
LIKE A DOG
In Zeiten großer Unsicherheiten vertrauen wir so sehr wie niemand sonst.
Wir sind unzufrieden, aber auch ordentlich. Niemand ist perfekt, aber wir
sind die Guten. Wir und wir gegen den Rest der Welt. Bevor wir für Frieden
sterben, sterben wir vor Dankbarkeit.
LIKE A DOG ist ein Stück mit Fragmenten aus Franz Kafkas „Der Prozess“
über die Ideologie, die Gewalt legitimiert, wenn sie von staatlichen Institutionen
ausgeübt wird. Kafkas Roman konstruiert einen perfekt funktionierenden
Apparat der Widersprüche: Welche strukturelle Gewalt steckt in den Ideen,
die sich durch Familie, Heimat, Schule, Polizei und Wehrdienst ziehen? Inwiefern
werden wir zu dem Glauben erzogen, das aktuelle System sei das
bestmögliche? „Man muss nicht alles für wahr halten, man muss es nur für
notwendig halten.“
MIT Svenja Peters, Sabeen Saeed Ritter, Mona Sumaia Rode
REGIE Mira Seesemann BÜHNE Maja Munksgaard Meedom KOSTÜM
UND MASKE Zheming Li PROBENFREUND*INNEN Bedia Demir,
Mohadeseh Salehinasab DRAMATURGIE Leonard Kaiser
Eintritt: 18,00 EUR
Ermäßigt: 11,00 EUR
Tickets gibt es auf der Website vom Thalia Theater.
GERECHTIGKEIT sollte die Basis eines jeden Systems, einer jeden Beziehung
sein, alles andere macht keinen Sinn, ist menschenfeindlich und zerstört
unsere Lebensgrundlage. Aber worüber reden wir, wenn wir über Gerechtigkeit
reden und wer darf sprechen? Ist Gerechtigkeit eine wegweisende
Utopie, ein leeres Schlagwort oder doch eher eine instrumentalisierbare
Auslegungssache?
Ausgehend von diesen Fragen verhandeln die fünf Absolvent:innen des
Regiestudiums was für sie zu dem Thema erzählt werden soll.
Mit Dank an die Dozierenden Evi Bauer, David Heiligers, Dorothea Ratzel, Lilja
Rupprecht, Cora Sachs, Anika Steinhoff