HfMT Hamburg erhält Zuschlag und Prädikat im Professorinnenprogramm 2030

Die HfMT Hamburg wurde in das Professorinnenprogramm 2030 der Bund-Länder-Initiative für Gleichstellung und Vielfalt in der Wissenschaft aufgenommen und zudem mit dem Prädikat „Gleichstellungsstarke Hochschule“ ausgezeichnet. Mit ihrem eingereichten Gleichstellungskonzept für Parität gehört sie zu den Hochschulen, deren Strategien und Maßnahmen im bundesweiten Wettbewerb besonders überzeugten.
„Diese Auszeichnung ist für uns Bestätigung und Auftrag zugleich“, betont Präsident, Prof. Dr. Jan Philipp Sprick. „Wir verstehen Gleichstellung als strukturellen Kulturwandel, der nur durch solidarische Zusammenarbeit gelingt – innerhalb unserer Hochschule und hochschulübergreifend. Unser Ziel ist es die Geschlechtergerechtigkeit in den Bereichen Musik und Theater nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ und nachhaltig weiterzuentwickeln.“
Auch die Gleichstellungsbeauftragten der HfMT Dr. Silke Wenzel und Prof. Karin Holzwarth freuen sich sehr über diesen Erfolg! „Die Hochschule für Musik und Theater hat in den letzten Jahren intensiv und auf vielen verschiedenen Ebenen daran gearbeitet, Gleichstellung als wichtigen und lebendigen Bestandteil in der Hochschulkultur zu verankern: nicht nur in Stellenverfahren, sondern auch in künstlerischen Bereichen, in Lehre und Forschung. Das Prädikat „gleichstellungsstarke Hochschule“ ist eine wunderbare Bestätigung dieser Arbeit und zugleich eine Verpflichtung, den begonnenen Weg weiterzugehen. Die Mittel des Professorinnenprogramms ermöglichen es der HfMT, Frauen auf dem Weg in die Professur in besonderem Maße zu fördern.“
Das Professorinnenprogramm ist eine gemeinsame Initiative von Bund und Ländern auf Grundlage einer Bund-Länder-Vereinbarung, die auf dem Grundgesetz fußt. In seiner aktuellen Programmphase bis 2030 unterstützt es Hochschulen dabei, den Anteil von Frauen in Professuren zu erhöhen und zugleich strukturelle Gleichstellungskonzepte verbindlich zu verankern. Das Gleichstellungskonzept der HfMT Hamburg verbindet quantitative Zielsetzungen – etwa die nachhaltige Erhöhung des Professorinnenanteils – mit qualitativen Reformen. Dazu zählen transparente und qualitätsorientierte Berufungsverfahren, die gezielte Förderung von Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen in frühen Karrierephasen, ein strukturelles Gleichstellungscontrolling sowie die Stärkung dezentraler Gleichstellungsarbeit. Als künstlerisch-wissenschaftliche Hochschule verknüpft die HfMT Gleichstellung eng mit ihrem Leitmotiv „Künstlerische Exzellenz in gesellschaftlicher Verantwortung“. Ziel ist es, Strukturen langfristig zu verändern und zukünftige Generationen von Frauen in Musik und Theater nachhaltig zu stärken.
Zu den inhaltlichen Initiativen der HfMT gehören das studentisch initiierte und programmierte Festival „Feminale“, das auch in diesem April wieder stattfinden wird, das seit mehr als 20 Jahren bestehende Forschungsprojekt MUGI: Musik und Gender im Internet und zahlreiche Einzelinitiativen, mehr Komponistinnen auf die Bühne zu bekommen, wie z. B. Ethel Smyth‘ Oper „Fête Galante“ vom 20.-23. März.
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