten, als auch mit all ihren riesigen Chancen und der inspirierenden Vielfalt ihrer Kulturen.

Unter dem Leitmotiv​​​​​​​ Künstlerische Exzellenz in gesellschaftlicher Verantwortung befindet sich die Hochschule in permanenten Prozessen der schöpferischen Neuerfindung und der mutigen Weiterentwicklung, in Prozessen, die alle Beteiligten immer wieder bis an ihre Leistungsgrenze fordern, in Prozessen, durch die unsere Hochschule die Welt mit kreativem Schub und Ideenreichtum herausfordert.