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vom 19.05.2021

PREMIERE IM DEUTSCHEN SCHAUSPIELHAUS

Das vierte Studienjahr Schauspiel der Theaterakademie Hamburg feierte nach einer coronabedingten Verschiebung am 21. Mai 2021 Premiere mit ihrer Abschlussproduktion „Idomeneus“ von Roland Schimmelpfennig

Bildunterschrift: Idomeneus (Abschlussproduktion Schauspiel 2020/21, Regie: Nina Mattenklotz, MalerSaal)
Foto: Sinje Hasheider

Nach einem wirren Corona-Studienjahr mit reduzierten Möglichkeiten bekommen die Studierenden Annalena Haering, Fabienne-Deniz Hammer, David T. Meyer, Andre Pöhls, Michel Ben Seidel, Dennis Svensson und Lilja van der Zwaag endlich die Gelegenheit die Premiere ihres Abschlussstücks im MalerSaal des Deutschen SchauSpielHauses zu feiern. Zum Jahrgang gehört außerdem Meryem Ebru Öz, die aber bereits in Proben ihres Engagements zeitlich gebunden ist.

Mit Nina Mattenklotz übernimmt eine Alumna der Theaterakademie Hamburg die Regie der Abschlussproduktion und auch die Position der Dramaturgin ist mit einer Absolventin der Theaterakademie besetzt. Finnja Denkewitz studierte bis zum letzten Jahr an der Hochschule für Musik und Theater: „Es ist ein wirklich spannendes Stück. Zum einen sind die Erzählweise und die Vielzahl der verschiedenen Versionen des Mythos um Idomeneus mit ihren Verbindungen zueinander sehr komplex. Zum anderen wirft das Stück große, unvermindert brisante Fragen nach „dem Wert des Menschenlebens“, „nach Gewalt und Freiheit“ und „männlichem Heldentum“ auf, mit denen man sich auseinandersetzen muss, um eine künstlerische Aussage zu entwickeln.“
Mehrere Aufführungen vor Publikum können voraussichtlich im Juni 2021 stattfinden.


IDOMENEUS
von Roland Schimmelpfennig

Nach zehn Jahren im trojanischen Krieg befindet sich König Idomeneus mit seiner Flotte endlich auf dem Weg zurück nach Kreta. Das Meer tobt. Idomeneus kann nur dabei zusehen, wie neunundsiebzig seiner achtzig Schiffe in die Fluten gerissen werden. Im verzweifelten Todeskampf schwört er den Göttern, das erste Lebewesen zu opfern, das ihm am Strand begegnet – unter der Bedingung, sie lassen ihn dafür am Leben. Der Wind legt sich, das Wasser wird ruhig, Idomeneus kommt in Kreta an. Und am Strand wartet schon sein Sohn Idamantes auf ihn.

Roland Schimmelpfennig spinnt ausgehend von jenem Opferversprechen einen Mythos aus verschiedenen Möglichkeiten und legt dabei nach und nach neue Fragen offen. Was ist uns das Leben wert? Welchen Gesetzen unterwerfen wir uns im Kampf zwischen Aberglaube und Vernunft? Gibt es einen Weg ihnen zu entkommen?
Die Wellen rollen langsam an den Strand: Versprochen ist versprochen.

Regie Nina Mattenklotz
Ausstattung Johanna Pfau
Licht Andreas Juchheim, Björn Salzer
Choreografie Regina Rossi
Dramaturgie Finnja Denkewitz

Es spielen Annalena Haering, Fabienne-Deniz Hammer, David Meyer, Andre Pöhls, Michel Ben Seidel, Dennis Svensson, Lilja van der Zwaag
Abschlussproduktion des Studiengangs Schauspiel der Theaterakademie Hamburg, Hochschule für Musik und Theater, in Kooperation mit dem Deutschen SchauSpielHaus.

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