Tobias Frohnhöfer

Tobias Frohnhöfer, Jazz Schlagzeug

Foto: Christina Körte

La Dernière 2021

La Dernière, Regie: Elias Geißler

Foto: Richard Stöhr

Moving Sound Pictures Kandinsky

Moving Sound Pictures in der Hamburger Kunsthalle

Foto: Sinje Hasheider

Woman and Nature

Woman and Nature, Regie: Lisa Pottstock

Foto: Richard Stöhr

Mari Viluksela

Mari Viluksela, Viola

Foto: Sara Viluksela

Radical Crymento

Radical Crymento, Regie: Elli Neubert

Foto: engerfoto

Liebe Studierende, Lehrende und Mitarbeitende, liebe Besucherinnen und Besucher,

nach dem Überfall der russischen Regierung auf die Ukraine haben sich die Perspektiven unseres Lebens verschoben. Wir können und dürfen nach dem Ausbruch dieses Krieges nicht einfach weitermachen wie bisher. Es ist hier nicht der Ort, die Dimensionen des Krieges zu diskutieren. Auch kann ich nicht angemessen ansprechen, wie dieses Geschehen sich einwebt in die tiefen Probleme, die wir bisher schon hatten, von den furchtbaren Kriegen im Nahen Osten, mit den vielen Opfern und geflüchteten Menschen, die an den europäischen Grenzen Zuflucht gesucht haben, über die Corona-Pandemie, die uns in unserer Arbeit und unserem Leben an die Grenzen unserer Belastbarkeit führt, bis zu den anderen globalen Themen.

Aber ich möchte betonen, dass unsere Hochschule sich mit ihren Mitteln in all diesen Krisen immer wieder aktiv und verantwortlich verhalten hat. So auch jetzt wieder. Nur kurz nachdem die Nachrichten aus der Ukraine eingetroffen sind, haben sich unsere Studierenden, Lehrenden und Mitglieder der Verwaltung zu beeindruckenden Hilfsinitiativen zusammengeschlossen. Benefizkonzerte wurden organisiert, die große Geldsummen eingebracht haben. Es wurden Unterkünfte für Angehörige unserer ukrainischen Studierenden bereitgestellt, und sehr schnell konnten wir dank der Benefizkonzerte und der Zuwendungen unserer Förderer einen Hilfsfond auflegen und Studienmöglichkeiten im Gasthörerstatus für aus der Ukraine geflüchtete Studierende schaffen.

Dafür bin ich allen Beteiligten sehr dankbar und möchte betonen, wie froh ich darüber bin, dass alle hier zusammenarbeiten, unabhängig von ihrer Nationalität und Herkunft. Wie sehr bewundere ich den Mut unserer russischen Studierenden, die sich an diesen Hilfsaktionen beteiligen! 

Als Kulturinstitution, als künstlerisch-wissenschaftliche Hochschule mögen wir machtlos sein, wenn es um Krieg und Gewalt geht. Aber tatenlos sind wir nicht. Wir werden uns nicht an der Logik von Krieg und Gewalt beteiligen. Wir werden uns auch nicht von Propaganda und Lügen beeinflussen lassen, sondern wach und kritisch bleiben und mit unseren künstlerischen und sozialen Mitteln helfen, wo es uns möglich ist.

Wir haben im Sommersemester große Aufgaben zu bewältigen. Wie gut, dass ich dieses Semester des Übergangs gemeinsam mit Jan Philipp Sprick gestalten kann. Niemandem würde ich das Amt des Präsidenten der Hochschule für Musik und Theater Hamburg lieber übergeben als ihm.

Mit den besten Wünschen grüßt sie herzlich

Ihr

Elmar Lampson

Präsident der Hochschule für Musik und Theater Hamburg