Die HfMT Hamburg ist eine stark international aufgestellte künstlerische Hochschule. Studierende, Lehrende und Mitarbeitende kommen aus über 60 Ländern und sprechen dementsprechend viele unterschiedliche Sprachen. Sie erleben ihren Alltag in Hamburg und an der Hochschule unterschiedlich, denn die Vielfalt reicht über kulturelle, sozioökonomische und religiöse Hintergründe hinaus und umfasst auch individuelle Identitäten und Lebensweisen. Sie ordnen sich als Frauen oder Männer dem traditionellen Geschlechterbild zu oder agieren jenseits binärer Kategorien. Leben in heterosexuellen oder gleichgeschlechtlichen Beziehungen oder haben unterschiedliche Hautfarben und Körpermerkmale. Einige müssen mit unsichtbaren chronischen Erkrankungen oder physischen oder psychischen Einschränkungen leben. Unser Ziel ist es, allen Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitenden an der HfMT eine diskriminierungsfreie Teilhabe am Hochschulleben zu ermöglichen.
Diversity can inspire – HfMT gegen Diskriminierung
Um die Vielfalt an der HfMT sichtbar zu machen, ihren Einfluss auf das Hochschulleben ins Bewusstsein zu rücken und mit dem Ziel, ein Diversity-Management-Konzept zu erarbeiten, gründete sich 2018 die Steuerungsgruppe Diversity. Eine AG mit Interessierten aus allen Statusgruppen der HfMT in der Professor:innen der unterschiedlichen Studiendekanate, Mitglieder des erweiterten Präsidiums, die Gleichstellungsbeauftragten, die Leitung der Stabstelle Qualitätsmanagement, Mitarbeiter:innen des Career Centers und des International Office, die Justiziarin der Hochschule, Studierende und weitere Mitarbeitende der Verwaltung sowie des akademischen Mittelbaus mitwirken. Als Ziel gab sich diese vom Hochschulsenat eingesetzte Steuerungsgruppe das folgende Motto:
Die Menschen an der HfMT leben Vielfalt in respektvollem Miteinander.
Die Leitung der Steuerungsgruppe haben aktuell Dr. Bilinc Ercan-Catanzaro und Maike Arnemann inne.
Ergänzen und erweitern, damit es als Text für Diversity Einleitung Funktioniert
Gleichstellungsstarke Hochschule
"Gleichstellung" ist ein veraltet anmutender und sperriger Begriff und umfasst dennoch etwas stets aktuelles, das noch lange nicht eingelöst ist. Es ist keine abstrakte Idee, sondern die gesamtgesellschaftliche Aufgabe, allen Menschen unabhängig von Diskriminierungsmerkmalen, die gleichen Räume zu öffnen und Chancen zu bieten. Die HfMT hat den besonderen Anspruch künstlerische Praxis, wissenschaftliche Reflexion und hochschulpolitische Gleichstellung zusammenzudenken, gesellschaftliche Realitäten produktiv zu thematisieren und systematisch nachhaltig zu verändern. Ganz nach dem Leitmotiv: „Künstlerische Exzellenz in gesellschaftlicher Verantwortung“. Die monatlich stattfindende Konferenz der Gleichstellungsbeauftragten (KoGl) ist dabei das zentrale Gremium, um diesem Anspruch näher zu kommen. Darüber hinaus wird die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten in bilateralen Gesprächen ebenso wie in Gremien, in Lehre und Forschung oder in Pädagogik und Vermittlung wirksam. Ihre (hochschul-)politische Relevanz gewinnt Gleichstellung aus der Erkenntnis, dass individuelle Lebensumstände sowie gesellschaftlich verfestigte Wahrnehmungsmuster die berufliche Entfaltung, insbesondere von Frauen, strukturell behindern.
Ein bedeutender Schritt in Richtung Gleichstellung ist, dass die HfMT in das Professorinnenprogramm 2030 der Bund-Länder-Initiative für Gleichstellung und Vielfalt in der Wissenschaft aufgenommen und zudem mit dem Prädikat „Gleichstellungsstarke Hochschule“ ausgezeichnet wurde. Mit ihrem eingereichten Gleichstellungskonzept für Parität gehört sie zu den Hochschulen, deren Strategien und Maßnahmen im bundesweiten Wettbewerb besonders überzeugten.
Initiativen, Programme und Kooperationen
each one teach one
Vielfalt leben – Zugänge schaffen – Verantwortung übernehmen
Im Oktober 2025 übernimmt die HfMT die Patenschaft für drei allgemeinbildende Schulen in Hamburg. Im Rahmen einer drei-jährigen Förderung durch den Projektfonds Kultur und Schule begegnen sich Studierende und Schüler:innen in Workshops, Probenbesuchen und gemeinsamen künstlerischen ProjektenWeitere Informationen zu den Schulpatenschaften der HfMT
Die Initiative „Vielfalt an deutschen Hochschulen“ soll Diversität sichtbarer machen und Diskriminierung abbauen. Mit Finanzierung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) bundesweit Hochschulen bei der Weiterentwicklung ganzheitlicher Diversitätskonzepte. Der von der Hochschule für Musik und Theater Hamburg eingereichte Projektantrag wurde für die Förderung unserer institutionellen Diversitätsprojekte ausgewählt.
Eintauchen. Konzentrieren. Vertiefen. Unter dem Motto Diversity can Inspire organisierte die HfMT im Wintersemester 2023/24 die Diversity Study Weeks. Gemeinsam zelebrieren wir Vielfalt, denn sie ist nicht nur ein Schlagwort, sondern das Herzstück unseres Zusammenwirkens und der kreativen Entfaltung an einer künstlerisch-wissenschaftlichen Hochschule.

Das Professorinnen-Programm ist ein Konzept von Bund und Ländern, um die Gleichstellung an Hochschulen zu fördern. Es zielt darauf ab, den Frauenanteil in wissenschaftlichen Spitzenpositionen zu erhöhen, indem es die Vergabe von Professuren an Frauen finanziell fördert. Die HfMT konnte im Professorinnenprogramm 2030 das Prädikat „Gleichstellungsstarke Hochschule“ erreichen, was die Möglichkeit zur Förderung einer zusätzlichen Stelle für eine Wissenschaftlerin oder Künstlerin, die in eine unbefristete Professur münden sollte bietet.
Das Zentrum Gender & Diversity (ZGD) ist eine gemeinsame Einrichtung von verschiedenen Universitäten und Hochschulen in Hamburg (unter anderen die HfMT) und dient vor allem der Vernetzung der Institutionen und ihren jeweiligen Akteur:innen für Diversity und Gleichstellung. Es unterstützt Forschungsaktivitäten zu Gender & Diversity, entwickelt Tagungen, Workshops und öffentliche Angebote und berät zu Gender- und Diversity-Aspekten in Forschung, Lehre und Studium. Außerdem organisiert das ZGD die Studienzertifikate „Genderkompetenz“ und „Intersektionalität & Diversity“ für Studierende aller Mitgliedshochschulen.
Pro Exzellenzia ist ein Hamburger Karriere-Kompentenzzentrum, das auf Initiative der Gleichstellungsbeauftragten der sieben Hamburger Hochschulen und der Freien und Hansestadt Hamburg gegründet wurde. Das Projekt fördert mit verschiedenen Stipendien, Coachings, Workshops und Vernetzungsmöglichkeiten hochqualifizierte Frauen auf ihrem Weg in Führungspositionen.
Archiv
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Hilfe und Beratung
Benötigen Sie Unterstützung? Wir stehen bereit. Die Hochschule für Musik und Theater legt Wert darauf, dass Mitarbeitende, Studierende und Gäste einen fairen und respektvollen Umgang miteinander pflegen und erfahren. Die Bedingungen künstlerisch-wissenschaftlicher Ausbildungen mit ihrem großen Anteil an Einzel- und Kleingruppenunterricht, der persönlichen Abhängigkeit von der Lehrperson, hohem Leistungsdruck und dem Einsatz der gesamten Person erfordern einen besonders sensiblen Umgang miteinander. Zögern Sie nicht, uns anzusprechen, falls Sie Hilfe brauchen.
Wichtige Dokumente
Das Diversity Management Konzept der HfMT Hamburg ist aus der Mitte der Hochschule entstanden und wurde am 08.05.24 durch das Präsidium und den Hochschulsenat einstimmig beschlossen. Es stellt neben einer Bestandsanalyse zu Diversity- und Gleichstellungsthemen an der HfMT auch eine Bedarfsanalyse und konkrete Maßnahmen vor, zum Umgang mit der bereits vorhandenen Diversität und zur sozialen und kulturellen Öffnung mit einem Augenmerk auf Diversitätslücken.
Dieser Verhaltenskodex bietet allen Mitgliedern und Angehörigen der HfMT eine Orientierung für den Umgang miteinander. Er ergänzt neben den Dienstpflichten grundlegende Prinzipien eines vertrauensvollen, fairen und respektvollen Miteinanders.
Am 14. Mai 2025 hat der Senat der Hochschule für Musik und Theater Hamburg in seiner Sitzung die Antidiskriminierungsstrategie einstimmig verabschiedet. Kein Mensch sollte sich aufgrund seiner Identität an der Hochschule bedroht fühlen.
Antidiskriminierungsstrategie.pdf
Die HfMT Hamburg legt großen Wert auf einen respektvollen und fairen Umgang miteinander und duldet keine Form von Diskriminierung, Rassismus, Benachteiligung oder Gewalt. In dieser Richtlinie werden Handlungsoptionen wie das Beschwerdeverfahren, Beratungsangebote oder Meldewege für Betroffene aufgezeigt. Besonders in der künstlerischen Ausbildung, die von einem engen Kontakt zwischen Lehrenden und Lernenden geprägt ist, wird ein sensibler, achtsamer Umgang gefordert.
Die Besonderheiten einer künstlerischen Ausbildung mit ihrem großen Anteil an Einzel- und Kleingruppenunterricht und der persönlichen Abhängigkeit von der Lehrperson, hohem Leistungsdruck und dem Einsatz der gesamten Person erfordern einen besonders sensiblen Umgang miteinander und eine stetige Reflexion des eigenen Handelns.
Das Gleichstellungskonzept für Parität wurde im Rahmen des Professorinnenprogramms 2030 erarbeitet und erfolgreich von der Bund-Länder-Initiative für Gleichstellung und Vielfalt in der Wissenschaft aufgenommen. Zudem wurde die HfMT Hamburg mit dem Prädikat „Gleichstellungsstarke Hochschule“ ausgezeichnet. Mit ihrem eingereichten Gleichstellungskonzept für Parität gehört sie zu den Hochschulen, deren Strategien und Maßnahmen im bundesweiten Wettbewerb besonders überzeugten.
Gleichstellungskonzept für Parität
Die HfMT will durch die 2005 beschlossene Frauenförderrichtlinie eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen an der Hochschule sicherstellen und Benachteiligungen abbauen.
Dieses Dokument umfasst Informationen zum Antrag auf Nachteilsausgleich für Studierende oder Studieninteressierte mit (sichtbarer oder unsichtbarer) Be_hinderung oder chronischer Erkrankung.
Dieser Leitfaden befasst sich mit einem geschlechtersensiblen bzw. -inklusiven Sprachgebrauch. Neben empfohlenen Formulierungen finden Sie zusätzlich Kontakt zu Ansprechpartner:innen bei weiteren Fragen.
This guide addresses gender-sensitive and inclusive language use. In addition to recommended phrasing, it also provides contact information for further questions.
Die Akzeptanz verschiedener Geschlechtsidentitäten umfasst nicht nur den sozialen Umgang, sondern auch formale Schritte. Hier finden Studierende und Beschäftigte der Hochschule Informationen zur Änderung der Namens- und Geschlechtsangabe.
Information zur Änderung der Namens- und Geschlechtsangabe (pdf)
Das Positionspapier der Rektorenkonferenz der Musikhochschulen vom 09. Mai 2024 stellt eine deutschlandweite Positionierung der Rektor:innen aller Musikhochschulen zum Umgang mit Machtmissbrauch dar und formuliert konkrete Handlungsempfehlungen zur Prävention von Machtmissbrauch für die verschiedenen Bereiche einer Musikhochschule.
Die Handlungsempfehlungen zum Umgang mit sexualisierter Diskriminierung und Gewalt an Kunst- und Musikhochschulen vom 18. April 2023 zielen darauf ab, Studierende und Mitarbeitende besser zu schützen. Sie beinhalten zehn konkrete Maßnahmen, um Diskriminierung vorzubeugen und Betroffenen Unterstützung zu bieten.
Unter folgendem Link finden Sie ein Wörterbuch (Diversity Arts Culture Berlin), welches grundlegende Begriffe im Kontext von Diversität erklärt und versucht, eine Orientierung zu bieten. Auch Begriffe aus dem Kulturbetrieb werden erläutert.


