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vom 21.01.2020

Stage 2.0: Neues Sound-System eingeweiht

Akustik-Anlage ermöglicht optimalen Sound in Konzertsälen

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Hierzu ein Auszug aus einem Beitrag des Senders NDR-Kultur vom 21. Januar 2020 (Autor Joachim Hagen):

Seit dem Bau der Elbphilharmonie in Hamburg ist klar, wie wichtig die Akustik für einen Konzertsaal ist. Lange wurde darüber gestritten, wie ein solcher Saal klingen soll. Im Zusammenhang mit dieser Diskussion wurde deutlich, dass die Akustik in vielen kleineren Konzerthäuser und Mehrsparten-Theatern in Deutschland nicht den heutigen Ansprüchen genügt. Am 16. Januar wurde im Forum der HfMT ein Sound-System vorgestellt, mit dem solche Probleme gelöst werden können.

Die neue Akustik-Anlage funktioniert durch eine Kombination von Mikrofonen und Lautsprechern. Die Mikrofone nehmen das Klanggeschehen auf der Bühne und im Saal auf. Dann durchläuft das Ganze ein Processing und das wird dann über Lautsprecher wiedergegeben. So kann man Reflektionen und Nachhall, was normalerweise der Raum selber erzeugen würde, über das System erzeugen und beeinflussen. Insgesamt sind knapp 50 Mikrofone und 140 Lautsprecher überall auf der Bühne und im Zuschauerraum verteilt.
Sinn und Zweck ist es, die Akustik eines Raumes auf Knopfdruck verändern zu können und so für unterschiedliche Veranstaltungen die passende Akustik herzustellen: von einer trockenen Akustik für Sprache bei Lesungen bis hin zu einem großvolumigen Klang für Orchesterkonzerte, so Schenke weiter.

Wie schnell das geht, konnten die Zuschauer am 16. Januar unter anderem beim Auftritt eines Klavierduos erleben. Eben saßen sie noch in einer Kathedrale, jetzt klingen die beiden Konzertflügel, als würden sie auf der Bühne eines holzgetäfelten Konzertsaales stehen.

HfMT-Professor Georg Hajdu hatte die Idee, die neue Akustikanlage einzubauen. EIm Rahmen der bundesweiten Ausschreibung zur „Innovativen Hochschule“ haben er und sein Team auch das notwendige Geld aus einem Fördertopf des Bundes eingeworben.
Georg Hajdu hofft, dass die neue Akustik-Anlage auch ein Vorbild sein wird für andere Hochschulen und Mehrsparten-Theater, die die Akustik ihrer Bühnen verbessern wollen, aber nicht das Geld für größere Umbauten haben. Das Publikum jedenfalls war nach der Vorstellung fasziniert. von den neuen Klangmöglichkeiten.

Quelle: NDR

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