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ARTILACS III – The Age of Latency

Fach laut Studienplan
ARTILACS
Lehrende
Benjamin Helmer , Dr. Benjamin Sprick
Termin
Donnerstags, 12:00–13:30 Start: 16. April 2026
Raum
Keine Angabe
Dauer
1.5 Semesterwochenstunden
Beschreibung

Beim Versuch, die epistemologischen Implikationen des für das gleichnamige Graudiertenkolleg federführenden Akronyms ARTILACS (»Artistic Intelligence in Latent Creative Spaces«) weiter systematisch zu entfalten konzentrieren wir uns in diesem Semester auf den Begriff der ›Latenz‹ (von lateinisch »latēre« »verborgen, versteckt sein«), dem wir sogleich das Potential eines Signums für ein ganzes Zeitalter zusprechen.

Sich in Latenzen zu bewegen bedeutet, in einem undefinierten Raum zwischen ›Reiz‹ und ›Reaktion‹ gefangen zu sein, dessen Koordinaten zugleich kreativitätsfördernd und innovativ wirken können. Und so bewegen wir uns in ganz verschiedener Hinsicht aktuell in politischen und ästhetischen Latenzphasen, die mit unterschiedlichen Temporalitäten, Ängsten und Zukunftsphantasien einhergehen. »The Age of Latency« – dieses Motto wird für uns zum Ausgangspunkt einer umfassenden künstlerischen Recherche zu aktuellen Symptomen algorithmischer Existenz gemacht, die ihren Fokus auf technologischen Fortschritt und aktuelle Entwicklungen des Zusammenspiels von ›KI‹ und den ›Künsten‹ legen wird.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und sind gespannt auf Ihre Perspektiven aufs Thema!

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In an attempt to systematically develop the epistemological implications of the acronym ARTILACS (“Artistic Intelligence in Latent Creative Spaces”), which is used for the graduate college of the same name, we are focusing this semester on the concept of ‘latency’ (from the Latin “latēre” “to be hidden, concealed”), which we immediately attribute the potential of being a sign for an entire era.

To move in latencies means to be caught in an undefined space between “stimulus” and “response,” whose coordinates can simultaneously promote creativity and innovation.

And so, in many different ways, we are currently moving through political and aesthetic phases of latency that are accompanied by different temporalities, fears, and fantasies about the future. “The Age of Latency”—this motto will serve as the starting point for a comprehensive artistic investigation into the current symptoms of algorithmic existence, focusing on technological progress and current developments in the interplay between ‘AI’ and the “arts.”

We look forward to your participation and are eager to hear your perspectives on the topic!

Literatur

Martin Heidegger: Was heißt denken? Tübingen: Mohr Siebeck 1963; David J. Chalmers, »Could a Large Language Model be Conscious?« Boston Review, August 9, 2023; Nick Bostrom, Deep Utopia: Life and Meaning in a Solved World, London: Ideapress Publishing 2024; Brian Cantwell Smith, The Promise of Artificial Intelligence: Reckoning and Judgment, Boston: MIT Press 2019; Turing; John Mac Dowell, »6. Vorlesung – Vernunftbegabte und andere Lebewesen«, in: ders., Geist und Welt, Frankfurt am Main: Suhrkamp 2001, S. 135-154.; Hubert L. Dreyfus, What Computers Can’t Do. The Limits of Artificial Intelligence, New York: Harper Collins 1978; Michael Thompson, »Handeln und Zeit«, in: ders., Leben und Handeln. Grundstrukturen des Praktischen und des praktischen Denkens [Life and Action. Elementary Structures of Practice and Practical Thought, Harvard: Harvard University Press 2008], aus dem Amerikanischen von Matthias Haase, Frankfurt am Main: Suhrkamp 2011, S. 152-186.; G.E.M. Anscombe, Absicht, aus dem Englischen von Michael Schulte, Frankfurt am Main: Suhrkamp 2011.; Justin Joque, Revolutionary Mathematics: Artificial Intelligence, Statistics and the Logic of Capitalism, London: Versobooks 2022.

Credits
2 Creditpoints
Bemerkung

Das Seminar findet ausschließlich online, via ZOOM statt.

Angesprochen werden alle diejenigen Studierenden, die sich für ein transdisziplinäres Diskurs-Spiel zwischen ›Kunst‹, ›Gesellschaft‹ und ›Technologie‹ interessieren und an einer assoziativen, materialgesättigten Recherche und gemeinsamen debattenartigen Erkundungen interessiert sind.

Zur Erlangung von Credit Points sind Interesse an der Verbindung von Theorie und künstlerischer Praxis, ein Vortrag im Seminar sowie eine schriftliche Reflexion erforderlich. Es werden verschiedene Zugänge zur Theoriearbeit erprobt, u.a. dialogisches Lesen, Clustering oder KI-gestützte Lektüren. Eine fakultative Teilnahme ohne Vergabe von Credit Points ist ebenfalls möglich und erfolgt nach Rücksprache mit den Lehrenden.

Anmeldung bitte bis zum 10. April 2026 an Benjamin.sprick@hfmt-hamburg.de

Online-Link für die Teilnahme:

=>

Weitere Informationen und Materialien finden Sie auf:

=> www.artilacs.net

Module
Promotionsmodul, Wahlmodul freie Wahl (alle Studiengänge), Studium generale Wahlmodul Master