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Musikwissenschaft an der HfMT

Wissenschaft für die Praxis

Die Musikwissenschaft an der HfMT versteht sich als intellektueller Nährboden für künstlerische, wissenschaftliche und pädagogische Kreativität.
Die Fachgruppe kultiviert eine Vielfalt von Methoden und Ansätzen und ist in ganz praktischen Zusammenhängen von forschungsgeleiteter Lehre aktiv.
Dass Musikwissenschaft auch eine Mittlerfunktion zwischen verschiedenen Studiengängen einnehmen und dabei impulsgebend und sogar richtungsweisend wirken kann, liegt in der Natur des Faches, wie es an der HfMT vertreten und gelehrt wird. 



Forschung und Promotion


Emeritierte Professor:innen

Prof. Dr. phil. habil. Beatrix Borchard ist Musikwissenschaftlerin und Autorin mit dem Schwerpunkt auf Musik und Gender. Sie gründete die Forschungsplattform Musik und Gender im Internet (MUGI) an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, wo sie von 2002 bis 2016 als Professorin für historische Musikwissenschaft lehrte. Zuvor war sie an der Universität der Künste in Berlin, in Detmold/Paderborn sowie für das Goethe-Institut mit Länderschwerpunkten in China, Rumänien und Portugal tätig.

Ihre Forschung hinterfragt traditionelle Darstellungen der Musikgeschichte und entwickelt innovative Vermittlungsformate. Sie initiierte zahlreiche künstlerisch-wissenschaftliche Projekte zu Themen wie „Musik als Überlebenskraft“ oder „Musikstadt Hamburg“ und konzipierte regelmäßig Salons sowie die Ringvorlesung „Musik und Gender“. Die Benennung des Fanny-Hensel-Saals an der HfMT geht auf ihre Initiative zurück, auch an der Etablierung des Promotionsprogramms Dr. sc. mus. war sie federführend beteiligt.

Ein zentrales Forschungsgebiet ist die europäische Kulturvermittlung durch Musik, mit besonderem Fokus auf Pauline Viardot-Garcia, Clara Schumann und Fanny Hensel. Sie ist Herausgeberin der „Viardot-Garcia-Studien“ und der „Brahms-Studien“ sowie Kuratorin von Ausstellungen, darunter die „Räume für Fanny und Felix Mendelssohn“ im Komponistenquartier Hamburg und die Dauerausstellung zu Clara und Robert Schumann im Schumann-Haus Leipzig.

Neben zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen produziert sie auch musikalische Porträts und Dokumentarfilme, darunter „Die Frau auf dem Geldschein“ (Clara Schumann, ARD/NDR 1996) und „Komponistinnen – eine filmische Spurensuche“ (2018). Sie wirkte zudem an mehreren Filmen über bedeutende Musikerinnen mit, darunter Fanny Hensel, Lili Boulanger und Dora Pejačević.

Mailadresse: beatrix.borchard@hfmt-hamburg.de
Persönliche Website: https://b-bor.de/

Reinhard Flender (geb. 1953) ist Komponist, Kulturwissenschaftler und Kulturmanager. Er studierte Klavier, Komposition und Musikwissenschaft in Hamburg, Münster und Jerusalem. 1983 promovierte er am musikwissenschaftlichen Institut der Universität Hamburg bei Prof. Constantin Floros und wurde 1994 habilitiert. Seit 1983 lehrt Flender an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. 1999 gründete er das Institut für kulturelle Innovationsforschung IkI, das er seitdem leitet. 2011 übernahm er die von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius geförderte Professur für Kulturwissenschaft an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg und wurde 2015 zum Leiter des Instituts für Kultur- und Medienmanagement ernannt. Weitere Informationen unter: www.reinhardflender.de

Prof. Dr. phil. habil. Hanns-Werner Heister (geb. 1946 in Plochingen am Neckar). 1992 bis 1998 Professur an der Musikhochschule Dresden, 1998/99 bis 2011 an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Forschungen und Veröffentlichungen zu: Methodologie der Musikwissenschaft; Ästhetik, Soziologie, Anthropologie und Geschichte der Musik; politische, populäre und Neue Musik, Musik im Faschismus, im Widerstand und im Exil; Musiktheaterästhetik und -geschichte; Medien und Institutionen der Musikkultur; Musik und: Mathematik, Kybernetik, Fuzzy Logic, Psychoanalyse, Literatur, Bildende Kunst; Stadt- und Gartenkultur.

Herausgeber u. a. der Reihen Zwischen/Töne. Musik und andere Künste (ab 1995) und Musik/Gesellschaft/Geschichte (ab 2005); Mit-Herausgeber u.a. von: Komponisten der Gegenwart (seit 1992), 2024 ca. 12.000 S.; Initiator und Mit-Herausgeber von Musik und. Eine Schriftenreihe der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 3 Bde., 1999-2000, Neue Folge, 11 Bände, 2001–2011.

Bücher u. a.: Das Konzert. Theorie einer Kulturform (1983); Jazz (1983); Vom allgemeingültigen Neuen. Analysen engagierter Musik (2006); Hintergrund Klangkunst. Ein Beitrag zur akustischen Ökologie (2010); Musical Process and Fuzzy Logic. Dialectics of artistic ideas, realizations and cognitions, 2021; Musik und Fuzzy Logic. Die Dialektik von Idee und Realisierungen im Werkprozess (2021); Stadt Grün Spiel Kunst. Pflanzen als Schönes und Nützliches im öffentlichen Raum (2023). Ausf. www.Hanns-Werner-Heister.de. 

Prof. Dr. Wolfgang Hochstein (geb. 1950) studierte Schulmusik, Theorie/Komposition, Klavier und Orgel in Detmold sowie Musikwissenschaft in Hamburg. Promotion 1981 bei Hans Joachim Marx. 1976 als bundesweit erste hauptamtliche Lehrkraft für Schulpraktisches Klavierspiel an die Hochschule für Musik und Theater Hamburg berufen und dort später auch im Fach Musikwissenschaft tätig. Bis zum Eintritt in den Ruhestand (2015) Leiter des Instituts für Schulmusik und Dekan der wissenschaftlich-pädagogischen Fächer; bis 2018 weiterhin im Lehrauftrag tätig. Veröffentlichungen zur Musik des 17. bis 19. Jahrhunderts einschließlich zahlreicher Editionen. Mitherausgeber einer vierbändigen Geschichte der Kirchenmusik (2011–2014) und Herausgeber von zwei Bänden Geistliche Vokalmusik des Barock (2019). Neueste Veröffentlichung: Thematisch-systematisches Verzeichnis der unter dem Namen von Johann Adolf Hasse verbreiteten Instrumentalkompositionen (2024).


Kontakt

Prof. Dr. Jutta Toelle

Fachgruppensprecher:in Musikwissenschaftjutta.toelle@hfmt-hamburg.de