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RECHERCHEN

Samstag 29.06.2024 15:00 verschiedene Veranstaltungsorte

Das Studienprojekt RECHERCHEN, das seit 2022 jährlich von der HfMT Hamburg ausgerichtet wird, gastiert dieses Jahr in den [neuen] Räumen des Lichthof Theaters: Unweit des Fernsehturms in der Rentzelstraße, im Lichthof selbst - bei “Stimme X”, dem Hamburger Festival für zeitgenössisches Musiktheater, sowie im öffentlichen Raum Pöseldorfs oder auf St. Pauli. Die teilnehmenden Studierenden der Fächer Schauspieltheater-Regie, Musiktheater-Regie und Dramaturgie recherchieren selbstständig und frei von inhaltlichen Vorgaben zu eigenen Themen und entwickeln aus ihren Materialien Inszenierungen und Performances. Im Zentrum des Projektes steht eine laborartige Arbeitsweise, die sich zwischen Experimentieren und Konzeptionieren, Proben und Recherchieren, Beobachtung und Aktion bewegt.

Mit Arbeiten u.a. von: Jun Ahn, Lori Maria Brückner, Clara Brezinka, Georg Dirlack, Marie Fuchs, Henrik Hinze, Leonard Kaiser, Anna Maria Kluth, Rongji Liao, Iván Ruge, Mira Seesemann.

Dozent*innen: Benjamin van Bebber, Laura Jakschas, Vendula Nováková, Cornelius Puschke.
Produktionsleitung: André Huppertz-Teja
Technische Betreuung: Leon Salner

Samstag, 29. Juni
15:00 Uhr, Hanseatische Materialverwaltung - UMARME oder auch nicht

Spielstätten:
Probebühne LICHTHOF Theater, Rentzelstraße 40, 20146 Hamburg
LICHTHOF Theater, Mendelssohnstraße 15 B, 22761 Hamburg
Hanseatische Materialverwaltung, Stockmeyerstraße 41-43, 20457 Hamburg
Park Fiction, Schauermanns Park, Pinnasberg 27, 20359 Hamburg
Pöseldorf, Licentiatenberg, 20149 Hamburg

Wir retten Pöseldorf
von Mira Seesemann und Henrik Hinze

Pöseldorf. Ein einsamer, teurer und sehr langweiliger Stadtteil. Die Straßen, die Häuser, die Gesichter: leer. Vor lauter Diskretion, gibt es keine Orte der Begegnung mehr. Der Stadtteil hat sich selbst abgeschottet, ist völlig realitätsfern. Und so bestimmen Kokain und Steuerhinterziehung das Leben vieler Menschen. Ein schwer zu durchbrechender Teufelskreis. Die Politik tut wie immer nichts dagegen. Deshalb müssen wir nun Pöseldorf retten. Hauchen wir Pöseldorf das Leben ein, das es sich selbst weggentrifiziert hat. Kommt deshalb zur feierlichen Eröffnung des ersten Kiosks von Pöseldorf: dem KIOSK TANTE PÖ! Mit euren Spenden kaufen wir eine Immobilie und machen sie zum Autonomen Zentrum, in dem Begegnung, Austausch, Kunst und Kultur Platz finden können, sodass Pöseldorf wieder atmet. Geben wir Pöseldorf eine neue Chance. Pöseldorf. Unser neuer Kiez. KLLKTV_MTTLWG
Vorstellungen:
26.06, 19 Uhr, Licentiatenberg Pöseldorf;
27.06, ab 19 Uhr, Probebühne LICHTHOF Theater Rentzelstraße;
28.06, 19 Uhr LICHTHOF Theater

Nirgendstadt計畫
von Cora Durmann, Cara Golenhofen, Leonard Kaiser, Rongji Liao und Xiaohan Xue

Viele Jahre lang haben wir uns bemüht, in unserer Stadt einen perfekten Ort zum Leben zu finden: einen Ort, an dem sich Natur und Industrie nicht mehr heftig widersprechen, wo friedliches Möwengeschrei statt Eskalation herrscht. Die Tage verlaufen entspannt: Sonnenbaden am Elbstrand. Warmer Wind weht durch die HafenCity und den Kleinen Grasbrook. Wir jagen am Morgen, angeln am Nachmittag, züchten Kühe am Abend und diskutieren nach dem Essen über Philosophie.
In der performativen Installation Nirgendstadt (auf Deutsch, Chinesisch und Englisch) sind Erinnerungen, Texte, Bilder und Tonaufnahmen aus "Elysion", "Tao Hua Yuan" und Hamburg gesammelt – Fiktionen und Realität stehen sich Auge in Auge gegenüber.
Vorstellungen:
27.06, ab 19 Uhr, Probebühne LICHTHOF Theater Rentzelstraße

UMARME oder auch nicht
Ein alltägliches Ritual: Auf Blickkontakt folgt ein wohlwollendes Lächeln. Zwei Menschen nähern sich und legen ihre Arme auf den Rücken des anderen. Eine Umarmung kann Begrüßung sein, Trost, Freude und so viel mehr. Doch nicht immer ist diese Art der Begegnung von beiden Personen erwünscht. Auf welche Art und Weise entsteht und kommuniziert sich Konsens zwischen Körpern? Und wie hängen Selbstwert oder Vorurteile mit der Ausführung dieser Geste zusammen, die sowohl alltäglich wie auch intim sein kann? Eine musikalische und choreographische Forschungsperformance über Umarmungen zwischen Konsens und Konvention.
UMARMUNGS-TEAM: Niyousha Azari Najaf Abad (Performance), Clara Brezinka (Regie), Marie Fuchs (Dramaturgie), Lina Helfrich (Performance), Katharina Jensen (Klarinette), Luca Manuel Krebs Mbiene (Performance), Moritz Reichel (Performance), Arthur Sebastiao (Komposition), N.A. (Bratsche)
Vorstellungen:
27.06, ab 19 Uhr, Probebühne LICHTHOF Theater Rentzelstraße
28.06, 21 Uhr, LICHTHOF Theater
29.06, 15 Uhr, Hanseatische Materialverwaltung

Sonderrechtszone St. Pauli
von Georg Dirlack

Die Performance „Sonderrechtszone St. Pauli“ befasst sich mit dem von der Polizei als „Gefährlichen Ort“ betitelten Gebiet in St. Pauli Süd. Hier betreibt die Hamburger Polizei seit Jahren Schikane gegenüber Anwohner*innen und geflüchteten Menschen sowie Racial Profiling. Das Ziel der Performance ist, eine eigene Sonderrechtszone zu schaffen, mit der die von der Polizei geschaffenen Verhältnisse umgekehrt werden. Welchen Möglichkeitsraum können wir mit den Mitteln der Kunst eröffnen, um die herrschende Logik in Frage zu stellen?
Vorstellungen:
27.06, 18.00 Uhr, Park Fiction

Falsches Land
von Iván Ruge

Einen schwachen Pass zu besitzen, erzeugt Ohnmacht. Es ist die unausweichliche und immer wiederkehrende Erkenntnis, dass Staatsangehörigkeiten Menschen in Klassen unterteilen, ohne dass sie dafür etwas können. Dieses ungerechte und willkürliche System ist ein Fluch für diejenigen, die nicht über die notwendigen Priivilegien oder territorialen Zugehörigkeiten verfügen. Zwischen Wut und Resignation müssen sie sich von den Mühlen der Bürokratie gängeln lassen.
Für “Falsches Land” kommen Erfahrungsberichte diverser Menschen zu einem musikalisch-theatralen Ereignis zusammen.
Vorstellungen:
28.06, 21 Uhr, LICHTHOF Theater

Einsamkeit
von Jun Ahn

Kleines Musiktheater frei inspiriert von "Gretchen am Spinnrade" von Franz Schubert
Meine Einsamkeit wiederholt sich, wie das gleichmäßige Drehen eines Spinnrades. Ich spreche Worte, die niemand versteht oder verstehen will. Mit jedem Umlauf wächst meine Einsamkeit, ein endloser Zyklus. Ich wiederhole unablässig dieselben Phrasen, immer und immer wieder. Das Rad dreht sich weiter und weiter, unaufhaltsam und stetig.
Mit Anna Senda Pimental
Vorstellungen:
Freitag, 28.06, ab 21 Uhr, LICHTHOF Theater

Ein Stück ohne Titel
von anonym

Dieses Stück hat noch keinen Titel. Es besteht aus ein paar Gedanken, ein bisschen Text, ganz viel Geschichte und Unterhaltungen und ein paar Tränen. Für mehr muss man schon da sein. Nicht alles kann überall gesagt werden und nicht alles kann in einen Ankündigungstext. Manche Dinge müssen schon Auge in Auge anvertraut werden.
Content Note: Thematisierung von sexualisierter Gewalt.
Vorstellungen:
Donnerstag, 27. Juni, ab 19 Uhr, Probebühne LICHTHOF Theater Rentzelstraße

Außerdem am Donnerstag 27. Juni, Probebühne LICHTHOF Theater Rentzelstraße:
Late Night Lecture Performances von HFBK-Studierenden

Eintritt frei

Termine im Überblick:
26.06., 19 Uhr
27.06., 19 Uhr
28.06., 19 Uhr und 21 Uhr
29.06., 15 Uhr